..da begaben sich 4 Abenteurer (oder so) aus dem fernen Vancouver in die nördlich gelegenen Ureinwohnergebiete, um den High Falls Creek Trail zu finden. Ein längst vergessener (es sei denn man kennt vancouvertrails.com) Pfad zu den Gipfeln der umliegenden Berge.
Die Postkutsche der Toyotawerke setzt unsere Helden nach holpriger und unbequemer Reise (Zitat Postkutscher Sean: "It has 4 seats, but they were made for asians") an einer Brücke über den High Falls Creek ab. Dieser ist hier unten nur ein schmales Bächlein von ein paar Metern Breite.
Kurz nach der Brücke schlägt sich die Wandertruppe ins Unterholz und erreicht auf geschwungenen, steilen Pfaden die erste Anhöhe. Die Wurzeln gefällter Bäume kriechen wie Seelen von ihrer ehemaligen Behausung davon.
Ja, ab und zu werden in den "unberührten" Wäldern British Columbias doch Bäume gefällt, um Straßen oder eben Wanderwege frei zu halten. Man könnte versuchen das als minimalinvasive Straßenpflege zu verkaufen, oder einfach sagen, dass eben ab und zu doch Bäume gefällt werden.
Gerade 20 min unterwegs wird schon die erste Pause gemacht. Das Wetter ist atemberaubend und die Aussicht wunderschön.
Aber es muss ja weiter gehen, vor allem aufwärts und doch etwas steiler wie man hier sieht.
Wer ohne Berührungsängste ist, findet wie Daryn hier auch mal einen Ersatzbart aus Farn.
Und Zack! nach nur ca 30 min und noch bevor ein Viertel der Strecke geschafft ist, befindet man sich schon auf Höhe der Baumwipfel im Tal.
Interessanter Wurzelwuchs findet sich, wo einem Baum auf halber Strecke der Boden weg gekippt ist.
Und solche Bilder in den Abgrund...
...macht man am Besten so.
Schnell geht es weiter, die Wandertruppe hat noch immer 3/4 des Weges vor sich.
Ein Blick ins Tal..
..der Wasserfall des High Falls Creeks..
.. und das etwas tiefer liegende sehr flache Becken machen Lust auf eine Pause. Leider ist das Wasser vom Pfad aus nicht erreichbar.
Noch mehr Aussichten...
... und eine weitere Pause. Hier kommt unseren Helden ein japanisches Pärchen (beide so um die 50, Respekt!) entgegen. Sie haben weiter oben den Pfad nicht mehr gefunden und sich entschieden, den steilen Aufstieg wieder zurück zu gehen. Ohje..
Während der Pause entdeckt man einen ca. 6 cm großen Käfer, der munter umher fliegt und manchen seine Angst vor Wespen ganz vergessen lässt. Gibt es sowas wie ein Kontertrauma?
Während die einen die Freiheit genießen sich selbst zum König der Welt auszurufen..
..gehen andere auf (erfolglose) Käferjagd..
..oder klettern auf bemooste Steine.
Nach etlichen Aufstiegen geht es durch einen kühleren Wald einen mehr oder weniger abgeflachten Weg entlang. Grünes Moos..
..rotes Holz..
..und roter Pilz säumen den Pfad.
Nachdem man ein Geröllfeld überquert und dieses am Ende hoch geklettert ist (hier ist das Pärchen wohl gescheitert, da viele der Markierungen verwittert sind) führt die restliche Strecke an einer Forststraße/Schotterpiste entlang.
Jedem Gipfel sein Wölkchen:
Ein ganz frisch gestorbener Frosch/Kröterich wird genaustens untersucht und..
..am nächsten Aussichtspunkt..
..findet einer eine Schale aus Baumrinde, die..
..schnell zur Bärenverteidungswaffe umgewidmet wird.
Beim nächsten Geröllabschnitt wird dessen Stabilität ausführlichst getestet..
..für gut befunden und..
..dann die Straße entlang an weiteren moos- und farnbewucherten Steinfeldern der Weg zur Postkutsche beschritten.
12 km Länge, 650 Höhenmeter, 0 Mückenstiche, 3 Bananen und zwei Müsliriegel später sind sich unsere Helden sicher. Es gibt diesen Pfad. Er wird wieder auf der Landkarte vermerkt.





























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