Posts mit dem Label Konferenz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Konferenz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 6. Mai 2014

Niagara Falls - das zweite a ist stumm



Angekommen im Crown Plaza Hotel, Zimmer wurde kostenlos auf Falls View upgegraded aber Check-in ist erst um 15:00 Uhr möglich.



Koffer abgegeben und um die Ecke in der Entertainment Street erstmal zu Mittag gegessen.
Trotz des Wetterberichts scheint die Sonne und so geht es noch kurz die Niagarafälle bestaunen, bevor das Zimmer bezogen wird und entgegen aller Konventionen schon am Tag der Anreise die Vorträge beginnen. 


(c) Amin Nouri
Frühstück und Mittagessen (im exklusiven Restaurant im 10. Stock) sind inklusive, zum Abendessen gibt es das Hoteleigene und etliche andere Lokalitäten zur Auswahl. Auch ein Hard Rock Cafe.





Titel der Konferenz ist „Interfacial Electrochemistry at Atomic, Molecular and Nanoscale Domains". Thema scheint aber eher der 70. Geburtstag von Prof. Jacek Lipkowski zu sein, pro Tag wird ihm in mindestens 5-6 Vorträgen gratuliert und beim Konferenzdinner am Dienstagabend gibt es nochmals Reden und Sahnetorte zu seinen Ehren. 

Sehr großes Lob an die Veranstalter, die es begriffen haben, dass auch eingeladene Vorträge die Aufmerksamkeitsspanne eines durchschnittlichen Menschen nicht erhöhen. Die jeweilige Keynote eines Tages dauert 40 min und alle anderen egal ob Doktorand, Postdoc oder Prof. sind auf 20 min begrenzt.
Woran sich auch fast alle halten.
Ab und zu ist man nach drei chinesischen Vorträgen froh über einen britischen Akzent.

Für Montag ist nach dem Mittagessen die Tour hinter die Niagarafälle geplant, wird jedoch am Morgen abgesagt, da der Fahrstuhl kaputt sei.
Die längere Mittagspause genutzt und näher an die Fälle gewandert, Fotos gemacht, mal bei der Tour nachgefragt, wann der Fahrstuhl wieder benutzbar sei, damit wir die Tour dann eben selber machen können.
Antwort: Wovon wir denn reden würden, es funktioniere alles wunderbar.
Es stellt sich später heraus, dass die Veranstalter nicht genug Zeit eingeplant hatten und die Tour deswegen lieber abgesagt haben. Dies aber nur unter der Hand von einem der Freiwilligen.



Vom Hotelzimmer aus können wir direkt auf die kanadisch-amerikanische Grenze blicken. Stau gibt es meist nur in Richtung USA.

  
Posterpräsentation läuft auch gut, abgesehen davon, dass Amins Poster nahezu ohne Text gedruckt wurde, was uns beim Abholen leider nicht aufgefallen ist, da die Poster übereinander lagen. Er schreibt den Text per Hand drauf und druckt noch ein paar A4-Exemplare als Handout dazu.
Gute Unterhaltung mit Edward Snowden, der auch ein Poster vorgestellt hat und gerade an der McGill University in Montreal seinen Postdoc in Photoelektrochemie macht.

Die Casinokarten wurden natürlich auch eingelöst. Glücksspiel ist nichts fürs eigene Geld, aber wenn man mal die Gelegenheit bekommt ein paar Credits umsonst einsetzen zu können. Warum nicht? Einmal kann man das ja ausprobieren.
So weit nach Plan des Casinos.
Der Kredit kann nicht direkt ausgezahlt werden und darf nur an den einarmigen Banditen und ähnlichem eingesetzt werden. Das Casino ist eine riesige Halle, voller Spielautomaten und einiger Pokertische u.ä. 
Voll mit hauptsächlich alten, oder sehr verbraucht aussehenden Menschen, die wie hypnotisiert vor den Maschinen sitzen und eine Runde nach der anderen spielen. Einmal einarmiger Bandit kostet $ 0.02. Wie soll man denn dabei seine $ 15 loswerden? Das würde ja ewig dauern und gewinnen werden wir ja eh nichts. 
Letztendlich findet sich ein Rouletteautomat, an dem man den Preis pro Chip auf $ 1 hochschrauben kann. Mal hier mal dort gesetzt und mit den letzten 5 Chips aufs letzte Drittel 15 Chips gewonnen. Von 15 nicht auszahlbaren Credits also auf 15 auszahlbare gekommen.
Auszahlung! 
Der Automat spuckt eine Quittung aus und Amin schafft es sogar auf 30 Credits.
Ab jetzt nach unserem Plan.
Wir nehmen unsere Quittung, gehen zum Bankautomat, erhalten insgesamt $ 45 und verlassen das Casino. Für immer.

Die Niagarafälle sind sehr beeindruckend, insbesondere wenn man so nah herankommt wie bei der Tour hinter die Wasserfälle. Hier stürzen zwischen 80 und 150 Millionen Liter pro Minute die knapp 60 m Felswand hinunter. Das Wasser wird dabei höher aufgewirbelt als der speisende Lake Ontario selbst und sorgt für eine ständige Gischtwolke über dem Hauptfall. Die lässt bei schönem Wetter dann auch komplette Regenbögen zu.


Allerdings gibt es an keinem der beiden Enden einen Topf mit Gold. 
Nur Möwen und die entsprechenden Hinterlassenschaften. 




meins?


Wenigstens verpackt der Touriladen seine Kundschaft wie schillernde Bonbons. Wer aus Zucker ist, muss sich eben vor dem Wasser schützen.


Die Eingangstür zum Souvenirshop hat dabei auch schon bessere Zeiten gesehen und der Titel des Ladens passt nicht ganz zum Aussehen.



Bis auf wenige Meter von hinten an die Fälle heranzukommen ist unglaublich und das Donnern des Wassers lässt einen die dort waltenden Kräfte nur erahnen. Man bekommt auch noch ein bisschen was über die Geschichte mit, kann die Erosion anhand von Luftaufnahmen nachvollziehen und nachlesen wieviele Artisten beim Versuch die Fälle zu über- oder durchqueren ums Leben kamen.






Ausgang ist durch den Souvenirshop, dessen Tür auch schonmal bessere Zeiten gesehen hat. Hier begreife ich den grandiosen Titel des Banksy-Films Exit through the gift shop erst. 

Dienstag morgen verkündet der Sprecher der Keynote, dass wir gutes Wetter für die Konferenz hätten – Es regnet und man möchte gar nicht raus gehen.


Mittwochmorgen befinden wir uns plötzlich in Niagara Fog, hören die letzten Vorträge und nehmen nach dem Mittagessen den Bus nach Toronto.

Draußen trifft man noch den hier.


(c) Amin Nouri

Montag, 28. April 2014

Montreal-Toronto-Niagara Falls

72 h
4000 km
6 h Schlaf

Alles sehr interessant, Konferenz beginnt auch gut. Kostenloses Zimmerupgrade mit Blick auf die Fälle. Aus $ 0 $ 15 gemacht. Später mehr.

Mittwoch, 22. Januar 2014

Auf nach Niagara Falls!

Mein Abstract "Comparative exploration of the surface electrochemistry of Ir-IrO2 (111 / 110) and Ru-RuO2 (0001) single crystal model catalysts for the oxygen evolution reaction (OER)" für die ISE-Konferenz an den Niagarafällen wurde angenommen!