Nun lebt man schon fast eine Woche in Richmond. Das ist irgendwie ein Stadtteil von Vancouver aber eigentlich auch ne eigene Stadt, es gibt außer der offiziellen Grenze nur keine Unterschiede zwischen Vancouver und Richmond.
Naja, in der Adresse steht dann auf jeden Fall Richmond, ganz wichtig.
Hier wohnen hauptsächlich Chinesen und deswegen auch mein Kollege Jason, dessen zweites Zimmer jetzt von Rumpelkammer zu meinem Zuhause wurde.
Nach 5 Nächten Feldbett hat sich auf dem hiesigen eBay-Kleinanzeigen namens Craigslist eine IKEA Lycksele Schlafcouch aufgetan, die sogar in dieses Zimmer reinpasst. Inkl. Cargo Van mieten und abholen für unter 100 €.
vorher
nachher tagsüber
nachher nachtsüber (bitte dunkel vorstellen)
Auf dem Weg zur Budget-Vermietung passiert man so wundersame Läden wie den Alu-Zaunverkauf "Andre Aluminium" oder die Zoofachhandlung "Petcetera".
Leider findet zeitgleich zum Sofa abholen im Stanley Park die alljährliche Wasserschlacht statt, von der hier sonst berichtet werden würde. Außerdem gibt es vor der Kunstgallerie in Downtown eine große Demo wegen des Kriegs im Gazastreifen.
Jason hat gestern in unsere beiden Zimmertüren Schlösser einbauen lassen, damit man sein Zimmer während der Abwesenheit abschließen kann. Wer's braucht.
In der Küche muss man einen Ventilator vor den Rauchmelder stellen, wenn man kocht, weil die Dunstabzugshaube nicht mehr genug zieht und der Staubsauger ist nur noch Staub und nicht mehr Sauger. Dafür wird das Wohnzimmer vom 55" TV samt 5 Spielekonsolen dominiert. Irgendwo ist es eben doch eine Studentenbude. ;)
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Samstag, 9. August 2014
Samstag, 17. Mai 2014
Studentenwohnung IV
Der gemeine Student an sich ist ja faul.
Deswegen verwundert es weder Soziologen noch Archäologen (insbesondere die Anhänger der Primaten- und Schlachtfeldarchäologie), dass gerade in Studenten-WGs immer wieder Fossilien und Versteinerungen in der Spüle zu finden sind.
Diese geben den Experten, die sich aufgrund ihrer fortgeschrittenen Erfahrung meist nicht mehr selbst an diese Zeit erinnern können, Aufschluss über die gesamte Nahrungsversorgung eines Studienabschnittes und lassen anhand der verschiedenen Schichten auch Rückschlüsse auf die sozialen Aktivitäten zu.
Insbesondere im Partysediment wird dabei statt der C-14-Methode auf die Altersklassifizierung per Volumenanteil Alkohol zurückgegriffen.
Bei jüngeren Ablagerungen kann auch die Expertise eines Forensikers die genaue Untersuchung erleichtern.
Ein Aspekt, der Forscher und Marketingabteilungen bis heute jedoch stutzig macht, ist die, dem allgemein aufgeschlossenen Verhalten gegenüber neuen Technologien (Smartphone, Spielekonsolen, Tablets, Facebook, Twitter, Snapchat und Pizzalieferservices seien hier nur als Beispiele genannt) entgegenstehende, Ablehnung eine Spülmaschine zu benutzen.
Im allgemeinen mag die finanzielle Situation der Anschaffung eines solchen Geräts - sehr zur Erleichterung der Archäologen - entgegen stehen, doch auch in Wohnheimen oder Wohnungen, die ein solches Gerät anbieten, sieht sich der Großteil der Studentenschaft nicht in der Lage dieses zu benutzen.
Ob der Grund dafür in der abstoßenden Wirkung von Hausarbeit oder im lebensursprünglichen Wunsch der Nachwelt etwas zu hinterlassen zu finden ist, bleibt dem Autor bisher verborgen.
Ich lobe hiermit jedoch eine Packung Spülmaschinenreiniger für die erste Bachelorarbeit aus, die dieses Thema umfassend erörtert.
Deswegen verwundert es weder Soziologen noch Archäologen (insbesondere die Anhänger der Primaten- und Schlachtfeldarchäologie), dass gerade in Studenten-WGs immer wieder Fossilien und Versteinerungen in der Spüle zu finden sind.
Diese geben den Experten, die sich aufgrund ihrer fortgeschrittenen Erfahrung meist nicht mehr selbst an diese Zeit erinnern können, Aufschluss über die gesamte Nahrungsversorgung eines Studienabschnittes und lassen anhand der verschiedenen Schichten auch Rückschlüsse auf die sozialen Aktivitäten zu.
Insbesondere im Partysediment wird dabei statt der C-14-Methode auf die Altersklassifizierung per Volumenanteil Alkohol zurückgegriffen.
Bei jüngeren Ablagerungen kann auch die Expertise eines Forensikers die genaue Untersuchung erleichtern.
Ein Aspekt, der Forscher und Marketingabteilungen bis heute jedoch stutzig macht, ist die, dem allgemein aufgeschlossenen Verhalten gegenüber neuen Technologien (Smartphone, Spielekonsolen, Tablets, Facebook, Twitter, Snapchat und Pizzalieferservices seien hier nur als Beispiele genannt) entgegenstehende, Ablehnung eine Spülmaschine zu benutzen.
Im allgemeinen mag die finanzielle Situation der Anschaffung eines solchen Geräts - sehr zur Erleichterung der Archäologen - entgegen stehen, doch auch in Wohnheimen oder Wohnungen, die ein solches Gerät anbieten, sieht sich der Großteil der Studentenschaft nicht in der Lage dieses zu benutzen.
Ob der Grund dafür in der abstoßenden Wirkung von Hausarbeit oder im lebensursprünglichen Wunsch der Nachwelt etwas zu hinterlassen zu finden ist, bleibt dem Autor bisher verborgen.
Ich lobe hiermit jedoch eine Packung Spülmaschinenreiniger für die erste Bachelorarbeit aus, die dieses Thema umfassend erörtert.
Montag, 28. April 2014
Montreal
Dank der unerschöpflichen Güte des Residence Managements darf weiterhin im selben Wohnheim gewohnt werden.
Da das jetzige Apartment allerdings renoviert werden solle (gute Idee), darf umgezogen werden.
Da der jetzige Vertrag bis Ende April lief, muss auch genau Ende April umgezogen werden und nicht erst ein paar Tage später (doofe Idee).
Da der Umzugstermin genau in der Woche der Konferenz liegt, muss das Zimmer also schon am Freitag den 25. sauber abgegeben werden und man darf dann bei Rückkehr ins neue Zimmer einziehen. Wo man das eigene Hab und Gut in der Zeit unterstellt? Zum Glück gibt es Arbeitskollegen.
2/3 Mitbewohnern wünschen viel Erfolg und alles Gute, Nr. 3 stellt zwei Tage später fest, dass man ja ausgezogen ist.
Schlüssel abgeben um 21 h, dann Bus und Skytrain zum Flughafen.
Wetter?
Es regnet. Was sonst?
Flug AC 182 nach Montreal.
Ein Airbus A320 - aber scheinbar in Luxusausstattung. Bequeme Sitze in der Economy Class und mehr Beinfreiheit als beim Flug von London nach Vancouver? Wo gibts denn sowas?
Mein Sitznachbar kontrolliert beim Einsteigen alles auf Funktion (Sonnenblende hoch, Sonnenblende runter; Tisch runter, Tisch hoch; Sitz vor, Sitz zurück, Gurt anlegen, Gurt öffnen...) und studiert eingehend den Evakuierungsplan. Stellt dabei fest, dass er doch nicht wie gewünscht direkt am Notausgang sitzt.
Flugangst?
Vielleicht.
Auf jeden Fall Verschwörungstheoretiker.
Erklärt seinem Freund eine Reihe weiter hinten, dass man die Flugnummer des verschwundenen Flugzeuges durch die Flugzeit in Stunden teilen solle. Damit erhält man "ungefähr" 51 und das sei der Hinweis darauf, dass sie das Flugzeug in Area 51 versteckt halten. Ich mutmaße nur, dass es um das Malaysische Flugzeug geht.
Bin versucht, ihm kurz nach dem Start "Es ist zu spät, sie haben dich gefunden" ins Ohr zu flüstern. Da er sich allerdings sofort seine Mütze bis ans Kinn über den Kopf zieht und einschläft, sowie seine Reaktion auf solch einen Spruch ungewiss ist, bleibt der Gedanke unausgeführt.
Schlafe ungefähr zwei Stunden, dann gibt es noch einen Schwarztee und später eine Cola (irgendwer muss dem Tomatensaftkonsum an Bord dieses Fluges ja Einhalt gebieten. Wieso schläft der Typ, wenn man ihn braucht? Das ist bestimmt die Genmaismafia..) bevor das Flugzeug sicher und unentführt in Montreal aufschlä.. äh -setzt.
Für $ 25 gibt es einen Mazda 3 von Enterprise, der zwar fünf Sitze bietet, dessen Kofferraum aber nur für unsere beiden Koffer geplant wurde.
Frühstück im Eggspectations mit Omlette und rustikaler Atmosphäre - sehr zu empfehlen!
Montreal zeigt sich mit Vancouver solidarisch und trägt den gesamten Tag Grau mit Wind und Regen. Wir besuchen Notre Dame und das historische Museum (nicht das Archäologische, da gibt es auch eine Ausstellung zur Geschichte Montreals) mit Zusatzausstellung "verruchtes Montreal" (frei übersetzt).
Trotz Regen sind die Statuen vor der Kirche so interessant, dass der Fahrer eines amerikanischen Reisebusses kurzerhand vor der Kirche die Straße blockiert, um aus dem Fenster heraus mit seinem Handy ein Foto zu schießen.
Amin nebst Gangster in der Sonderausstellung.
Außerdem geht es zum Hafen mit interessantem Schachtelhaus und Badeschiff und auf den Stadtberg Mt. Royal, der sich leider in Nebel hüllt.
Blickt man dann nach unten, erkennt man, dass das hier Quebec und nicht mehr - wie die Nummernschilder so schön verkünden - "Super Natural British Columbia" ist. Müll wohin man blickt. Das ist in Vancouver echt anders.
Abends treffen wir noch einen Freund von Amin, der hier studiert, fahren ein bisschen durch die Partymeile und bringen gegen 22:00 das Auto zurück zum Flughafen. Dann gehts zur Busstation von Megabus.
Abfahrt 0:15, Fahrtzeit 6 h.
Im Bus riecht es dauerhaft stark nach Marzipan, will sich hier jemand mit Bittermandeln vergiften?
Ca. 3 h Schlaf auf den knapp bemessenen Sitzen. Keine Getränke. Dann sind wir in Toronto.
Da das jetzige Apartment allerdings renoviert werden solle (gute Idee), darf umgezogen werden.
Da der jetzige Vertrag bis Ende April lief, muss auch genau Ende April umgezogen werden und nicht erst ein paar Tage später (doofe Idee).
Da der Umzugstermin genau in der Woche der Konferenz liegt, muss das Zimmer also schon am Freitag den 25. sauber abgegeben werden und man darf dann bei Rückkehr ins neue Zimmer einziehen. Wo man das eigene Hab und Gut in der Zeit unterstellt? Zum Glück gibt es Arbeitskollegen.
2/3 Mitbewohnern wünschen viel Erfolg und alles Gute, Nr. 3 stellt zwei Tage später fest, dass man ja ausgezogen ist.
Schlüssel abgeben um 21 h, dann Bus und Skytrain zum Flughafen.
Wetter?
Es regnet. Was sonst?
Flug AC 182 nach Montreal.
Ein Airbus A320 - aber scheinbar in Luxusausstattung. Bequeme Sitze in der Economy Class und mehr Beinfreiheit als beim Flug von London nach Vancouver? Wo gibts denn sowas?
Mein Sitznachbar kontrolliert beim Einsteigen alles auf Funktion (Sonnenblende hoch, Sonnenblende runter; Tisch runter, Tisch hoch; Sitz vor, Sitz zurück, Gurt anlegen, Gurt öffnen...) und studiert eingehend den Evakuierungsplan. Stellt dabei fest, dass er doch nicht wie gewünscht direkt am Notausgang sitzt.
Flugangst?
Vielleicht.
Auf jeden Fall Verschwörungstheoretiker.
Erklärt seinem Freund eine Reihe weiter hinten, dass man die Flugnummer des verschwundenen Flugzeuges durch die Flugzeit in Stunden teilen solle. Damit erhält man "ungefähr" 51 und das sei der Hinweis darauf, dass sie das Flugzeug in Area 51 versteckt halten. Ich mutmaße nur, dass es um das Malaysische Flugzeug geht.
Bin versucht, ihm kurz nach dem Start "Es ist zu spät, sie haben dich gefunden" ins Ohr zu flüstern. Da er sich allerdings sofort seine Mütze bis ans Kinn über den Kopf zieht und einschläft, sowie seine Reaktion auf solch einen Spruch ungewiss ist, bleibt der Gedanke unausgeführt.
Schlafe ungefähr zwei Stunden, dann gibt es noch einen Schwarztee und später eine Cola (irgendwer muss dem Tomatensaftkonsum an Bord dieses Fluges ja Einhalt gebieten. Wieso schläft der Typ, wenn man ihn braucht? Das ist bestimmt die Genmaismafia..) bevor das Flugzeug sicher und unentführt in Montreal aufschlä.. äh -setzt.
Für $ 25 gibt es einen Mazda 3 von Enterprise, der zwar fünf Sitze bietet, dessen Kofferraum aber nur für unsere beiden Koffer geplant wurde.
Frühstück im Eggspectations mit Omlette und rustikaler Atmosphäre - sehr zu empfehlen!
Montreal zeigt sich mit Vancouver solidarisch und trägt den gesamten Tag Grau mit Wind und Regen. Wir besuchen Notre Dame und das historische Museum (nicht das Archäologische, da gibt es auch eine Ausstellung zur Geschichte Montreals) mit Zusatzausstellung "verruchtes Montreal" (frei übersetzt).
Trotz Regen sind die Statuen vor der Kirche so interessant, dass der Fahrer eines amerikanischen Reisebusses kurzerhand vor der Kirche die Straße blockiert, um aus dem Fenster heraus mit seinem Handy ein Foto zu schießen.
Amin nebst Gangster in der Sonderausstellung.
Außerdem geht es zum Hafen mit interessantem Schachtelhaus und Badeschiff und auf den Stadtberg Mt. Royal, der sich leider in Nebel hüllt.
Blickt man dann nach unten, erkennt man, dass das hier Quebec und nicht mehr - wie die Nummernschilder so schön verkünden - "Super Natural British Columbia" ist. Müll wohin man blickt. Das ist in Vancouver echt anders.
Abends treffen wir noch einen Freund von Amin, der hier studiert, fahren ein bisschen durch die Partymeile und bringen gegen 22:00 das Auto zurück zum Flughafen. Dann gehts zur Busstation von Megabus.
Abfahrt 0:15, Fahrtzeit 6 h.
Im Bus riecht es dauerhaft stark nach Marzipan, will sich hier jemand mit Bittermandeln vergiften?
Ca. 3 h Schlaf auf den knapp bemessenen Sitzen. Keine Getränke. Dann sind wir in Toronto.
Montag, 14. April 2014
All die kleinen Dinge,
die in den letzten zwei Wochen so passiert sind. Zwischendurch viel Regen aber insgesamt wird es wärmer.
Prüfungszeit.
Meine Mitbewohner sitzen noch mehr als sonst nur in ihren Zimmern und die Ruhezeiten im Wohnheim wurden auf 18:00 bis 7:00 ausgedehnt.
Mehr Fastfoodabfälle in der Küche und mehr Energydrinks im Kühlschrank.
Prüfung bzw. finale Hausaufgabe des Fotokurses waren 5 Abzüge von Fotos/Bildern zu einem Thema unserer Wahl. Werden nachgereicht sobald von Manuel unserem Prof zurückgegeben.
Dieser hat letzten Mittwoch zu einem Vortrag eingeladen, den er vor der versammelten Professorenschaft des "Art History and Visual Arts" Instituts gehalten hat.
Wer früh erscheint, bekommt gute Plätze und kann den anderen Profs dabei zuhören, wie sie sich über "die Studenten" beschweren.
Vortragsthema: Wie Kunstgedanke und Fotografie in den Kursen besser vermittelt werden können; wie sich die Lehre neu definieren kann.
Sehr interessant. Leider zerfleischen sich die anderen anwesenden Profs gegenseitig an der Diskussion was eigentlich in der modernen Fotografie/Videografie (Stichworte Selfies, Twitter, Instagram usw) als Kunst gesehen werden kann und ob Fotografie sich überhaupt neu definieren muss. Dadurch wird das eigentliche Thema gar nicht beachtet, was Manuel natürlich etwas enttäuscht, wie er mir im kurzen Gespräch nach dem Vortrag bestätigt.
Da sind noch viele Diskussionen notwendig, sagt er.
Schade.
Immerhin geht einer das Thema an. Sollte in allen Instituten Pflicht sein.
Zurück zum Wohnheim.
Für Mai und die folgenden Monate hat man mir eine Ein-Zimmer-Wohnung im neusten Wohnheim auf dem Campus angeboten. Bei lächerlichen $ 991.86 pro Monat habe ich dann aber doch dankend abgelehnt und bleibe hier in der Reihenhaussiedlung.
Vögel.
Auf dem Rückweg vom Vortrag sitzt mitten auf der Straße ein kleiner Vogel, der sich kaum bewegt. Kurzerhand ins Beet am Straßenrand gesetzt und 2 Stunden später beim Weg zum Mittagessen nicht mehr wiedergesehen. Auch nicht als Straßenbelag.
Diesen Samstag auf dem Weg zum nördlichsten der UBC Strände auf eine der vielen Krähen getroffen, die, überrascht von meinem Erscheinen, stehen bleibt und dann erst bei sehr geringem Abstand um mich herum hüpft.
Schilder.
Street Art in Form von Straßenschildverbesserungen ist hier wie in Berlin auch sehr populär.
Auf dem Weg zum Student Union Building mit all seinen Imbissen und Restaurants bewachen zwei RedBull-Engel den Zebrastreifen.
Und auch dieses Hinweisschild sieht mit Geschwindigkeitsstreifen doch gleich viel eindringlicher aus.
Andernorts erinnert der Aufdruck eines Papiers an die Vergesslichkeit des vorherigen Besitzers.
Himmel.
Mal ein paar andere Perspektiven von meinem Büro aus.
Wandern und Party.
Gestern feierten zwei Kollegen ihren Geburtstag zusammen, was dank der Einladung "Bringt ein Bier mit, das wir noch nicht kennen." mit sehr vielen interessanten Biersorten und typisch kanadischer Poutine in allen Geschmacksrichtungen ausartete.
Dank Frankie nun Profi-Lachsfischer und Experte in Sachen Schrittzählarmbänder mit Internetverbindung.
Die Party fand ungefähr dort statt, wo meine Dezember'sche Wohnung lag, daher klang es nach einer guten Idee zum UBC Nordstrand zu laufen und dann den Strand entlang bis zur Party.
Auf dem Weg runter zum Strand. Schön geschwungene Wege, alles friedlich.
Bis auf Herbert. Herbert wurde scheinbar mal vom Blitz getroffen und liegt seitdem etwas neben sich quer überm Weg.
Bald kann man schon das Wasser sehen und hinter der nächsten Biegung kommt auch das obligatorische "This is an clothing optional beach"-Schild.
Dort wo die Treppe endet trifft man auf einen Wachtturm aus dem zweiten Weltkrieg mit standesgemäßer Besprühung. Gruselig, dass soetwas hier stehen musste.
Weiter den Strand entlang sonnt sich dieser Holzkopf von Triceratops wohl schon etwas zu lange.
An dieser Stelle sind etwa 1/3 des Weges bewältigt und ca. 1,5 h um. Also umgekehrt und doch einen Bus genommen.
Prüfungszeit.
Meine Mitbewohner sitzen noch mehr als sonst nur in ihren Zimmern und die Ruhezeiten im Wohnheim wurden auf 18:00 bis 7:00 ausgedehnt.
Mehr Fastfoodabfälle in der Küche und mehr Energydrinks im Kühlschrank.
Prüfung bzw. finale Hausaufgabe des Fotokurses waren 5 Abzüge von Fotos/Bildern zu einem Thema unserer Wahl. Werden nachgereicht sobald von Manuel unserem Prof zurückgegeben.
Dieser hat letzten Mittwoch zu einem Vortrag eingeladen, den er vor der versammelten Professorenschaft des "Art History and Visual Arts" Instituts gehalten hat.
Wer früh erscheint, bekommt gute Plätze und kann den anderen Profs dabei zuhören, wie sie sich über "die Studenten" beschweren.
Vortragsthema: Wie Kunstgedanke und Fotografie in den Kursen besser vermittelt werden können; wie sich die Lehre neu definieren kann.
Sehr interessant. Leider zerfleischen sich die anderen anwesenden Profs gegenseitig an der Diskussion was eigentlich in der modernen Fotografie/Videografie (Stichworte Selfies, Twitter, Instagram usw) als Kunst gesehen werden kann und ob Fotografie sich überhaupt neu definieren muss. Dadurch wird das eigentliche Thema gar nicht beachtet, was Manuel natürlich etwas enttäuscht, wie er mir im kurzen Gespräch nach dem Vortrag bestätigt.
Da sind noch viele Diskussionen notwendig, sagt er.
Schade.
Immerhin geht einer das Thema an. Sollte in allen Instituten Pflicht sein.
Zurück zum Wohnheim.
Für Mai und die folgenden Monate hat man mir eine Ein-Zimmer-Wohnung im neusten Wohnheim auf dem Campus angeboten. Bei lächerlichen $ 991.86 pro Monat habe ich dann aber doch dankend abgelehnt und bleibe hier in der Reihenhaussiedlung.
Vögel.
Auf dem Rückweg vom Vortrag sitzt mitten auf der Straße ein kleiner Vogel, der sich kaum bewegt. Kurzerhand ins Beet am Straßenrand gesetzt und 2 Stunden später beim Weg zum Mittagessen nicht mehr wiedergesehen. Auch nicht als Straßenbelag.
Diesen Samstag auf dem Weg zum nördlichsten der UBC Strände auf eine der vielen Krähen getroffen, die, überrascht von meinem Erscheinen, stehen bleibt und dann erst bei sehr geringem Abstand um mich herum hüpft.
Schilder.
Street Art in Form von Straßenschildverbesserungen ist hier wie in Berlin auch sehr populär.
Auf dem Weg zum Student Union Building mit all seinen Imbissen und Restaurants bewachen zwei RedBull-Engel den Zebrastreifen.
Und auch dieses Hinweisschild sieht mit Geschwindigkeitsstreifen doch gleich viel eindringlicher aus.
Andernorts erinnert der Aufdruck eines Papiers an die Vergesslichkeit des vorherigen Besitzers.
Himmel.
Mal ein paar andere Perspektiven von meinem Büro aus.
Wandern und Party.
Gestern feierten zwei Kollegen ihren Geburtstag zusammen, was dank der Einladung "Bringt ein Bier mit, das wir noch nicht kennen." mit sehr vielen interessanten Biersorten und typisch kanadischer Poutine in allen Geschmacksrichtungen ausartete.
Dank Frankie nun Profi-Lachsfischer und Experte in Sachen Schrittzählarmbänder mit Internetverbindung.
Die Party fand ungefähr dort statt, wo meine Dezember'sche Wohnung lag, daher klang es nach einer guten Idee zum UBC Nordstrand zu laufen und dann den Strand entlang bis zur Party.
Auf dem Weg runter zum Strand. Schön geschwungene Wege, alles friedlich.
Bis auf Herbert. Herbert wurde scheinbar mal vom Blitz getroffen und liegt seitdem etwas neben sich quer überm Weg.
Bald kann man schon das Wasser sehen und hinter der nächsten Biegung kommt auch das obligatorische "This is an clothing optional beach"-Schild.
Dort wo die Treppe endet trifft man auf einen Wachtturm aus dem zweiten Weltkrieg mit standesgemäßer Besprühung. Gruselig, dass soetwas hier stehen musste.
Weiter den Strand entlang sonnt sich dieser Holzkopf von Triceratops wohl schon etwas zu lange.
An dieser Stelle sind etwa 1/3 des Weges bewältigt und ca. 1,5 h um. Also umgekehrt und doch einen Bus genommen.
Dienstag, 25. März 2014
Deshalb..
..spült mein einziger des Kochens befähigter Mitbewohner also seit einer Woche wieder von Hand ab.
Nachdem die Spülmaschine mühevoll innerhalb einer Woche alleine gefüllt wurde, stellt sich heraus, dass das Geschirrspülmittel alle ist, die leere Box aber natürlich im Regal steht..
Wenigstens beim Wegschmeißen der Box gelesen, dass das Geschirrspülmittel glutenfrei ist. Ach, wirklich? Sollte schon per Rezept so sein, oder nicht? Google kennt jedenfalls keine Vorschläge wenn man diverse Kombinationen von Gluten, glutenfrei und Geschirrspülmittel eingibt und liefert als Ergebnisse hauptsächlich Shops, die glutenfreie Lebensmittel und eben auch Geschirrspülmittel verkaufen.
Marketing, tz tz tz...
Nachdem die Spülmaschine mühevoll innerhalb einer Woche alleine gefüllt wurde, stellt sich heraus, dass das Geschirrspülmittel alle ist, die leere Box aber natürlich im Regal steht..
Wenigstens beim Wegschmeißen der Box gelesen, dass das Geschirrspülmittel glutenfrei ist. Ach, wirklich? Sollte schon per Rezept so sein, oder nicht? Google kennt jedenfalls keine Vorschläge wenn man diverse Kombinationen von Gluten, glutenfrei und Geschirrspülmittel eingibt und liefert als Ergebnisse hauptsächlich Shops, die glutenfreie Lebensmittel und eben auch Geschirrspülmittel verkaufen.
Marketing, tz tz tz...
Donnerstag, 6. Februar 2014
Cornflakes-Dichte-Abweichung
Mein Mitbewohner, der seit 4 Jahren jede Mahlzeit außer Haus isst, nicht kochen kann und lernen möchte, weil er später ja eine Freundin hat, die das übernimmt, entwickelt sich weiter.
Er hat Cornflakes gekauft.
Immerhin kann er jetzt inhäusig frühstücken.
Und damit es nicht langweilig wird, natürlich mehrere Sorten. Je nach Nussanteil und weiteren Zutaten variiert dabei logischerweise die Angabe einer Standardportion auf der Verpackung. Warum das Müsli ganz rechts eine 2/3 Tasse statt der 1/2 Tasse als Standard nimmt ist nicht erwähnt.
Auf eine halbe Tasse normiert erhält man so von links nach rechts: 50 g, 60 g, 41,25 g.
Na wenn das nicht reichlich ist.
Er hat Cornflakes gekauft.
Immerhin kann er jetzt inhäusig frühstücken.
Und damit es nicht langweilig wird, natürlich mehrere Sorten. Je nach Nussanteil und weiteren Zutaten variiert dabei logischerweise die Angabe einer Standardportion auf der Verpackung. Warum das Müsli ganz rechts eine 2/3 Tasse statt der 1/2 Tasse als Standard nimmt ist nicht erwähnt.
Auf eine halbe Tasse normiert erhält man so von links nach rechts: 50 g, 60 g, 41,25 g.
Na wenn das nicht reichlich ist.
Freitag, 31. Januar 2014
Gladiator! Oder doch ein Bier?
Gestern abend war im Student Recreation Center (also die billigere der beiden Sporthallen) Gladiator-Wettkampf. Es sind 8 studentische Teams in 5 Disziplinen gegeneinander angetreten; darunter auch ein Team der Austauschstudenten.
Also nichts wie hin und zugeschaut. Leider hat das Rec Center keine Tribünen, sodass die Hälfte der Wettkämpfe nicht wirklich ersichtlich waren, aber unser Team hat sich ganz gut geschlagen.
Die Disziplinen:
Hüpfburg-Staffellauf. Eine riesige Jahrmarktshüpfburg mit etlichen Hindernissen musste möglichst schnell durchquert werden. Leider keine Fotos, da zu dunkel. Unser Team erreichte einen Gleichsstand und musste nochmals antreten, wo wir dann mit ca. 1/2 Sekunde vorsprung gewannen.
Tennis-Dodgeball - die mit Abstand härteste Disziplin. Es wusste übrigens keiner der Teilnehmer vorher um was es gehen würde. Es treten zwei Teams auf einem Hallendrittel gegeneinander an. Im Hallendrittel sind einige Hindernisse aufgebaut und überall sind blaue und rote Staffelstäbe verteilt. Ein Team muss versuchen so viele Stäbe wie möglich in einen von zwei Containern zu bringen. Dabei dürfen immer nur 2 Spieler auf dem Feld sein, die mit einem Vollschutzhelm ausgestattet sind. Das zweite Team versucht die Spieler nämlich währenddessen mit einer Ballwurfmaschine voller Tennisbälle abzuschießen. Wer getroffen wird, muss den Stab fallen lassen, zurück zum Start und den Helm an den nächsten weitergeben.
Was bei unserem Team ganz gut klappte, hat bei anderen Durchgängen doch einige Schmerzen verursacht.
Danach gab es noch einen komplett abgedunkelten Raum in dem innerhalb eines Zeitlimits möglichst viele Tischtennisbälle gefunden werden mussten, ein Labyrinth zu durchqueren und zum Schluss mussten sich zwei der beiden konkurrierenden Teams mit großen Gummischlägern von einer Plattform schubsen. Das haben wir uns aber nur erzählen lassen, da es ohne gute Sicht und Licht zum Fotografieren nicht so spannend war wie erhofft.
Stattdessen sind wir zum Koerner's Pub auf dem Campus gelaufen. Bis letztes Jahr noch studentisch geführt, aufgrund eines Missgeschicks zwischenzeitlich ohne Schanklizenz und nun mit neuer Geschäftsführung ein sehr angenehmer Pub mit selbstgebrautem bzw. lokalen Bier, gutem Essen, Billard sowie einer Tischvariante von Curling.
Als wir ankommen läuft über die Monitore an der Decke die Banksy-Doku "Exit through the gift shop" und es sind kaum Plätze frei. Aus einem kleinen Feierabendbier wird dann ein Pitcher Scottish Dark Ale, weil es eben das Bier des Monats ist. Serviert wird in schicken Flaschen und Marmeladengläsern.
Später kommt das Gladiatorteam noch dazu und als ich zuhause bin, zeigt die Uhr 2:00.
Also nichts wie hin und zugeschaut. Leider hat das Rec Center keine Tribünen, sodass die Hälfte der Wettkämpfe nicht wirklich ersichtlich waren, aber unser Team hat sich ganz gut geschlagen.
Die Disziplinen:
Hüpfburg-Staffellauf. Eine riesige Jahrmarktshüpfburg mit etlichen Hindernissen musste möglichst schnell durchquert werden. Leider keine Fotos, da zu dunkel. Unser Team erreichte einen Gleichsstand und musste nochmals antreten, wo wir dann mit ca. 1/2 Sekunde vorsprung gewannen.
Tennis-Dodgeball - die mit Abstand härteste Disziplin. Es wusste übrigens keiner der Teilnehmer vorher um was es gehen würde. Es treten zwei Teams auf einem Hallendrittel gegeneinander an. Im Hallendrittel sind einige Hindernisse aufgebaut und überall sind blaue und rote Staffelstäbe verteilt. Ein Team muss versuchen so viele Stäbe wie möglich in einen von zwei Containern zu bringen. Dabei dürfen immer nur 2 Spieler auf dem Feld sein, die mit einem Vollschutzhelm ausgestattet sind. Das zweite Team versucht die Spieler nämlich währenddessen mit einer Ballwurfmaschine voller Tennisbälle abzuschießen. Wer getroffen wird, muss den Stab fallen lassen, zurück zum Start und den Helm an den nächsten weitergeben.
Danach gab es noch einen komplett abgedunkelten Raum in dem innerhalb eines Zeitlimits möglichst viele Tischtennisbälle gefunden werden mussten, ein Labyrinth zu durchqueren und zum Schluss mussten sich zwei der beiden konkurrierenden Teams mit großen Gummischlägern von einer Plattform schubsen. Das haben wir uns aber nur erzählen lassen, da es ohne gute Sicht und Licht zum Fotografieren nicht so spannend war wie erhofft.
Stattdessen sind wir zum Koerner's Pub auf dem Campus gelaufen. Bis letztes Jahr noch studentisch geführt, aufgrund eines Missgeschicks zwischenzeitlich ohne Schanklizenz und nun mit neuer Geschäftsführung ein sehr angenehmer Pub mit selbstgebrautem bzw. lokalen Bier, gutem Essen, Billard sowie einer Tischvariante von Curling.
Als wir ankommen läuft über die Monitore an der Decke die Banksy-Doku "Exit through the gift shop" und es sind kaum Plätze frei. Aus einem kleinen Feierabendbier wird dann ein Pitcher Scottish Dark Ale, weil es eben das Bier des Monats ist. Serviert wird in schicken Flaschen und Marmeladengläsern.
Später kommt das Gladiatorteam noch dazu und als ich zuhause bin, zeigt die Uhr 2:00.
Mittwoch, 15. Januar 2014
Wohnheimparties
Luisa aus Dänemark hat heute Geburtstag und zu sich ins Wohnheim eingeladen. Ab 19:00 ist eröffnet, es gibt Kuchen, Wein und Bier. Also alles im Rahmen.
Die Zahl der Gäste steigt und steigt, aber man kann immerhin noch einen Weg zum Kühlschrank oder Badezimmer finden, wenn eines von beiden nötig ist. Abgesehen von 2 Kanadiern treffe ich Australier, Neuseeländer, Schotten, Iren, Italiener und wahrscheinlich noch mehr von deren Herkunft ich nichts erfahre.
Die Kanadier sind etwas neidisch, als sie erfahren wie man in Europa so Silvester feiert.
Gegen 21:00 sind ca. 50 Leute in der Wohnung und es ist mollig warm. Noch ist Bier da, aber die meisten wollen eh in den Pit, den UBC-eigenen Club, der nur Mittwochs geöffnet ist. Genauer gesagt ist, das der Essensraum der Burgerbude im Student Union Building, wo man normalerweise sein Mittagessen findet, aber die Idee beide Nutzungen zuzulassen finde ich gut. Die Meisten wollen sich gegen 22:00 auf den Weg machen.
Um 21:30 steht ein Mitarbeiter der Wohnheimsverwaltung, der von Alter und Kleidung unter den Partygästen nicht auffallen würde, vor der Tür und spricht mit der Gastgeberin.
Partys sind im Wohnheim grundsätzlich zwar erlaubt, allerdings muss man diese am Wochenende anmelden. Gut. Ist ja Mittwoch.
Ja, aber unter der Woche darf das nicht länger als bis 22:00 gehen. Kein Problem, ist ja noch ne halbe Stunde und dann gehen eh alle zum Pit.
Naja, aber es dürfen auch nicht mehr als 30 sein. Also bitte, macht euch jetzt schon auf den Weg.
Effekt der ganzen Sache: 50 Leute stehen nun auf der Straße vor dem Haus und machen weitaus mehr Krach als vorher, weil irgendwie Wände und Dach als Schallisolierung fehlen. Ein Kanadier der in einer WG ca. 200 m weiter wohnt, erzählt noch, dass die Polizei hier, wenn sie denn kommen würde, einen nur ermahnt ab jetzt bitte ein bisschen leiser zu sein.
Klingt gut.
Die Zahl der Gäste steigt und steigt, aber man kann immerhin noch einen Weg zum Kühlschrank oder Badezimmer finden, wenn eines von beiden nötig ist. Abgesehen von 2 Kanadiern treffe ich Australier, Neuseeländer, Schotten, Iren, Italiener und wahrscheinlich noch mehr von deren Herkunft ich nichts erfahre.
Die Kanadier sind etwas neidisch, als sie erfahren wie man in Europa so Silvester feiert.
Gegen 21:00 sind ca. 50 Leute in der Wohnung und es ist mollig warm. Noch ist Bier da, aber die meisten wollen eh in den Pit, den UBC-eigenen Club, der nur Mittwochs geöffnet ist. Genauer gesagt ist, das der Essensraum der Burgerbude im Student Union Building, wo man normalerweise sein Mittagessen findet, aber die Idee beide Nutzungen zuzulassen finde ich gut. Die Meisten wollen sich gegen 22:00 auf den Weg machen.
Um 21:30 steht ein Mitarbeiter der Wohnheimsverwaltung, der von Alter und Kleidung unter den Partygästen nicht auffallen würde, vor der Tür und spricht mit der Gastgeberin.
Partys sind im Wohnheim grundsätzlich zwar erlaubt, allerdings muss man diese am Wochenende anmelden. Gut. Ist ja Mittwoch.
Ja, aber unter der Woche darf das nicht länger als bis 22:00 gehen. Kein Problem, ist ja noch ne halbe Stunde und dann gehen eh alle zum Pit.
Naja, aber es dürfen auch nicht mehr als 30 sein. Also bitte, macht euch jetzt schon auf den Weg.
Effekt der ganzen Sache: 50 Leute stehen nun auf der Straße vor dem Haus und machen weitaus mehr Krach als vorher, weil irgendwie Wände und Dach als Schallisolierung fehlen. Ein Kanadier der in einer WG ca. 200 m weiter wohnt, erzählt noch, dass die Polizei hier, wenn sie denn kommen würde, einen nur ermahnt ab jetzt bitte ein bisschen leiser zu sein.
Klingt gut.
Dienstag, 7. Januar 2014
Studentenwohnung III
Gestern Abend gegen 22:00 kam dann doch noch Liheng aus China an und wir haben uns ganz gut unterhalten. Er ist im letzten Bachelorsemester seines Landschaftsarchitektur/-planungsstudium.
Gegen 0:00 ins Bett und gegen 1:00 wieder aufgewacht, weil Liheng und Mathias diskutieren, wie er wieder in sein Zimmer kommt, aus dem er sich gerade ausgeschlossen hat.
Von der Wohnheimsverwaltung bekommt Liheng einen Ersatzschlüssel, der leider zu meinem Zimmer gehört. Also muss er nochmal vorbei gehen und bekommt dann endlich den richtigen Schlüssel. Inzwischen ist es 2:00 und ich versuche wieder einzuschlafen.
Beim Frühstück treffe ich noch kurz Joe, der irgendwann in der Nacht aufgetaucht ist und gerade sein Taxi zum Flughafen besteigt, und Mathias der sich auf den Weg zum Unterricht macht. Da es hier keinen Wasserkocher gibt und ich alle Töpfe nach ihrem Aussehen dem Geschirrspüler zugeordnet habe, heute Frühstück ohne Tee.
Einiges im Labor organisiert und es geht voran; Ein gutes Gefühl nach so vielen, zwar auch schönen, aber unproduktiven Tagen. Zum Mittagessen treffe ich die anderen Deutschen am Institut, Wolfgang, Luisa, Sebastian und Sebastian. Wolfgang und Sebastian sind nur noch knapp 3 Monate hier, während Luisa ihren Post-Doc hier macht und Sebastian 2 gerade seinen Master hier anfängt. Wir finden eine fast an deutsche Mensen erinnernde Küche in einem der Wohnheime und haben ein sehr angenehmes Mittagsmahl.
Es regnet übrigens seit gestern Nacht und soll sich die nächsten 5 Tage auch nicht ändern. Man vergleiche Berlin und Vancouver:
Nachdem ich Einkäufe und Wunderlich'sches Pake (vielen Dank! :) ) aus der Stadt geholt habe, treffe ich zuhause Eric, der gerade ankommt. Eric studiert Informatik, ist Koreaner und auch nur noch diesen Term hier. Danach gehts zurück. Ich habe Geschirrspülmittel gekauft und den Spüler angeworfen, da bekomme ich von Eric zu hören, dass das seit er hier wohnt noch nie passiert ist. Genau so sah es auch aus, möchte man antworten, aber das verkneife ich mir dann doch. Eric kocht gerne und freut sich schon ab und zu mit anderen zusammen zu kochen.
Weder Liheng noch Mathias habe ich heute Abend zu Gesicht bekommen. Draußen wird gekifft. Bonnie erklärte mir bei meinem Umzug, dass das in Kanada wohl verboten ist, es aber keine Strafen gibt und deswegen Konsum und Besitz durchweg toleriert werden. Es gibt am 20. Juli auch soetwas wie eine Hanfparade.
Naja, da bin ich ja nicht hier ;)
Gegen 0:00 ins Bett und gegen 1:00 wieder aufgewacht, weil Liheng und Mathias diskutieren, wie er wieder in sein Zimmer kommt, aus dem er sich gerade ausgeschlossen hat.
Von der Wohnheimsverwaltung bekommt Liheng einen Ersatzschlüssel, der leider zu meinem Zimmer gehört. Also muss er nochmal vorbei gehen und bekommt dann endlich den richtigen Schlüssel. Inzwischen ist es 2:00 und ich versuche wieder einzuschlafen.
Beim Frühstück treffe ich noch kurz Joe, der irgendwann in der Nacht aufgetaucht ist und gerade sein Taxi zum Flughafen besteigt, und Mathias der sich auf den Weg zum Unterricht macht. Da es hier keinen Wasserkocher gibt und ich alle Töpfe nach ihrem Aussehen dem Geschirrspüler zugeordnet habe, heute Frühstück ohne Tee.
Einiges im Labor organisiert und es geht voran; Ein gutes Gefühl nach so vielen, zwar auch schönen, aber unproduktiven Tagen. Zum Mittagessen treffe ich die anderen Deutschen am Institut, Wolfgang, Luisa, Sebastian und Sebastian. Wolfgang und Sebastian sind nur noch knapp 3 Monate hier, während Luisa ihren Post-Doc hier macht und Sebastian 2 gerade seinen Master hier anfängt. Wir finden eine fast an deutsche Mensen erinnernde Küche in einem der Wohnheime und haben ein sehr angenehmes Mittagsmahl.
Es regnet übrigens seit gestern Nacht und soll sich die nächsten 5 Tage auch nicht ändern. Man vergleiche Berlin und Vancouver:
Nachdem ich Einkäufe und Wunderlich'sches Pake (vielen Dank! :) ) aus der Stadt geholt habe, treffe ich zuhause Eric, der gerade ankommt. Eric studiert Informatik, ist Koreaner und auch nur noch diesen Term hier. Danach gehts zurück. Ich habe Geschirrspülmittel gekauft und den Spüler angeworfen, da bekomme ich von Eric zu hören, dass das seit er hier wohnt noch nie passiert ist. Genau so sah es auch aus, möchte man antworten, aber das verkneife ich mir dann doch. Eric kocht gerne und freut sich schon ab und zu mit anderen zusammen zu kochen.
Weder Liheng noch Mathias habe ich heute Abend zu Gesicht bekommen. Draußen wird gekifft. Bonnie erklärte mir bei meinem Umzug, dass das in Kanada wohl verboten ist, es aber keine Strafen gibt und deswegen Konsum und Besitz durchweg toleriert werden. Es gibt am 20. Juli auch soetwas wie eine Hanfparade.
Naja, da bin ich ja nicht hier ;)
Montag, 6. Januar 2014
Studentenwohnung II / International Student Welcome
Mathias beim Frühstück kurz gesehen, während er aus dem Bad wieder in sein Zimmer ging.
Ins Labor, Planung gemacht, Chemikalien bestellt, Lieferung abgeholt. Beim Mittagessen versucht den zuständigen Mitarbeiter fürs Semesterticket zu bekommen. Leider in einem Meeting, aber ich kann ihm ja eine Mail schreiben. Mehrere Mails erledigt die eh anstanden.
Um 15:30 war International Student Welcome im Asia Center am anderen Ende vom Campus. Super Gelegenheit sich mal etwas genauer auf dem Campus umzusehen und das Asia Center klingt sowieso interessant. Jeder bekommt beim Eingang einen UBC-Stick (siehe Bild) mit wichtigen Informationen und Erklärbärvideos.
Erwartet werden 240 Studenten; es kommen ca. 120. Nachdem wir eine halbe Stunde gewartet haben, geht es auch schon los. Wie man einen Kurs bucht, was man mit der Krankenversicherung alles bekommt, warum man betrunken keinen Sex haben darf. All so wichtige Sachen. (Kanadisches Recht sieht vor, dass vor dem Sex eine Einwilligung bestehen muss und diese kann man betrunken nicht geben.)
Bis die ganze Show startete habe ich schon zwei Holländer (Namen schon wieder vergessen), David (Chinese), Victoria (Australierin) und Günther den Spanier kennen gelernt.
Wir bekommen den sehr mütterlichen Hinweis, dass wir während unseres Aufenthalts zwar auch die Gegend erleben und Spaß haben sollen, darunter aber auf keinen Fall unsere Studienleistungen leiden sollten. Wir sollten schließlich daran denken, warum wir hier sind...
Am Ende gibt es auch einen kleinen von Studenten organisierten Teil der die Leute ein bisschen durcheinander mischt und zum kennen lernen anregt. Im Anschluss ist Pizza angekündigt.
Leider sind es so viele Namen, dass man viele gleich wieder vergisst. Ich sehe einen weiteren Holländer wieder, den ich gestern schon beim Schlüssel abholen getroffen habe. Ansonsten noch 6 Italiener, die alle von der selben Uni kommen, sich aber größtenteils erst hier kennen gelernt haben, 3 Däninnen (komisches Wort) und eine Französin. Bis auf die Australierin wohnen eigentlich alle im selben Wohnheim wie ich. Scheint die Austauschstudentenablage zu sein ;)
Es gibt allerdings von 120 nur ca. 10-20 Studenten, die 6 Monate oder länger bleiben. Die meisten kommen nur für diesen Term, also 4 Monate.
Die Gesprächsrunden werden beendet, die Pizzen sind in Wirklichkeit Sandwiches von Subway. Dazu gibt es Wasser. Gegen 19:00 gehen alle nach Hause.
Meine Erkenntnis aus den Gesprächen: Ich bin verdammt froh, keine Kurse mehr belegen zu müssen.
Zuhause angekommen, scheint nur Mathias da zu sein. Seine Jacke hängt im Flur, aber das ganze Haus ist dunkel. Kein Neuzugang und auch Joe, der auf der Couch pennen wollte, ist nicht da.
Immerhin soll am Mittwoch Eric, der informatikstudierende Chinese, mit dem Router kommen..
Zum Abschluss Eindrücke aus der WG: Komisches Duschgel, meine scheinbar wütende Zimmertür und sachdienliche Hinweise der Wohnheimleitung am frisch geputzten Zimmer.
Ins Labor, Planung gemacht, Chemikalien bestellt, Lieferung abgeholt. Beim Mittagessen versucht den zuständigen Mitarbeiter fürs Semesterticket zu bekommen. Leider in einem Meeting, aber ich kann ihm ja eine Mail schreiben. Mehrere Mails erledigt die eh anstanden.
Um 15:30 war International Student Welcome im Asia Center am anderen Ende vom Campus. Super Gelegenheit sich mal etwas genauer auf dem Campus umzusehen und das Asia Center klingt sowieso interessant. Jeder bekommt beim Eingang einen UBC-Stick (siehe Bild) mit wichtigen Informationen und Erklärbärvideos.
Erwartet werden 240 Studenten; es kommen ca. 120. Nachdem wir eine halbe Stunde gewartet haben, geht es auch schon los. Wie man einen Kurs bucht, was man mit der Krankenversicherung alles bekommt, warum man betrunken keinen Sex haben darf. All so wichtige Sachen. (Kanadisches Recht sieht vor, dass vor dem Sex eine Einwilligung bestehen muss und diese kann man betrunken nicht geben.)
Bis die ganze Show startete habe ich schon zwei Holländer (Namen schon wieder vergessen), David (Chinese), Victoria (Australierin) und Günther den Spanier kennen gelernt.
Wir bekommen den sehr mütterlichen Hinweis, dass wir während unseres Aufenthalts zwar auch die Gegend erleben und Spaß haben sollen, darunter aber auf keinen Fall unsere Studienleistungen leiden sollten. Wir sollten schließlich daran denken, warum wir hier sind...
Am Ende gibt es auch einen kleinen von Studenten organisierten Teil der die Leute ein bisschen durcheinander mischt und zum kennen lernen anregt. Im Anschluss ist Pizza angekündigt.
Leider sind es so viele Namen, dass man viele gleich wieder vergisst. Ich sehe einen weiteren Holländer wieder, den ich gestern schon beim Schlüssel abholen getroffen habe. Ansonsten noch 6 Italiener, die alle von der selben Uni kommen, sich aber größtenteils erst hier kennen gelernt haben, 3 Däninnen (komisches Wort) und eine Französin. Bis auf die Australierin wohnen eigentlich alle im selben Wohnheim wie ich. Scheint die Austauschstudentenablage zu sein ;)
Es gibt allerdings von 120 nur ca. 10-20 Studenten, die 6 Monate oder länger bleiben. Die meisten kommen nur für diesen Term, also 4 Monate.
Die Gesprächsrunden werden beendet, die Pizzen sind in Wirklichkeit Sandwiches von Subway. Dazu gibt es Wasser. Gegen 19:00 gehen alle nach Hause.
Meine Erkenntnis aus den Gesprächen: Ich bin verdammt froh, keine Kurse mehr belegen zu müssen.
Zuhause angekommen, scheint nur Mathias da zu sein. Seine Jacke hängt im Flur, aber das ganze Haus ist dunkel. Kein Neuzugang und auch Joe, der auf der Couch pennen wollte, ist nicht da.
Immerhin soll am Mittwoch Eric, der informatikstudierende Chinese, mit dem Router kommen..
Zum Abschluss Eindrücke aus der WG: Komisches Duschgel, meine scheinbar wütende Zimmertür und sachdienliche Hinweise der Wohnheimleitung am frisch geputzten Zimmer.
Sonntag, 5. Januar 2014
Studentenwohnung
Bin heute also umgezogen. Ins "Wohnheim", besser bekannt als Reihenhaussiedlung.
Im Commonsblock der Siedlung habe ich meine Schlüssel, Waschkarte und gegen $ 1.00 Gebühr ein Netzwerkkabel bekommen. Wlan gibt es in den Wohnungen nicht, aber wir setzen bestimmt noch eins auf.
Zurück in der alten Wohnung wurde der Koffer immer voller, obwohl noch längst nicht alles gepackt war, hat dann aber doch irgendwie gepasst. War ja extra für den Umzug noch bei Ikea Bettdecke, Kissen und Bezüge kaufen, eine Zusatztasche gab es also schon und ich wollte nicht noch mehr schleppen. Bonnie hat mich netterweise rübergefahren, sodass ich mich nicht durch den Bus quälen musste.
Bei Ankunft war die Wohnung leer. Mein Zimmer ist ca. 3 mal so groß wie das bei Bonnie, bietet aber erstaunlich weniger Stauraum aufgrund fehlender Möbel. 4 Regalbretter, ein kleiner Nachttisch und der Schreibtisch mit 3 Schubladen. Das wars. Eine Kleiderschranknische mit Garderobe aber ohne Kleiderbügel. Der Schreibtisch stand zuerst in der Ecke neben der Tür, was angenehmer aussah, aber da die Netzwerkdose am Fenster ist, habe ich erstmal umgeräumt.
Inzwischen ist Mathias angekommen, hat 10 L Bier für nächsten Monat angesetzt und sich schlafen gelegt. Eric kommt erst am Mittwoch, weil der Flug dann billiger war und was mit dem 4. Mitbewohner ist, weiß keiner.
Die Wohnung erstreckt sich über zwei Geschosse mit je einem Bad. Dusche gibt es jedoch nur oben. Unten sind Küche/Wohnzimmer und Mathias' Zimmer, wohingegen oben die anderen drei einigermaßen gleich großen Zimmer sind. Die gesamte Wohnung ist sehr kalt eingerichtet, aber das werden wir schon noch ändern. In der Küche gibt es alles, was man braucht und mein vorheriger Zimmerbewohner hat einige Tees übrig gelassen, die er nicht mitnehmen wollte.
Gerade sehe ich von meinem Fenster aus einen sehr schönen Sonnenuntergang, für Meerblick sind wir allerdings nicht hoch genug.
Mal sehen was heute abend noch geplant ist, ich werde jetzt mal kochen.
Im Commonsblock der Siedlung habe ich meine Schlüssel, Waschkarte und gegen $ 1.00 Gebühr ein Netzwerkkabel bekommen. Wlan gibt es in den Wohnungen nicht, aber wir setzen bestimmt noch eins auf.
Zurück in der alten Wohnung wurde der Koffer immer voller, obwohl noch längst nicht alles gepackt war, hat dann aber doch irgendwie gepasst. War ja extra für den Umzug noch bei Ikea Bettdecke, Kissen und Bezüge kaufen, eine Zusatztasche gab es also schon und ich wollte nicht noch mehr schleppen. Bonnie hat mich netterweise rübergefahren, sodass ich mich nicht durch den Bus quälen musste.
Bei Ankunft war die Wohnung leer. Mein Zimmer ist ca. 3 mal so groß wie das bei Bonnie, bietet aber erstaunlich weniger Stauraum aufgrund fehlender Möbel. 4 Regalbretter, ein kleiner Nachttisch und der Schreibtisch mit 3 Schubladen. Das wars. Eine Kleiderschranknische mit Garderobe aber ohne Kleiderbügel. Der Schreibtisch stand zuerst in der Ecke neben der Tür, was angenehmer aussah, aber da die Netzwerkdose am Fenster ist, habe ich erstmal umgeräumt.
Inzwischen ist Mathias angekommen, hat 10 L Bier für nächsten Monat angesetzt und sich schlafen gelegt. Eric kommt erst am Mittwoch, weil der Flug dann billiger war und was mit dem 4. Mitbewohner ist, weiß keiner.
Die Wohnung erstreckt sich über zwei Geschosse mit je einem Bad. Dusche gibt es jedoch nur oben. Unten sind Küche/Wohnzimmer und Mathias' Zimmer, wohingegen oben die anderen drei einigermaßen gleich großen Zimmer sind. Die gesamte Wohnung ist sehr kalt eingerichtet, aber das werden wir schon noch ändern. In der Küche gibt es alles, was man braucht und mein vorheriger Zimmerbewohner hat einige Tees übrig gelassen, die er nicht mitnehmen wollte.
Gerade sehe ich von meinem Fenster aus einen sehr schönen Sonnenuntergang, für Meerblick sind wir allerdings nicht hoch genug.
Mal sehen was heute abend noch geplant ist, ich werde jetzt mal kochen.
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