Der gemeine Student an sich ist ja faul.
Deswegen verwundert es weder Soziologen noch Archäologen (insbesondere die Anhänger der Primaten- und Schlachtfeldarchäologie), dass gerade in Studenten-WGs immer wieder Fossilien und Versteinerungen in der Spüle zu finden sind.
Diese geben den Experten, die sich aufgrund ihrer fortgeschrittenen Erfahrung meist nicht mehr selbst an diese Zeit erinnern können, Aufschluss über die gesamte Nahrungsversorgung eines Studienabschnittes und lassen anhand der verschiedenen Schichten auch Rückschlüsse auf die sozialen Aktivitäten zu.
Insbesondere im Partysediment wird dabei statt der C-14-Methode auf die Altersklassifizierung per Volumenanteil Alkohol zurückgegriffen.
Bei jüngeren Ablagerungen kann auch die Expertise eines Forensikers die genaue Untersuchung erleichtern.
Ein Aspekt, der Forscher und Marketingabteilungen bis heute jedoch stutzig macht, ist die, dem allgemein aufgeschlossenen Verhalten gegenüber neuen Technologien (Smartphone, Spielekonsolen, Tablets, Facebook, Twitter, Snapchat und Pizzalieferservices seien hier nur als Beispiele genannt) entgegenstehende, Ablehnung eine Spülmaschine zu benutzen.
Im allgemeinen mag die finanzielle Situation der Anschaffung eines solchen Geräts - sehr zur Erleichterung der Archäologen - entgegen stehen, doch auch in Wohnheimen oder Wohnungen, die ein solches Gerät anbieten, sieht sich der Großteil der Studentenschaft nicht in der Lage dieses zu benutzen.
Ob der Grund dafür in der abstoßenden Wirkung von Hausarbeit oder im lebensursprünglichen Wunsch der Nachwelt etwas zu hinterlassen zu finden ist, bleibt dem Autor bisher verborgen.
Ich lobe hiermit jedoch eine Packung Spülmaschinenreiniger für die erste Bachelorarbeit aus, die dieses Thema umfassend erörtert.
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