Plan: Einen Tag
in Toronto verbringen, im Hotel übernachten und Donnerstag abend mit dem ViaRail Zug "The Canadian" nach Vancouver fahren.
Amins Freund
Mahdi (mittig im Bild) zieht von London, Ontario, zurück nach Vancouver und will sich uns
anschließen. Er bevorzugt Wolkenkratzer und große Städte, fühlt sich in den Straßenschluchten Torontos am Wohlsten.
Das über
hotel.com gebuchte Holday Inn Express klärt uns bei Ankunft darüber auf, dass
unsere Anfrage ein drittes Bett ins Zimmer zu stellen nicht übermittelt wurde
und aufgrund der Brandschutzbestimmungen auch nicht umgesetzt werden kann.
Außerdem sei jedes Hotel in Downtown ausgebucht und ein zweites Zimmer könne
man uns damit auch nicht anbieten.
Man gesteht
freundlicherweise weitere Kissen und Decken zu, sodass einer von uns auf dem
Boden schlafen kann.
Abendessen mit
Amins Cousin dritten Grades (oder so ähnlich, in Farsi gibt es ein Wort dafür)
und seiner Frau. Beim Cousin zuhause sitzt dessen Sohn vorm 50" TV und schaut NBA HD Dallas Mavericks vs. San Antonio Spurs, kommt deswegen auch nicht mit zum Essen.
Bei Rückkehr ins Hotel ist Mahdi auch eingetroffen und kurz
davor einen Flug zu buchen, weil alles viel zu anstrengend ist. Nach einiger
Überzeugungsarbeit seitens Amins bleibt er aber doch.
Tagesprogramm: Mahdis Mietwagen wegbringen, mit der U-Bahn nach Chinatown, dann UFT (University of Toronto) und
natürlich CN Tower. Später Abendessen im Hard Rock Café.
U-Bahn
Chinatown besteht quasi nur aus einem Block, ist aber ganz nett anzusehen.
Dieses Gebäude und viele andere Teile des UFT Campus sind laut Mahdi exakte Nachbauten des MIT Campus' und deswegen ist die UFT sowieso doof.
In der Weltstadt Toronto, modern und aufstrebend, bedienen die Straßenbahnfahrer die Weichen übrigens noch von Hand.
Zwischen UFT und CN Tower kommt man noch an so mancher schönen Stelle vorbei.
Dann ist er da, der CN Tower. Höher als der Fernsehturm, schnellere Aufzüge und natürlich auch ein Restaurant - aber der Blick auf Berlin ist eben doch schöner.
Oben gibt es zwei Aussichtsplattformen. Eine mit und eine ohne Glasscheiben. Dann kann man für weitere $ 13 noch einen Aufzug nach oben nehmen und sieht von dort noch etwas mehr.
Aufzugsschacht
Der arme Fensterputzer
Da unten ist der Bahnhof - und Spiderman ist auf der Scheibe nicht erlaubt.
Die fensterlose Plattform zeigt sich naturgemäß etwas windiger.
Gegen Nachmittag
schonmal kurz am Bahnhof vorbeigeschaut und festgestellt, dass die Abfahrt von
22:00 auf 01:30 verschoben wurde. ViaRail-Mitarbeiter 1 am Gate sagt, dass es
also ausreichend wäre gegen 0:30 wieder zu kommen. Bei der Gepäckabgabe nochmal
nachgefragt, um sicher zu gehen, welche Gepäckstücke mit ins Abteil dürfen. Dabei erzählt ViaRail-Mitarbeiter 2, dass die Gepäckabgabe trotz verspäteter
Abfahrt bis um 22:00 passiert sein muss.
Im Hard Rock Cafe gibt es Burger und Steam Whistle Bier. Als Beilage Rock und nette Gitarren an der Wand.
Danach also zurück ins Hotel, Koffer abgeholt und per Taxi zum Bahnhof. $ 8
für die Fahrt und $ 20 Frachtzuschlag, weil wegen Mahdis 6 Koffern ein
Großraumtaxi nötig ist.
Angekommen am
Bahnhof, teilt man uns mit, dass der Zug noch immer auf der Strecke nach
Toronto ist und erst am nächsten Morgen um 8:00 abfahren wird. Nach weiterer
Diskussion mit Mahdi, ob ein Flug gebucht wird, werden die Koffer abgegeben,
Gewicht umverteilt und dann in der Businesslounge gewartet bis ViaRail ein
Hotelzimmer für drei gefunden hat und Toronto um 8 Stunden verlängert wird.
Die Nacht wird im
Fairmont Royal Yorck Hotel in der Deluxe Suite verbracht. Es gibt einen 60“ TV
und samtweiche Betten. Der 0,2 L Apfelsaft aus dem Kühlschrank kostet
allerdings $ 11.98, WLan hätte $ 15 plus Steuern extra gekostet und sie haben
die Matrix geändert, sodass hinter unserem Fenster eine Wand wartet.
Aber wir
bekommen einen Wäschesack, damit Amin seine Klamotten mit in den Zug nehmen kann.


























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