Prüfungszeit.
Meine Mitbewohner sitzen noch mehr als sonst nur in ihren Zimmern und die Ruhezeiten im Wohnheim wurden auf 18:00 bis 7:00 ausgedehnt.
Mehr Fastfoodabfälle in der Küche und mehr Energydrinks im Kühlschrank.
Prüfung bzw. finale Hausaufgabe des Fotokurses waren 5 Abzüge von Fotos/Bildern zu einem Thema unserer Wahl. Werden nachgereicht sobald von Manuel unserem Prof zurückgegeben.
Dieser hat letzten Mittwoch zu einem Vortrag eingeladen, den er vor der versammelten Professorenschaft des "Art History and Visual Arts" Instituts gehalten hat.
Wer früh erscheint, bekommt gute Plätze und kann den anderen Profs dabei zuhören, wie sie sich über "die Studenten" beschweren.
Vortragsthema: Wie Kunstgedanke und Fotografie in den Kursen besser vermittelt werden können; wie sich die Lehre neu definieren kann.
Sehr interessant. Leider zerfleischen sich die anderen anwesenden Profs gegenseitig an der Diskussion was eigentlich in der modernen Fotografie/Videografie (Stichworte Selfies, Twitter, Instagram usw) als Kunst gesehen werden kann und ob Fotografie sich überhaupt neu definieren muss. Dadurch wird das eigentliche Thema gar nicht beachtet, was Manuel natürlich etwas enttäuscht, wie er mir im kurzen Gespräch nach dem Vortrag bestätigt.
Da sind noch viele Diskussionen notwendig, sagt er.
Schade.
Immerhin geht einer das Thema an. Sollte in allen Instituten Pflicht sein.
Zurück zum Wohnheim.
Für Mai und die folgenden Monate hat man mir eine Ein-Zimmer-Wohnung im neusten Wohnheim auf dem Campus angeboten. Bei lächerlichen $ 991.86 pro Monat habe ich dann aber doch dankend abgelehnt und bleibe hier in der Reihenhaussiedlung.
Vögel.
Auf dem Rückweg vom Vortrag sitzt mitten auf der Straße ein kleiner Vogel, der sich kaum bewegt. Kurzerhand ins Beet am Straßenrand gesetzt und 2 Stunden später beim Weg zum Mittagessen nicht mehr wiedergesehen. Auch nicht als Straßenbelag.
Diesen Samstag auf dem Weg zum nördlichsten der UBC Strände auf eine der vielen Krähen getroffen, die, überrascht von meinem Erscheinen, stehen bleibt und dann erst bei sehr geringem Abstand um mich herum hüpft.
Schilder.
Street Art in Form von Straßenschildverbesserungen ist hier wie in Berlin auch sehr populär.
Auf dem Weg zum Student Union Building mit all seinen Imbissen und Restaurants bewachen zwei RedBull-Engel den Zebrastreifen.
Und auch dieses Hinweisschild sieht mit Geschwindigkeitsstreifen doch gleich viel eindringlicher aus.
Andernorts erinnert der Aufdruck eines Papiers an die Vergesslichkeit des vorherigen Besitzers.
Himmel.
Mal ein paar andere Perspektiven von meinem Büro aus.
Wandern und Party.
Gestern feierten zwei Kollegen ihren Geburtstag zusammen, was dank der Einladung "Bringt ein Bier mit, das wir noch nicht kennen." mit sehr vielen interessanten Biersorten und typisch kanadischer Poutine in allen Geschmacksrichtungen ausartete.
Dank Frankie nun Profi-Lachsfischer und Experte in Sachen Schrittzählarmbänder mit Internetverbindung.
Die Party fand ungefähr dort statt, wo meine Dezember'sche Wohnung lag, daher klang es nach einer guten Idee zum UBC Nordstrand zu laufen und dann den Strand entlang bis zur Party.
Auf dem Weg runter zum Strand. Schön geschwungene Wege, alles friedlich.
Bis auf Herbert. Herbert wurde scheinbar mal vom Blitz getroffen und liegt seitdem etwas neben sich quer überm Weg.
Bald kann man schon das Wasser sehen und hinter der nächsten Biegung kommt auch das obligatorische "This is an clothing optional beach"-Schild.
Dort wo die Treppe endet trifft man auf einen Wachtturm aus dem zweiten Weltkrieg mit standesgemäßer Besprühung. Gruselig, dass soetwas hier stehen musste.
Weiter den Strand entlang sonnt sich dieser Holzkopf von Triceratops wohl schon etwas zu lange.
An dieser Stelle sind etwa 1/3 des Weges bewältigt und ca. 1,5 h um. Also umgekehrt und doch einen Bus genommen.









































