Dank der unerschöpflichen Güte des Residence Managements darf weiterhin im selben Wohnheim gewohnt werden.
Da das jetzige Apartment allerdings renoviert werden solle (gute Idee), darf umgezogen werden.
Da der jetzige Vertrag bis Ende April lief, muss auch genau Ende April umgezogen werden und nicht erst ein paar Tage später (doofe Idee).
Da der Umzugstermin genau in der Woche der Konferenz liegt, muss das Zimmer also schon am Freitag den 25. sauber abgegeben werden und man darf dann bei Rückkehr ins neue Zimmer einziehen. Wo man das eigene Hab und Gut in der Zeit unterstellt? Zum Glück gibt es Arbeitskollegen.
2/3 Mitbewohnern wünschen viel Erfolg und alles Gute, Nr. 3 stellt zwei Tage später fest, dass man ja ausgezogen ist.
Schlüssel abgeben um 21 h, dann Bus und Skytrain zum Flughafen.
Wetter?
Es regnet. Was sonst?
Flug AC 182 nach Montreal.
Ein Airbus A320 - aber scheinbar in Luxusausstattung. Bequeme Sitze in der Economy Class und mehr Beinfreiheit als beim Flug von London nach Vancouver? Wo gibts denn sowas?
Mein Sitznachbar kontrolliert beim Einsteigen alles auf Funktion (Sonnenblende hoch, Sonnenblende runter; Tisch runter, Tisch hoch; Sitz vor, Sitz zurück, Gurt anlegen, Gurt öffnen...) und studiert eingehend den Evakuierungsplan. Stellt dabei fest, dass er doch nicht wie gewünscht direkt am Notausgang sitzt.
Flugangst?
Vielleicht.
Auf jeden Fall Verschwörungstheoretiker.
Erklärt seinem Freund eine Reihe weiter hinten, dass man die Flugnummer des verschwundenen Flugzeuges durch die Flugzeit in Stunden teilen solle. Damit erhält man "ungefähr" 51 und das sei der Hinweis darauf, dass sie das Flugzeug in Area 51 versteckt halten. Ich mutmaße nur, dass es um das Malaysische Flugzeug geht.
Bin versucht, ihm kurz nach dem Start "Es ist zu spät, sie haben dich gefunden" ins Ohr zu flüstern. Da er sich allerdings sofort seine Mütze bis ans Kinn über den Kopf zieht und einschläft, sowie seine Reaktion auf solch einen Spruch ungewiss ist, bleibt der Gedanke unausgeführt.
Schlafe ungefähr zwei Stunden, dann gibt es noch einen Schwarztee und später eine Cola (irgendwer muss dem Tomatensaftkonsum an Bord dieses Fluges ja Einhalt gebieten. Wieso schläft der Typ, wenn man ihn braucht? Das ist bestimmt die Genmaismafia..) bevor das Flugzeug sicher und unentführt in Montreal aufschlä.. äh -setzt.
Für $ 25 gibt es einen Mazda 3 von Enterprise, der zwar fünf Sitze bietet, dessen Kofferraum aber nur für unsere beiden Koffer geplant wurde.
Frühstück im Eggspectations mit Omlette und rustikaler Atmosphäre - sehr zu empfehlen!
Montreal zeigt sich mit Vancouver solidarisch und trägt den gesamten Tag Grau mit Wind und Regen. Wir besuchen Notre Dame und das historische Museum (nicht das Archäologische, da gibt es auch eine Ausstellung zur Geschichte Montreals) mit Zusatzausstellung "verruchtes Montreal" (frei übersetzt).
Trotz Regen sind die Statuen vor der Kirche so interessant, dass der Fahrer eines amerikanischen Reisebusses kurzerhand vor der Kirche die Straße blockiert, um aus dem Fenster heraus mit seinem Handy ein Foto zu schießen.
Amin nebst Gangster in der Sonderausstellung.
Außerdem geht es zum Hafen mit interessantem Schachtelhaus und Badeschiff und auf den Stadtberg Mt. Royal, der sich leider in Nebel hüllt.
Blickt man dann nach unten, erkennt man, dass das hier Quebec und nicht mehr - wie die Nummernschilder so schön verkünden - "Super Natural British Columbia" ist. Müll wohin man blickt. Das ist in Vancouver echt anders.
Abends treffen wir noch einen Freund von Amin, der hier studiert, fahren ein bisschen durch die Partymeile und bringen gegen 22:00 das Auto zurück zum Flughafen. Dann gehts zur Busstation von Megabus.
Abfahrt 0:15, Fahrtzeit 6 h.
Im Bus riecht es dauerhaft stark nach Marzipan, will sich hier jemand mit Bittermandeln vergiften?
Ca. 3 h Schlaf auf den knapp bemessenen Sitzen. Keine Getränke. Dann sind wir in Toronto.
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Montag, 28. April 2014
Montag, 14. April 2014
All die kleinen Dinge,
die in den letzten zwei Wochen so passiert sind. Zwischendurch viel Regen aber insgesamt wird es wärmer.
Prüfungszeit.
Meine Mitbewohner sitzen noch mehr als sonst nur in ihren Zimmern und die Ruhezeiten im Wohnheim wurden auf 18:00 bis 7:00 ausgedehnt.
Mehr Fastfoodabfälle in der Küche und mehr Energydrinks im Kühlschrank.
Prüfung bzw. finale Hausaufgabe des Fotokurses waren 5 Abzüge von Fotos/Bildern zu einem Thema unserer Wahl. Werden nachgereicht sobald von Manuel unserem Prof zurückgegeben.
Dieser hat letzten Mittwoch zu einem Vortrag eingeladen, den er vor der versammelten Professorenschaft des "Art History and Visual Arts" Instituts gehalten hat.
Wer früh erscheint, bekommt gute Plätze und kann den anderen Profs dabei zuhören, wie sie sich über "die Studenten" beschweren.
Vortragsthema: Wie Kunstgedanke und Fotografie in den Kursen besser vermittelt werden können; wie sich die Lehre neu definieren kann.
Sehr interessant. Leider zerfleischen sich die anderen anwesenden Profs gegenseitig an der Diskussion was eigentlich in der modernen Fotografie/Videografie (Stichworte Selfies, Twitter, Instagram usw) als Kunst gesehen werden kann und ob Fotografie sich überhaupt neu definieren muss. Dadurch wird das eigentliche Thema gar nicht beachtet, was Manuel natürlich etwas enttäuscht, wie er mir im kurzen Gespräch nach dem Vortrag bestätigt.
Da sind noch viele Diskussionen notwendig, sagt er.
Schade.
Immerhin geht einer das Thema an. Sollte in allen Instituten Pflicht sein.
Zurück zum Wohnheim.
Für Mai und die folgenden Monate hat man mir eine Ein-Zimmer-Wohnung im neusten Wohnheim auf dem Campus angeboten. Bei lächerlichen $ 991.86 pro Monat habe ich dann aber doch dankend abgelehnt und bleibe hier in der Reihenhaussiedlung.
Vögel.
Auf dem Rückweg vom Vortrag sitzt mitten auf der Straße ein kleiner Vogel, der sich kaum bewegt. Kurzerhand ins Beet am Straßenrand gesetzt und 2 Stunden später beim Weg zum Mittagessen nicht mehr wiedergesehen. Auch nicht als Straßenbelag.
Diesen Samstag auf dem Weg zum nördlichsten der UBC Strände auf eine der vielen Krähen getroffen, die, überrascht von meinem Erscheinen, stehen bleibt und dann erst bei sehr geringem Abstand um mich herum hüpft.
Schilder.
Street Art in Form von Straßenschildverbesserungen ist hier wie in Berlin auch sehr populär.
Auf dem Weg zum Student Union Building mit all seinen Imbissen und Restaurants bewachen zwei RedBull-Engel den Zebrastreifen.
Und auch dieses Hinweisschild sieht mit Geschwindigkeitsstreifen doch gleich viel eindringlicher aus.
Andernorts erinnert der Aufdruck eines Papiers an die Vergesslichkeit des vorherigen Besitzers.
Himmel.
Mal ein paar andere Perspektiven von meinem Büro aus.
Wandern und Party.
Gestern feierten zwei Kollegen ihren Geburtstag zusammen, was dank der Einladung "Bringt ein Bier mit, das wir noch nicht kennen." mit sehr vielen interessanten Biersorten und typisch kanadischer Poutine in allen Geschmacksrichtungen ausartete.
Dank Frankie nun Profi-Lachsfischer und Experte in Sachen Schrittzählarmbänder mit Internetverbindung.
Die Party fand ungefähr dort statt, wo meine Dezember'sche Wohnung lag, daher klang es nach einer guten Idee zum UBC Nordstrand zu laufen und dann den Strand entlang bis zur Party.
Auf dem Weg runter zum Strand. Schön geschwungene Wege, alles friedlich.
Bis auf Herbert. Herbert wurde scheinbar mal vom Blitz getroffen und liegt seitdem etwas neben sich quer überm Weg.
Bald kann man schon das Wasser sehen und hinter der nächsten Biegung kommt auch das obligatorische "This is an clothing optional beach"-Schild.
Dort wo die Treppe endet trifft man auf einen Wachtturm aus dem zweiten Weltkrieg mit standesgemäßer Besprühung. Gruselig, dass soetwas hier stehen musste.
Weiter den Strand entlang sonnt sich dieser Holzkopf von Triceratops wohl schon etwas zu lange.
An dieser Stelle sind etwa 1/3 des Weges bewältigt und ca. 1,5 h um. Also umgekehrt und doch einen Bus genommen.
Prüfungszeit.
Meine Mitbewohner sitzen noch mehr als sonst nur in ihren Zimmern und die Ruhezeiten im Wohnheim wurden auf 18:00 bis 7:00 ausgedehnt.
Mehr Fastfoodabfälle in der Küche und mehr Energydrinks im Kühlschrank.
Prüfung bzw. finale Hausaufgabe des Fotokurses waren 5 Abzüge von Fotos/Bildern zu einem Thema unserer Wahl. Werden nachgereicht sobald von Manuel unserem Prof zurückgegeben.
Dieser hat letzten Mittwoch zu einem Vortrag eingeladen, den er vor der versammelten Professorenschaft des "Art History and Visual Arts" Instituts gehalten hat.
Wer früh erscheint, bekommt gute Plätze und kann den anderen Profs dabei zuhören, wie sie sich über "die Studenten" beschweren.
Vortragsthema: Wie Kunstgedanke und Fotografie in den Kursen besser vermittelt werden können; wie sich die Lehre neu definieren kann.
Sehr interessant. Leider zerfleischen sich die anderen anwesenden Profs gegenseitig an der Diskussion was eigentlich in der modernen Fotografie/Videografie (Stichworte Selfies, Twitter, Instagram usw) als Kunst gesehen werden kann und ob Fotografie sich überhaupt neu definieren muss. Dadurch wird das eigentliche Thema gar nicht beachtet, was Manuel natürlich etwas enttäuscht, wie er mir im kurzen Gespräch nach dem Vortrag bestätigt.
Da sind noch viele Diskussionen notwendig, sagt er.
Schade.
Immerhin geht einer das Thema an. Sollte in allen Instituten Pflicht sein.
Zurück zum Wohnheim.
Für Mai und die folgenden Monate hat man mir eine Ein-Zimmer-Wohnung im neusten Wohnheim auf dem Campus angeboten. Bei lächerlichen $ 991.86 pro Monat habe ich dann aber doch dankend abgelehnt und bleibe hier in der Reihenhaussiedlung.
Vögel.
Auf dem Rückweg vom Vortrag sitzt mitten auf der Straße ein kleiner Vogel, der sich kaum bewegt. Kurzerhand ins Beet am Straßenrand gesetzt und 2 Stunden später beim Weg zum Mittagessen nicht mehr wiedergesehen. Auch nicht als Straßenbelag.
Diesen Samstag auf dem Weg zum nördlichsten der UBC Strände auf eine der vielen Krähen getroffen, die, überrascht von meinem Erscheinen, stehen bleibt und dann erst bei sehr geringem Abstand um mich herum hüpft.
Schilder.
Street Art in Form von Straßenschildverbesserungen ist hier wie in Berlin auch sehr populär.
Auf dem Weg zum Student Union Building mit all seinen Imbissen und Restaurants bewachen zwei RedBull-Engel den Zebrastreifen.
Und auch dieses Hinweisschild sieht mit Geschwindigkeitsstreifen doch gleich viel eindringlicher aus.
Andernorts erinnert der Aufdruck eines Papiers an die Vergesslichkeit des vorherigen Besitzers.
Himmel.
Mal ein paar andere Perspektiven von meinem Büro aus.
Wandern und Party.
Gestern feierten zwei Kollegen ihren Geburtstag zusammen, was dank der Einladung "Bringt ein Bier mit, das wir noch nicht kennen." mit sehr vielen interessanten Biersorten und typisch kanadischer Poutine in allen Geschmacksrichtungen ausartete.
Dank Frankie nun Profi-Lachsfischer und Experte in Sachen Schrittzählarmbänder mit Internetverbindung.
Die Party fand ungefähr dort statt, wo meine Dezember'sche Wohnung lag, daher klang es nach einer guten Idee zum UBC Nordstrand zu laufen und dann den Strand entlang bis zur Party.
Auf dem Weg runter zum Strand. Schön geschwungene Wege, alles friedlich.
Bis auf Herbert. Herbert wurde scheinbar mal vom Blitz getroffen und liegt seitdem etwas neben sich quer überm Weg.
Bald kann man schon das Wasser sehen und hinter der nächsten Biegung kommt auch das obligatorische "This is an clothing optional beach"-Schild.
Dort wo die Treppe endet trifft man auf einen Wachtturm aus dem zweiten Weltkrieg mit standesgemäßer Besprühung. Gruselig, dass soetwas hier stehen musste.
Weiter den Strand entlang sonnt sich dieser Holzkopf von Triceratops wohl schon etwas zu lange.
An dieser Stelle sind etwa 1/3 des Weges bewältigt und ca. 1,5 h um. Also umgekehrt und doch einen Bus genommen.
Donnerstag, 20. März 2014
Soeben endlich gebucht.
28.-31. März Nordlichtgucken in Whitehorse, Yukon.
Bus wäre nur halb so teuer gewesen wie fliegen. Dauert aber alleine auf dem Hinweg von Freitag 7:45 bis Sonntag 4:30 Uhr. Da ist dann nicht mehr viel mit Wochenende und Fotos machen.. Sorry Umwelt, sorry Geldbeutel.
Ausführlicher Bericht kommt dann in ca. 12 Tagen.
Heute um 10:00 Uhr kanadischer Zeit war übrigens persisches Neujahrsfest, Nouruz oder auch Frühlingsanfang.
Logischerweise gibt es hier eine große iranische Community, die dann auf der Main Mall auf dem Campus mit 3 Zelten, Musik, Tee, einem weiteren typischen Getränk, klassischer Tanzvorführung und viel guter Laune gefeiert hat. Jeder der vorbei kam, war herzlich eingeladen dazuzukommen und sich an Tee und Keksen zu bedienen.
Wichtigster Brauch ist der/die/das Haft Sin, eine Zusammenstellung von Sieben Dingen, deren Bezeichnung mit dem persischen S beginnt und die jeweils eine Bedeutung für das neue Jahr haben. Der persische Kalender geht nicht nach dem Mond sondern nach der Sonne und man ist gerade irgendwo im Jahre 1300-irgendwas. Es gibt wie im chinesischen Mondkalender 12 Tiere, die größtenteils mit den Chinesischen übereinstimmen. Wir befinden uns im Jahr des Pferdes.
Zu den Neujahrsfestivitäten gehören noch viele weitere Bräuche, dazu verweise ich aber einfach mal auf Wikipedia oder den nächsten Iraner, Afghanen oder Pakistani in eurer Nähe.
Während das Fest voll im Gange war, wurde der große Brunnen 2 Meter daneben abgeschaltet und von einem ziemlich unbeeindruckt herüber blickenden Mann im gelben Ölzeug per Kärcher gereinigt. Ein skurriles, aber sehr komisches Bild.
Gegen Abend ging es noch mit Sean durch den südlich des Campus' gelegenen Pacific Spirit National Park (so'n Waldstück da neben meinem Wohnheim ;) ) bis runter zum Strand und wieder zurück. Auf dem Weg zeigten sich auch zwei Adler und einige kleinere Vögel kamen im Wald bis auf einen Meter an uns heran. Ob die Fotos was geworden sind, wird sich allerdings erst nach der nächsten Session in der Dunkelkammer zeigen.
Sonntag, 23. Februar 2014
Schnee II
Freitag hatte man 7 °C und trockenes Wetter mit Sonnenschein. Der Gedanke Winter- gegen Lederjacke zu tauschen schien nicht all zu abwegig.
Samstag früh fing es an zu schneien, blieb jedoch kaum liegen. Also kein Grund zur Besorgnis. Schließlich ist der Winter für Vancouver ja schon vorbei.
Scheinbar als Anteilnahme an Kanadas Olympiagold im Eishockey hat sich der liebe Petrus allerdings dazu entschieden, es bis zum jetzigen Zeitpunkt durchschneien zu lassen - und es ist keine Veränderung in Sicht.
Wer also zu Beginn Kanada-Klischee-Fotos vermisst hat, könnte in den nächsten Tagen auf seine Kosten kommen. ;)
Samstag früh fing es an zu schneien, blieb jedoch kaum liegen. Also kein Grund zur Besorgnis. Schließlich ist der Winter für Vancouver ja schon vorbei.
Scheinbar als Anteilnahme an Kanadas Olympiagold im Eishockey hat sich der liebe Petrus allerdings dazu entschieden, es bis zum jetzigen Zeitpunkt durchschneien zu lassen - und es ist keine Veränderung in Sicht.
Wer also zu Beginn Kanada-Klischee-Fotos vermisst hat, könnte in den nächsten Tagen auf seine Kosten kommen. ;)
Donnerstag, 20. Februar 2014
Photograms - Nix da Insta
Hausaufgabe des Fotografiekurses:
Die sehr interessant geschriebene, aber irgendwie etwas deprimierende Kurzgeschichte Time, Again von Tim Maly lesen und mindestens 5 Photogramme zu irgendeiner Idee dazu erstellen. Diese können eine zeitliche Abfolge haben, zusammen ein großes Bild ergeben oder was einem auch immer in den Sinn kommt.
Photogramm heißt hierbei man erstellt mit Formen, Licht und Belichtungszeit ein Bild auf Fotopapier, was dann anschließend entwickelt wird (1:30 min Entwickler-, 10 sec Stopper-, 1 min Fixierlösung, 5 min Wasserbad, trocknen). Wir arbeiten also immernoch ohne Kamera, dürfen aber jederzeit die Dunkelkammer (was hier eher ein großer Klassenraum mit etlichen Gerätschaften und den entsprechenden Bädern fürs Fotopapier ist) benutzen.
Interessant ist, welchen Effekt das orange/gelbe Safe-Light auf die Digitalkamera meines Handys hat. Fokussieren wird nahezu unmöglich und auf dem Bild ist es deutlich röter als in Wirklichkeit.
Weiterer Nebeneffekt (insbesondere wenn man nur SW-Bilder produziert): Es kommt einem langsam alles schwarz-weiß vor.
Den Raum betritt man übrigens über eine Schleuse an deren Außentür man per Riegel kenntlich machen kann, ob jemand im Raum ist - also kein Licht durch die Schleuse in den Raum kommen soll, wenn andere Personen dazu kommen. Zum Glück habe ich den Riegel gesetzt und so stürmt nur kurz vor Schluss ein Mädel beide Türen gleichzeitig aufreißend in den Raum.
Nach ca. 3 h verlasse ich mit 14 Photogrammen die Dunkelkammer und stelle erstaunt fest, dass ich doch noch Farben sehen kann.
6 Motive, die jeweils unterschiedliche Szenarien aus der Geschichte darstellen, bis zu dreimal anders dargestellt. Das an sich wäre ok, der eigentliche Teil meiner Idee kommt jetzt.
Ein bisschen falten..
..ein bisschen Scotch (leider von der klebrigen Sorte)...
...was soll das werden? So? Oder so?
Nö. Noch ein bisschen Querverstrebung und man kann schon erkennen worauf das hinausläuft.
So. Laptop als Größenvergleich.
Die einzelnen Bilder stellen Szenerien aus der Geschichte dar. Verbunden durch das wiederkehrende Element der Zeitmaschine und zusammengestellt als Würfel. Die Maschine in der Geschichte ermöglicht es, jeden Moment und Ort jederzeit zu erreichen, es gibt keine logische Abfolge mehr, weil es die Möglichkeit gibt sich in alle Richtungen der Raum-Zeit zu bewegen. Der "Szenenwürfel" selbst als Darstellung der Raum-Zeit.
---
Nebenbei.
Dirk: Schau dir mal Top Gear Season 19 Episode 01 an, falls du es noch nicht hast. In den News gibt es das richtige Buch für dich.
Die sehr interessant geschriebene, aber irgendwie etwas deprimierende Kurzgeschichte Time, Again von Tim Maly lesen und mindestens 5 Photogramme zu irgendeiner Idee dazu erstellen. Diese können eine zeitliche Abfolge haben, zusammen ein großes Bild ergeben oder was einem auch immer in den Sinn kommt.
Photogramm heißt hierbei man erstellt mit Formen, Licht und Belichtungszeit ein Bild auf Fotopapier, was dann anschließend entwickelt wird (1:30 min Entwickler-, 10 sec Stopper-, 1 min Fixierlösung, 5 min Wasserbad, trocknen). Wir arbeiten also immernoch ohne Kamera, dürfen aber jederzeit die Dunkelkammer (was hier eher ein großer Klassenraum mit etlichen Gerätschaften und den entsprechenden Bädern fürs Fotopapier ist) benutzen.
Interessant ist, welchen Effekt das orange/gelbe Safe-Light auf die Digitalkamera meines Handys hat. Fokussieren wird nahezu unmöglich und auf dem Bild ist es deutlich röter als in Wirklichkeit.
Weiterer Nebeneffekt (insbesondere wenn man nur SW-Bilder produziert): Es kommt einem langsam alles schwarz-weiß vor.
Den Raum betritt man übrigens über eine Schleuse an deren Außentür man per Riegel kenntlich machen kann, ob jemand im Raum ist - also kein Licht durch die Schleuse in den Raum kommen soll, wenn andere Personen dazu kommen. Zum Glück habe ich den Riegel gesetzt und so stürmt nur kurz vor Schluss ein Mädel beide Türen gleichzeitig aufreißend in den Raum.
Nach ca. 3 h verlasse ich mit 14 Photogrammen die Dunkelkammer und stelle erstaunt fest, dass ich doch noch Farben sehen kann.
6 Motive, die jeweils unterschiedliche Szenarien aus der Geschichte darstellen, bis zu dreimal anders dargestellt. Das an sich wäre ok, der eigentliche Teil meiner Idee kommt jetzt.
Ein bisschen falten..
..ein bisschen Scotch (leider von der klebrigen Sorte)...
Nö. Noch ein bisschen Querverstrebung und man kann schon erkennen worauf das hinausläuft.
So. Laptop als Größenvergleich.
Die einzelnen Bilder stellen Szenerien aus der Geschichte dar. Verbunden durch das wiederkehrende Element der Zeitmaschine und zusammengestellt als Würfel. Die Maschine in der Geschichte ermöglicht es, jeden Moment und Ort jederzeit zu erreichen, es gibt keine logische Abfolge mehr, weil es die Möglichkeit gibt sich in alle Richtungen der Raum-Zeit zu bewegen. Der "Szenenwürfel" selbst als Darstellung der Raum-Zeit.
---
Nebenbei.
Dirk: Schau dir mal Top Gear Season 19 Episode 01 an, falls du es noch nicht hast. In den News gibt es das richtige Buch für dich.
Sonntag, 16. Februar 2014
10 Tage Roundup
Die letzte Woche war verdammt viel zu tun, deshalb jetzt hier ein paar Posts hintereinander um euch auf den aktuellen Stand zu bringen.
Donnerstag 6. Februar:
Nachdem mein Mitbewohner die Welt des Müslis entdeckt hat, sind wir abends alle zusammen (das sind Mathias, Liheng, Eric samt Freundin und ich) ca. 1h in die Stadt gefahren, um nahe Stanley Park das laut Liheng beste Ramen-Restaurant der Stadt zu testen.
Mit dieser Ankündigung erwartet man schickes Design, ein großes Gebäude und natürlich gutes Essen.
Vom guten Essen abgesehen - weit gefehlt. Kintaro ist ein kleiner Laden mit einem großen Tisch für ca 8 Personen und ca 4 weiteren 2-Personen-Tischchen am Rand. Der größte Teil des Restaurants wird von der offenen Küche eingenommen. Es gibt eine kleine aber ausreichende Auswahl an Miso Ramen und wenn ich diese Bewertung hier lese, bin ich froh, mich für das magere Fleisch entschieden zu haben (Die Fotos geben jedoch einen sehr guten Eindruck). Man kommt zum Essen hierher und zieht danach weiter, das Platzangebot sorgt dafür, dass immer jemand bereit steht um deinen Platz zu übernehmen, wenn du fertig bist. Dafür ist das Essen sehr gut, preiswert und man wird von den Portionen wirklich satt.
7. Februar:
Eigentlich am 15. Tag nach dem chinesischen Neujahrsfest, feiert die UBC eine ganze Woche zu früh das Lantern Festival. Man kauft diese großen Papierheißluftballon/Laternen, schreibt seine Wünsche fürs neue Jahr darauf und lässt sie dann gemeinsam mit allen anderen steigen.
Treffen 18:30, Start 19:00.
Mathias, Liheng und ich sind dann leider der falschen Information gefolgt und in den Rosengarten der UBC, wo uns gähnende Leere erwartete. Der Ort wurde wegen zu vieler Teilnehmer auf den nahegelegenen Strand Jericho Beach verlegt. Richtig. Da wo ich Dezembers noch wohnte. Also nah, aber trotzdem 20 min Bus von uns aus. Wir konnten also nur noch von etwas weiter weg die Laternen steigen sehen und sind dann stattdessen lecker Fish&Chips essen gegangen. Ganz nett auf dem zweiten Bild: Der Blinkrhythmus des abbiegenden Autos.
Sonntag 09.Feb. sind wir auf Bown Island den Mount Gardner erklommen, was inkl. Hin- und Rückweg ca. 11h in Anspruch genommen hat. Dazu gibt es einen Extrapost.
Montag 10. Februar: Feiertag - Family Day!
Happy family day, liebe Familie im Großen, Kleinen und sehr erweiterten Sinne mit Freundeskreis.
Abends ging es zur Arctic Adventures Show des 9-tägigen Vacouver International Mountain Film Festival, kurz VIMFF, mit Vortrag und einem Film über zwei Australier, die mal eben zu Fuß Victoria Island im Norden Kanadas überqueren wollen und im ersten Versuch grandios scheitern. Sehr amüsant, unglaublich und auch inspirierend. Der Trailer ist übrigens sehr zu empfehlen.
Danach noch auf einen Absacker nach Gastown in die Live-Bar Guilt&Co mit etlichen Biersorten.
Die Woche war dann entsprechend voll mit Meetings und Präsentationen die vorbereitet und gehalten werden wollten. Mittwoch Skypemeeting mit den Profs von hier und Berlin, Donnerstag großes Meeting zwischen den beiden Gruppen, die sich das Brennstoffzellenlabor teilen und bis Freitag sollte eine große Lerneinheit für die TU Vorlesungen am Zweitcampus in Äqypten fertig sein.
Donnerstag 13. Februar gab es aber auch noch Zakk Wylde live im Commodore Ballroom, zu dem es auch einen Extrapost geben wird.
Am Valentinstag kaufte Liheng Abendessen für alle (sprich Mathias, ihn und mich - Eric war mit seiner Freundin unterwegs), was nach 10 h am Schreibtisch eine schöne Erholung war.
Gestern war ich dann abends beim VIMFF Finale und habe mir einige interessante Vorträge und Filme über alle Arten und Abarten von Extremkletterern angesehen/-gehört und auf dem Rückweg mal wieder eine Gruppe von deutschen Austauschschülern getroffen. Manchmal ist es schön, einfach so tun zu können als ob man kein Wort versteht - auch wenn es schwer fällt..
Donnerstag 6. Februar:
Nachdem mein Mitbewohner die Welt des Müslis entdeckt hat, sind wir abends alle zusammen (das sind Mathias, Liheng, Eric samt Freundin und ich) ca. 1h in die Stadt gefahren, um nahe Stanley Park das laut Liheng beste Ramen-Restaurant der Stadt zu testen.
Mit dieser Ankündigung erwartet man schickes Design, ein großes Gebäude und natürlich gutes Essen.
Vom guten Essen abgesehen - weit gefehlt. Kintaro ist ein kleiner Laden mit einem großen Tisch für ca 8 Personen und ca 4 weiteren 2-Personen-Tischchen am Rand. Der größte Teil des Restaurants wird von der offenen Küche eingenommen. Es gibt eine kleine aber ausreichende Auswahl an Miso Ramen und wenn ich diese Bewertung hier lese, bin ich froh, mich für das magere Fleisch entschieden zu haben (Die Fotos geben jedoch einen sehr guten Eindruck). Man kommt zum Essen hierher und zieht danach weiter, das Platzangebot sorgt dafür, dass immer jemand bereit steht um deinen Platz zu übernehmen, wenn du fertig bist. Dafür ist das Essen sehr gut, preiswert und man wird von den Portionen wirklich satt.
7. Februar:
Eigentlich am 15. Tag nach dem chinesischen Neujahrsfest, feiert die UBC eine ganze Woche zu früh das Lantern Festival. Man kauft diese großen Papierheißluftballon/Laternen, schreibt seine Wünsche fürs neue Jahr darauf und lässt sie dann gemeinsam mit allen anderen steigen.
Treffen 18:30, Start 19:00.
Mathias, Liheng und ich sind dann leider der falschen Information gefolgt und in den Rosengarten der UBC, wo uns gähnende Leere erwartete. Der Ort wurde wegen zu vieler Teilnehmer auf den nahegelegenen Strand Jericho Beach verlegt. Richtig. Da wo ich Dezembers noch wohnte. Also nah, aber trotzdem 20 min Bus von uns aus. Wir konnten also nur noch von etwas weiter weg die Laternen steigen sehen und sind dann stattdessen lecker Fish&Chips essen gegangen. Ganz nett auf dem zweiten Bild: Der Blinkrhythmus des abbiegenden Autos.
Sonntag 09.Feb. sind wir auf Bown Island den Mount Gardner erklommen, was inkl. Hin- und Rückweg ca. 11h in Anspruch genommen hat. Dazu gibt es einen Extrapost.
Montag 10. Februar: Feiertag - Family Day!
Happy family day, liebe Familie im Großen, Kleinen und sehr erweiterten Sinne mit Freundeskreis.
Abends ging es zur Arctic Adventures Show des 9-tägigen Vacouver International Mountain Film Festival, kurz VIMFF, mit Vortrag und einem Film über zwei Australier, die mal eben zu Fuß Victoria Island im Norden Kanadas überqueren wollen und im ersten Versuch grandios scheitern. Sehr amüsant, unglaublich und auch inspirierend. Der Trailer ist übrigens sehr zu empfehlen.
Danach noch auf einen Absacker nach Gastown in die Live-Bar Guilt&Co mit etlichen Biersorten.
Die Woche war dann entsprechend voll mit Meetings und Präsentationen die vorbereitet und gehalten werden wollten. Mittwoch Skypemeeting mit den Profs von hier und Berlin, Donnerstag großes Meeting zwischen den beiden Gruppen, die sich das Brennstoffzellenlabor teilen und bis Freitag sollte eine große Lerneinheit für die TU Vorlesungen am Zweitcampus in Äqypten fertig sein.
Donnerstag 13. Februar gab es aber auch noch Zakk Wylde live im Commodore Ballroom, zu dem es auch einen Extrapost geben wird.
Am Valentinstag kaufte Liheng Abendessen für alle (sprich Mathias, ihn und mich - Eric war mit seiner Freundin unterwegs), was nach 10 h am Schreibtisch eine schöne Erholung war.
Gestern war ich dann abends beim VIMFF Finale und habe mir einige interessante Vorträge und Filme über alle Arten und Abarten von Extremkletterern angesehen/-gehört und auf dem Rückweg mal wieder eine Gruppe von deutschen Austauschschülern getroffen. Manchmal ist es schön, einfach so tun zu können als ob man kein Wort versteht - auch wenn es schwer fällt..
Samstag, 1. Februar 2014
UCB Strand I
Samstag früh. Um 5:30 klingelt der Wecker, ich steige aus dem Bett, schnappe mir den Rucksack mit Digital-, sowie Filmkamera und Stativ und mache mich auf den Weg an den UBC-eigenen Strand direkt hinter dem Botanischen Garten. Noch ist es dunkel, aber bald geht die Sonne auf und den Moment möchte ich nicht verpassen...
... als ich aufwache ist es 7:58 Uhr und der Himmel so verhangen, dass jegliche Chance auf Sonne eh vertan scheint. Also erstmal in Ruhe duschen und dann trotzdem los. Vllt ergibt sich ja das ein oder andere Foto.
Laut Karte kann man vom Parkplatz des Botanischen Gartens direkt auf die dahintergelegene Straße und von dort über einen kleinen Pfad an die Küste.
Wenn da nicht dieses Gittertor wäre. Der nächste Pfad ist ein ganzes Stück weiter nördlich, aber gut also dahin.
Auf dem Weg entdecke ich aber doch noch einen Zugang zu besagter Straße und komme schließlich am Pfad an. Das ist übrigens alles noch Universitätsgelände.
Über den sehr gut gepflegten Pfad geht es an einen Strand mit kleinem Steinbächlein und vielen angespülten Holzresten, die scheinbar regelmäßig zu neuen Konstrukten zusammengenagelt werden. Dabei gibt es viele alte Ketten, Schiffsnägel oder ähnliches, die eine schöne Atmosphäre schaffen, aber nicht gerade dazu einladen barfuss an den Strand zu gehen.
... als ich aufwache ist es 7:58 Uhr und der Himmel so verhangen, dass jegliche Chance auf Sonne eh vertan scheint. Also erstmal in Ruhe duschen und dann trotzdem los. Vllt ergibt sich ja das ein oder andere Foto.
Laut Karte kann man vom Parkplatz des Botanischen Gartens direkt auf die dahintergelegene Straße und von dort über einen kleinen Pfad an die Küste.
Wenn da nicht dieses Gittertor wäre. Der nächste Pfad ist ein ganzes Stück weiter nördlich, aber gut also dahin.
Auf dem Weg entdecke ich aber doch noch einen Zugang zu besagter Straße und komme schließlich am Pfad an. Das ist übrigens alles noch Universitätsgelände.
Über den sehr gut gepflegten Pfad geht es an einen Strand mit kleinem Steinbächlein und vielen angespülten Holzresten, die scheinbar regelmäßig zu neuen Konstrukten zusammengenagelt werden. Dabei gibt es viele alte Ketten, Schiffsnägel oder ähnliches, die eine schöne Atmosphäre schaffen, aber nicht gerade dazu einladen barfuss an den Strand zu gehen.
Ob hier mal der Bademeister saß, den es laut hinreichend platzierten Hinweisschildern nicht mehr gibt?
Viele interessante von Wasser und Mensch geformte Gebilde.
Auf dem Rückweg gab es in der Bäckerei sogar noch ein richtiges "Old World Bread" mit mehr als Weißmehl und Luft.
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