Konnte einiges neues über das Verhältnis der Kanadier zum Auto erfahren, nachdem ich mich heute ca. 2,5 Stunden mit meinem baldigen Mitbewohner Mathias unterhalten habe. Mathias macht in diesem Semester seine Bachelors in Physik und Mathematik (ja, er hat dann zwei Abschlüsse) und hat sich, was hier durchaus möglich ist, direkt für die Promotion in Physikalischen Ingenieurswissenschaften an einer amerikanischen Uni beworben. Wird man zur Aufnahmeprüfung zugelassen, kann man nur noch gewinnen. Bestehst du die Prüfung, kannst du direkt nach deinem Bachelor promovieren. Fällst du durch, verleiht dir die prüfende Uni den Master. Wird dich zwar sicherlich nicht mehr im selben Fach für die Promotion zulassen, aber man kann sich dann ja im folgenden Semester woanders bewerben.
Egal. Autos.
Möchte man hier den Führerschein machen, sollte man ein paar Fahrstunden nehmen, eine theoretische Prüfung (wohl sehr einfach) bestehen und bekommt dann seinen "Lernführerschein" mit dem man im Beisein einer mindestens 25-jährigen, mit Führerschein qualifizierten Personen Auto fahren darf. Außerdem muss man ein großes rotes L auf sein Auto kleben. Nach 12 Monaten darf man die erste praktische Prüfung machen, erhält bei bestandener Prüfung einen vorläufigen Führerschein, was bedeutet man darf maximal eine weitere Person mitnehmen, solange nicht mindestens ein Führerschein über 25 auf dem Beifahrersitz sitzt. Auf dem Auto muss ein grünes N angebracht sein. Nach weiteren zwei (!) Jahren und erneuter praktischer Prüfung wandelt sich der vorläufige in einen "echten" Führerschein. Dafür bekommt man mit dem Lernführerschein schon gleich die Erlaubnis Roller zu fahren. Mit Null Fahrerfahrung und ohne je auf einem gesessen zu haben.
Dementsprechend wartet Mathias, bis er nächstes Jahr in den Staaten ist und dort innerhalb weniger Wochen seinen Führerschein machen kann. ;)
In Vancouver fährt eine gute Mischung aus Europa, Asien und Amerika. Autos meine ich natürlich. Deutlich mehr asiatische Wagen als in Deutschland aber kaum Franzosen z.B. Extrem viele Pickups/SUVs. Wer kein SUV hat, hat einen Fahrradträger für mindestens vier Fahrräder (auch am Mini..).
Der klassische amerikanische Pickup mit Platz für sieben Personen & 3 Pferde und Auspuffrohren, die locker in die DIN EN 1856-2 für Ofenrohre passen, ist an nahezu jeder Kreuzung anzutreffen.
Deutsche Autos sind beliebt, aber wenn dann ab 5er BMW aufwärts. Eher selten sieht man mal einen Jetta.
Man darf scheinbar an jeder Kreuzung auch bei Rot rechts abbiegen, wenn der Verkehr es zulässt. Ampeln hängen an der gegenüberliegenden Seite der Kreuzung. Einfacher zu sehen, auch wenn man ganz vorne steht.
Busse haben generell Vorrechte und setzen diese hupender Weise durch. Der aktuelle Bürgermeister ist jedoch großer Fahrradfan, was zu mehr und mehr Fahrradspuren führt. Außerdem gibt es auf stark befahrenen Straßen "High Occupancy Vehicle"-Lanes. Also Spuren für stärker besetzte Fahrzeuge, was meistens mindestens 3 Leute meint. So sollen die Leute dazu gebracht werden, sich Mitfahrer zu suchen und Fahrzeuge zu teilen, um den Verkehr zu reduzieren.
Noch kurz nebenbei: Starbucks erinnert seine Mitarbeiter nicht nur daran, die Hände nach dem Toilettengang zu waschen, sondern liefert auch gleich eine akribische Anleitung.
Amerika liegt übrigens mit 6 Zugriffen vorn..
Montag, 30. Dezember 2013
Sonntag, 29. Dezember 2013
Festival of Lights - Hier und Da
Nachdem ich in den letzten Tagen vor allem gefaulenzt, Theorie gewälzt und das erste Paket mit Keksen aus Deutschland entgegen genommen habe (Der Postweg funktioniert in beide Richtungen - Juhuu!), stand heute etwas Bewegung auf dem Plan.
Es gab ja noch Weihnachtsgeschenke, die mir - zweckgebunden - überwiesen wurden. Hatte vor zum Kamerafachgeschäft Lens & Shutter um die Ecke zu gehen, da hier auch am Sonntag fast alle Läden ganztägig offen haben und ich dachte, es wäre bestimmt besser soetwas nicht im Kaufhaus zu kaufen. Ein Vorabanruf brachte jedoch zu Tage, dass das gewünschte Objektiv nicht auf Lager und in der nächsten Woche auch nicht zu erwarten wäre.
Verdammt.
Ich wollte doch unbedingt noch zum Festival of Lights im VanDusen Botanical Garden (bis 4. Januar) damit fotografieren. Also eben doch die netten Herren von Future Shop besucht. Hier kann man alles kaufen, was irgendwo einen Stecker oder annähernd mit einem entsprechenden Gerät zu tun hat. Und man kann online reservieren bevor man hingeht. Umgeht damit auch gleich die Schlange an der Kasse, weil das komischerweise kaum jemand macht und es eine Extrakasse dafür gibt. Schnell wieder nach Hause und auspacken. Achja, UV-Filter natürlich auch dabei.
Damit habe ich nun also endlich auch das Privileg mehrere Objektive mit mir rumzutragen und doch nur eines zu benutzen!
Neues Objektiv (Nikon 35 mm/f1.8) mit dem alten 28-200mm Tamron geknipst und umgekehrt.
Das viel größere Zoomobjektiv passt sogar gerade noch in die schmucke Tasche vom Neuen.
Auf dem Rückweg sehe ich wieder eine Truppe von 3 Männern, die mit einem alten Mercedes (W 123) durch die Gassen ziehen und die Pfandflaschen einsammeln, die die Leute hier für die Obdachlosen nach draußen stellen. Laut Bonnie bringt hier niemand das Pfand zurück. Alles wird hinters Haus gestellt.
Hat es am Vormittag noch geregnet, klart es gegen 15:00 Uhr auf und meinem Vorhaben scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Stativ und Kamera im Rucksack laufe ich ein paar Blocks bis zum 99er Bus, fahre quer durch die Stadt, steige in den 017er und dann immer die Oak Street nach Süden. Die Haltestellen heißen jetzt eine Viertelstunde lang immer nur "Oak Street at W 4th", ".. W 6th", "..W 22nd", "..W 37th" Oh, ich muss raus.
Leider so wie der Rest des Busses.
Es ist 16:25 und um 16:30 wird das Festival of Lights jeden Abend eröffnet. Ist halt doch anders als in Berlin und soll es ja auch sein. ABER, müssen das so viele Leute sein? Da das Festival auf den einen Ort konzentriert ist, drängen sich alle Formen und Farben von Leuchten, Lampen und Lichtern aneinander bzw. es kommt einem vor wie eine einzige Installation. Oder etwas amerikanisch übertrieben.
Ich zähle ca. 10 weitere Leute mit Kameras, hunderte Handykameras und war fast versucht absichtlich in Leute hereinzulaufen, die gerade mit ihrem iPad versuchen ein Foto im Dunkeln zu machen. Für Jogger ist hier drin übrigens gerade kein Platz.
Punkt 16:30 startet die (sich leider jede halbe Stunde identisch wiederholende) Vorführung der "Singing Lights". Sprich das gesamte Gelände wird mit lieblicher Weihnachtsmusik wie "You're such a mean one Mr. Grinch" beschallt und die Lichter auf einer Insel in der Mitte werden im Rhythmus dazu ein- und ausgeschaltet. Erstaunlicherweise bleibt fast der Gesamte Besucherstrom stehen, um sich das komplett anzuschauen.
Zeit für mich, ein paar Ecken zu finden, die noch nicht überlaufen sind. Und die gibt es tatsächlich. Nachdem ich direkt nach dem Einlass etwas enttäuscht war, finde ich doch noch ein paar schöne Motive und kann ein bisschen das neue Objektiv ausprobieren.
Etwas Abseits finden sich sogar ein paar ausgefallenere Formen.
Die Idee: Aus alten PET-Flaschen Blüten zu schneiden und in ein großes Tulpenbeet zu verwandeln. Sehr gelungen.
Was die hölzernen Tintenfische mit dem Tulpenbeet zu tun haben, ist mir unklar, aber vllt. gibt es da ja einen Zusammenhang.
Nicht nur die singenden Lichter waren mit wechselnder Beleuchtung ausgestattet.
In der Gingerbread Road für Kinder hingen mitten zwischen den Lebkuchenmännern und -frauen vor einem der Häuser mehrere Diskokugeln. In Einer Ecke hatte es sich dagegen ein einsamer Lampion gemütlich gemacht und verschiedenste (sicherlich halluzinogene) Pilze gab es auch zu bestaunen.
Der völlig im Dunkeln gelassenen Wasserfall ließ sich mit voller Blende und 30 s Belichtungszeit doch noch ablichten.
Nach ca. drei (gefühlten 70) Wiederholungen der singenden Lichter, ging ich diese Alle entlang, vorbei am Schattenpuppentheater, wo inzwischen die meisten Kinder abgeladen worden waren, zum Hotdogstand. Für nur $ 5.00 bekam ich also eine Wurst im Brötchen ohne Ketchup und Zwiebeln, aber immerhin warm. :)
Während diesem Foto werde ich von einem asiatischen Pärchen angesprochen, ob ich die beiden vor dem großen Weihnachtsbaum fotografieren kann und bekomme so zum ersten Mal ein gefaktes iPhone in die Hand.
Hier also auch nochmal ein Bild besagten Weihnachtsbaums ohne das Pärchen.
Auf dem Rückweg versucht eine ältere, vermutlich Obdachlose Frau in den Bus zu steigen und bittet, ob sie ausnahmsweise ohne Ticket mitfahren kann. Weil Weihnachten war. Der ansonsten sehr freundliche Busfahrer fährt sie an, was ihr einfalle, die Geschichte würde sie ihm jetzt seit fünf Jahren erzählen und sowieso nie ein Ticket bezahlen. Ich fühle mich ein bisschen Zuhause, obwohl die Dame den Bus dann verlassen muss.
Ich glaube, das Festival of Lights in Berlin gefällt mir besser. Man muss nicht dafür bezahlen, es ist nicht so überlaufen und nicht so überfrachtet. Trotzdem gute Motive gefunden und es hat Spaß gemacht. Der Botanische Garten lohnt sich bei Tageslicht bestimmt mehr, da dann auch das gesamte Gelände zugänglich ist.
Morgen treffe ich mich mit Mathias zum Kaffee. Einer von meinen drei baldigen Mitbewohnern, von dem ich mal hören will, was ich dringend noch besorgen muss und wie deren Wohnungsorganisation so läuft. Ein weiterer Mitbewohner ist Eric, den ich dann wohl am 05. Januar kennen lernen werde. Mitbewohner No. 4, zieht wie ich neu ein und hat der Weitergabe seiner Kontaktdaten nicht zugestimmt.
So viel von hier. Viele Grüße und vielen Dank für die Geschenke!
NACHTRAG:
Deadman's Island heißt laut Wikipedia so, weil es ursprünglich mal ein Friedhof der kanadischen Ureinwohner war.
Es gab ja noch Weihnachtsgeschenke, die mir - zweckgebunden - überwiesen wurden. Hatte vor zum Kamerafachgeschäft Lens & Shutter um die Ecke zu gehen, da hier auch am Sonntag fast alle Läden ganztägig offen haben und ich dachte, es wäre bestimmt besser soetwas nicht im Kaufhaus zu kaufen. Ein Vorabanruf brachte jedoch zu Tage, dass das gewünschte Objektiv nicht auf Lager und in der nächsten Woche auch nicht zu erwarten wäre.
Verdammt.
Ich wollte doch unbedingt noch zum Festival of Lights im VanDusen Botanical Garden (bis 4. Januar) damit fotografieren. Also eben doch die netten Herren von Future Shop besucht. Hier kann man alles kaufen, was irgendwo einen Stecker oder annähernd mit einem entsprechenden Gerät zu tun hat. Und man kann online reservieren bevor man hingeht. Umgeht damit auch gleich die Schlange an der Kasse, weil das komischerweise kaum jemand macht und es eine Extrakasse dafür gibt. Schnell wieder nach Hause und auspacken. Achja, UV-Filter natürlich auch dabei.
Damit habe ich nun also endlich auch das Privileg mehrere Objektive mit mir rumzutragen und doch nur eines zu benutzen!
Neues Objektiv (Nikon 35 mm/f1.8) mit dem alten 28-200mm Tamron geknipst und umgekehrt.
Das viel größere Zoomobjektiv passt sogar gerade noch in die schmucke Tasche vom Neuen.
Auf dem Rückweg sehe ich wieder eine Truppe von 3 Männern, die mit einem alten Mercedes (W 123) durch die Gassen ziehen und die Pfandflaschen einsammeln, die die Leute hier für die Obdachlosen nach draußen stellen. Laut Bonnie bringt hier niemand das Pfand zurück. Alles wird hinters Haus gestellt.
Hat es am Vormittag noch geregnet, klart es gegen 15:00 Uhr auf und meinem Vorhaben scheint nichts mehr im Weg zu stehen. Stativ und Kamera im Rucksack laufe ich ein paar Blocks bis zum 99er Bus, fahre quer durch die Stadt, steige in den 017er und dann immer die Oak Street nach Süden. Die Haltestellen heißen jetzt eine Viertelstunde lang immer nur "Oak Street at W 4th", ".. W 6th", "..W 22nd", "..W 37th" Oh, ich muss raus.
Leider so wie der Rest des Busses.
Es ist 16:25 und um 16:30 wird das Festival of Lights jeden Abend eröffnet. Ist halt doch anders als in Berlin und soll es ja auch sein. ABER, müssen das so viele Leute sein? Da das Festival auf den einen Ort konzentriert ist, drängen sich alle Formen und Farben von Leuchten, Lampen und Lichtern aneinander bzw. es kommt einem vor wie eine einzige Installation. Oder etwas amerikanisch übertrieben.
Ich zähle ca. 10 weitere Leute mit Kameras, hunderte Handykameras und war fast versucht absichtlich in Leute hereinzulaufen, die gerade mit ihrem iPad versuchen ein Foto im Dunkeln zu machen. Für Jogger ist hier drin übrigens gerade kein Platz.
Punkt 16:30 startet die (sich leider jede halbe Stunde identisch wiederholende) Vorführung der "Singing Lights". Sprich das gesamte Gelände wird mit lieblicher Weihnachtsmusik wie "You're such a mean one Mr. Grinch" beschallt und die Lichter auf einer Insel in der Mitte werden im Rhythmus dazu ein- und ausgeschaltet. Erstaunlicherweise bleibt fast der Gesamte Besucherstrom stehen, um sich das komplett anzuschauen.
Zeit für mich, ein paar Ecken zu finden, die noch nicht überlaufen sind. Und die gibt es tatsächlich. Nachdem ich direkt nach dem Einlass etwas enttäuscht war, finde ich doch noch ein paar schöne Motive und kann ein bisschen das neue Objektiv ausprobieren.
Etwas Abseits finden sich sogar ein paar ausgefallenere Formen.
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| Rechts im Bild: Besucher, die die singenden Lichter links außerhalb des Bildes bestaunen. |
Die Idee: Aus alten PET-Flaschen Blüten zu schneiden und in ein großes Tulpenbeet zu verwandeln. Sehr gelungen.
Was die hölzernen Tintenfische mit dem Tulpenbeet zu tun haben, ist mir unklar, aber vllt. gibt es da ja einen Zusammenhang.
Dank dem Regen am Vormittag gab es auch dieses Motiv zu finden.
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| Suchbild |
In der Gingerbread Road für Kinder hingen mitten zwischen den Lebkuchenmännern und -frauen vor einem der Häuser mehrere Diskokugeln. In Einer Ecke hatte es sich dagegen ein einsamer Lampion gemütlich gemacht und verschiedenste (sicherlich halluzinogene) Pilze gab es auch zu bestaunen.
Der völlig im Dunkeln gelassenen Wasserfall ließ sich mit voller Blende und 30 s Belichtungszeit doch noch ablichten.
Nach ca. drei (gefühlten 70) Wiederholungen der singenden Lichter, ging ich diese Alle entlang, vorbei am Schattenpuppentheater, wo inzwischen die meisten Kinder abgeladen worden waren, zum Hotdogstand. Für nur $ 5.00 bekam ich also eine Wurst im Brötchen ohne Ketchup und Zwiebeln, aber immerhin warm. :)
Hier also auch nochmal ein Bild besagten Weihnachtsbaums ohne das Pärchen.
Auf dem Rückweg versucht eine ältere, vermutlich Obdachlose Frau in den Bus zu steigen und bittet, ob sie ausnahmsweise ohne Ticket mitfahren kann. Weil Weihnachten war. Der ansonsten sehr freundliche Busfahrer fährt sie an, was ihr einfalle, die Geschichte würde sie ihm jetzt seit fünf Jahren erzählen und sowieso nie ein Ticket bezahlen. Ich fühle mich ein bisschen Zuhause, obwohl die Dame den Bus dann verlassen muss.
Ich glaube, das Festival of Lights in Berlin gefällt mir besser. Man muss nicht dafür bezahlen, es ist nicht so überlaufen und nicht so überfrachtet. Trotzdem gute Motive gefunden und es hat Spaß gemacht. Der Botanische Garten lohnt sich bei Tageslicht bestimmt mehr, da dann auch das gesamte Gelände zugänglich ist.
Morgen treffe ich mich mit Mathias zum Kaffee. Einer von meinen drei baldigen Mitbewohnern, von dem ich mal hören will, was ich dringend noch besorgen muss und wie deren Wohnungsorganisation so läuft. Ein weiterer Mitbewohner ist Eric, den ich dann wohl am 05. Januar kennen lernen werde. Mitbewohner No. 4, zieht wie ich neu ein und hat der Weitergabe seiner Kontaktdaten nicht zugestimmt.
So viel von hier. Viele Grüße und vielen Dank für die Geschenke!
NACHTRAG:
Deadman's Island heißt laut Wikipedia so, weil es ursprünglich mal ein Friedhof der kanadischen Ureinwohner war.
Donnerstag, 26. Dezember 2013
Frohe Weihnachten!
Habe den hiesigen Weihnachtsabend bei chinesischen Kollegen aus dem Institut und deren Freunden verbracht. Dabei gleich gelernt wie man Baozi [bau-tze] macht. So eine Art chinesische Teigtasche mit entweder herzhafter Fleisch- oder süßer Bohnenfüllung. Sehr lustig fand ich auch das Hinweisschild am Fahrstuhl des Wohnheims.
War ein sehr netter Abend, aber wie die meisten Abende hier schon um 21:00 zu Ende. Ich frage mich, woran das liegt.
Auf dem Weg dahin habe ich noch ein bisschen Bier im Liquor Store gekauft. Es gibt ein riesiges Regal alleine mit kanadischem bzw. sogar British Columbia Bier, von denen ich auf jeden Fall eines noch probieren muss. Könnte allerdings ein ziemlicher Fehlgriff werden, mal sehen ;) Deutsches Bier gab es nur Becks und Warsteiner.
Die Chinesen sind alle schon sehr früh verheiratet und viele von ihnen haben Kinder. Beispiel James (die meisten Chinesen haben einen englischen Namen, damit es für uns einfacher ist): Er ist 27, für ein Jahr hier an der Sauder Business School of Mathematics und hat seinen fünfjährigen Sohn für die Zeit mitgebracht, damit dieser hier in den Kindergarten gehen kann. Seine Frau war die ersten zwei Monate mit und ist dann zurück nach China.
Ein weiteres Klischee: Während der Zubereitung und dem Essen, werden andauernd Fotos gemacht.
Den Abend des 25. verbrachte ich bei meinem hiesigen Supervisor, David, zuhause. Mit Arbeitskollegen, seiner Familie und engen Freunden aus der Nachbarschaft. Es gab einen riesigen Truthahn, großgezogen von David's ältestem Sohn, sowie einige andere Leckereien. Außerdem haben sie nicht nur eine Heizung in jedem Raum, sondern auch noch einen Kamin, der angefeuert wurde.
David's jüngerer Sohn Michael hat gerade seinen Doktor in Clean Engineering an der UBC gemacht und seine Tochter Lauren, die in den letzten Zügen ihres Biologie-Doktors ist. Beide haben für Kanada an den Olympischen Spielen in London als Ruderer (4er-Männer bzw. 8er-Frauen) teilgenommen. David selbst hat - wie schonmal erwähnt - nur einen schwarzen Gürtel im Tae-Kwan-Do und der hat ihn auch nicht daran gehindert vor dem Schwarzbären, den er vor einigen Tagen an der Mülltonne getroffen hat, wegzulaufen. Sie haben sich wohl kurz weniger als 1 m voneinander entfernt angeschaut und sind dann in entgegengesetzte Richtungen davon.
Die Wilkinsons leben am Berghang in North Vancouver, einer reicheren Gegend mit schönem Blick über die Stadt und wenige hundert Meter vom Wald entfernt. Abgesehen von Schwarzbären gibt es dort deswegen auch noch Stinktiere, Waschbären und Pumas.
Weitere Gäste waren Schwester und Bruder von Davids Frau Susan mit jeweiliger Familie und Susans Mutter sowie Nachbar Klaus Teufel (gegen 1975 aus Deutschland ausgewandert) mit seiner Frau Thereza (ursprünglich aus Indonesien). Insgesamt waren wir 14 + 5 Kinder.
Es gab reichlich zu essen, noch mehr zu trinken (zum Abschluss einen Glenlivet) und viel zu erzählen. Knallbonbons mit kleinen Geschenken für jeden und einer Krone, die während dem Essen aufgesetzt werden musste. Alles sehr schön und gemütlich. Habe mich sehr wohl gefühlt. Aber auch hier: gegen 22:00 (immerhin) haben sich alle verabschiedet und uns (alle Kollegen, die mit den öffentlichen da waren) wurde ein Taxi gerufen.
Dieses hat uns dann innerhalb von 35 min zurückgebracht. Einen Weg, der mit den Öffentlichen 1,5 h gedauert hat.
Auf dem Weg sind wir auch durch East Hastings (Man bemerkt oft den britischen Einfluss. Es gibt auch Trafalgar Street und mehrere Straßen sind nach britischen Königshäusern benannt) gekommen. East Hastings ist gefühlt einen Steinwurf vom sauberen Downtown mit seinem Weltstadtimage entfernt, allerdings eines der ärmsten Viertel der Stadt und direkt am Containerhafen gelegen. Es kann dir hier im Bus passieren, dass dein eben zugestiegener Sitznachbar sich erstmal einen Schuss setzt. Extreme Gegensätze.
Jetzt fängt es gerade wieder an sich hier einzuregnen und ich gehe bald mal ins Bett. Euch allen nochmals frohe Weihnachten.
War ein sehr netter Abend, aber wie die meisten Abende hier schon um 21:00 zu Ende. Ich frage mich, woran das liegt.
Auf dem Weg dahin habe ich noch ein bisschen Bier im Liquor Store gekauft. Es gibt ein riesiges Regal alleine mit kanadischem bzw. sogar British Columbia Bier, von denen ich auf jeden Fall eines noch probieren muss. Könnte allerdings ein ziemlicher Fehlgriff werden, mal sehen ;) Deutsches Bier gab es nur Becks und Warsteiner.
Die Chinesen sind alle schon sehr früh verheiratet und viele von ihnen haben Kinder. Beispiel James (die meisten Chinesen haben einen englischen Namen, damit es für uns einfacher ist): Er ist 27, für ein Jahr hier an der Sauder Business School of Mathematics und hat seinen fünfjährigen Sohn für die Zeit mitgebracht, damit dieser hier in den Kindergarten gehen kann. Seine Frau war die ersten zwei Monate mit und ist dann zurück nach China.
Ein weiteres Klischee: Während der Zubereitung und dem Essen, werden andauernd Fotos gemacht.
Den Abend des 25. verbrachte ich bei meinem hiesigen Supervisor, David, zuhause. Mit Arbeitskollegen, seiner Familie und engen Freunden aus der Nachbarschaft. Es gab einen riesigen Truthahn, großgezogen von David's ältestem Sohn, sowie einige andere Leckereien. Außerdem haben sie nicht nur eine Heizung in jedem Raum, sondern auch noch einen Kamin, der angefeuert wurde.
David's jüngerer Sohn Michael hat gerade seinen Doktor in Clean Engineering an der UBC gemacht und seine Tochter Lauren, die in den letzten Zügen ihres Biologie-Doktors ist. Beide haben für Kanada an den Olympischen Spielen in London als Ruderer (4er-Männer bzw. 8er-Frauen) teilgenommen. David selbst hat - wie schonmal erwähnt - nur einen schwarzen Gürtel im Tae-Kwan-Do und der hat ihn auch nicht daran gehindert vor dem Schwarzbären, den er vor einigen Tagen an der Mülltonne getroffen hat, wegzulaufen. Sie haben sich wohl kurz weniger als 1 m voneinander entfernt angeschaut und sind dann in entgegengesetzte Richtungen davon.
Die Wilkinsons leben am Berghang in North Vancouver, einer reicheren Gegend mit schönem Blick über die Stadt und wenige hundert Meter vom Wald entfernt. Abgesehen von Schwarzbären gibt es dort deswegen auch noch Stinktiere, Waschbären und Pumas.
Weitere Gäste waren Schwester und Bruder von Davids Frau Susan mit jeweiliger Familie und Susans Mutter sowie Nachbar Klaus Teufel (gegen 1975 aus Deutschland ausgewandert) mit seiner Frau Thereza (ursprünglich aus Indonesien). Insgesamt waren wir 14 + 5 Kinder.
Es gab reichlich zu essen, noch mehr zu trinken (zum Abschluss einen Glenlivet) und viel zu erzählen. Knallbonbons mit kleinen Geschenken für jeden und einer Krone, die während dem Essen aufgesetzt werden musste. Alles sehr schön und gemütlich. Habe mich sehr wohl gefühlt. Aber auch hier: gegen 22:00 (immerhin) haben sich alle verabschiedet und uns (alle Kollegen, die mit den öffentlichen da waren) wurde ein Taxi gerufen.
Dieses hat uns dann innerhalb von 35 min zurückgebracht. Einen Weg, der mit den Öffentlichen 1,5 h gedauert hat.
Auf dem Weg sind wir auch durch East Hastings (Man bemerkt oft den britischen Einfluss. Es gibt auch Trafalgar Street und mehrere Straßen sind nach britischen Königshäusern benannt) gekommen. East Hastings ist gefühlt einen Steinwurf vom sauberen Downtown mit seinem Weltstadtimage entfernt, allerdings eines der ärmsten Viertel der Stadt und direkt am Containerhafen gelegen. Es kann dir hier im Bus passieren, dass dein eben zugestiegener Sitznachbar sich erstmal einen Schuss setzt. Extreme Gegensätze.
Jetzt fängt es gerade wieder an sich hier einzuregnen und ich gehe bald mal ins Bett. Euch allen nochmals frohe Weihnachten.
Montag, 23. Dezember 2013
Impressionen vom Nachmittag
Von der Grünfläche aus an der Hastings Mill sieht man die weihnachtlich beleuchteten Containerschiffe.
Achja liebe Berliner: Man kann hier mit einem Busticket zwar nur 1,5 h fahren. Dafür aber in jede Richtung.
Neuigkeiten aus zum Glück nicht Toronto
Vancouver ist in vielerlei Hinsicht eine besondere Stadt in Kanada und nicht unbedingt typisch kanadisch zu sehen. Durch warme Strömungen von Japan aus und die umliegenden Berge ist das Gebiet Vancouver vor all zu kaltem Wetter geschützt und im Durchschnitt 2-8 °C wärmer als der Rest des Landes. Daher schneit es hier normalerweise erst im Januar und dann auch nur ab und zu, wohingegen es schon mal 20 Tage durchregnen kann. Es gibt nur wenige Tage im Winter die kälter als -10 °C sind und wie eine Kollegin neulich beim Mittagessen sagte, es gibt hier eigentlich nur Sommer und Winter, Frühling und Herbst werden übersprungen.
Anders als z.B. im gerade schneesturmgeplagten Toronto, wo es Winters üblicherweise bis zu -30 °C werden und die Leute daran gewöhnt sind durch kniehohe Schneewehen zur Arbeit zu gehen.
In den letzten Tagen war ich mit Kollegen den zweiten Teil vom Hobbit anschauen (werde hier nix dazu sagen, weil ihr den sicherlich auch noch sehen wollt) und habe dabei Vancouvers größtes Shoppingzentrum kennen gelernt. Mit eigenem Essensbereich in Größe einer kleinen Shoppingmall.
Jason erzählt mir noch, dass einige Leute aus der Gruppe regelmäßig Badminton spielen gehen und wir in den Feiertagen jetzt wahrscheinlich mal einen Spieleabend veranstalten werden.
Auf dem Weg dahin fährt man mit der SkyTrain von Downtown aus durch die Stadt und hat aber eher das Gefühl durch verschiedene Vororte zu fahren. Alles sehr klein und grau bis man dann wieder zu ein paar Hochhäusern rund um das Einkaufszentrum kommt. SkyTrain ist ein sehr cooler Name für nichts anderes als eine SBahn, die aber vollkommen autonom zu fahren scheint.
Gestern waren die eingeladenen Kollegen zusammen unterwegs, um ein kleines Dankeschön für den Prof zu kaufen und dabei habe ich die verschiedenen Supermärkte, die es dann doch in direkter Nähe zur Uni bzw. meiner jetzigen Wohnung gibt, kennen gelernt. Man könnte fast von der Uni bis nach Downtown laufen (30 min Busfahrt) und würde nur Einkaufsläden links und rechts sehen. Man kann hier übrigens mit einem einfachen Ticket am Wochenende durch alle Zonen fahren. Sehr praktisch.
Ich dachte bis gestern, heute wäre schon der 24., weshalb ich auf einmal einen Tag geschenkt bekommen habe (Welch besseres Geschenk gibt es als Zeit?) und einen ganz gemütlichen Tage mache. Mit viel Tee, Keksen und einem Buch was ich mir vom Gutschein für den UBC Bookstore geholt habe, den ich bei der Weihnachtsfeier gewonnen habe. The Electrified Sheep. Über witzige und unsinnige Experimente.
In diesem Sinne, ruhige und erholsame Feiertage euch allen.
Anders als z.B. im gerade schneesturmgeplagten Toronto, wo es Winters üblicherweise bis zu -30 °C werden und die Leute daran gewöhnt sind durch kniehohe Schneewehen zur Arbeit zu gehen.
In den letzten Tagen war ich mit Kollegen den zweiten Teil vom Hobbit anschauen (werde hier nix dazu sagen, weil ihr den sicherlich auch noch sehen wollt) und habe dabei Vancouvers größtes Shoppingzentrum kennen gelernt. Mit eigenem Essensbereich in Größe einer kleinen Shoppingmall.
Jason erzählt mir noch, dass einige Leute aus der Gruppe regelmäßig Badminton spielen gehen und wir in den Feiertagen jetzt wahrscheinlich mal einen Spieleabend veranstalten werden.
Auf dem Weg dahin fährt man mit der SkyTrain von Downtown aus durch die Stadt und hat aber eher das Gefühl durch verschiedene Vororte zu fahren. Alles sehr klein und grau bis man dann wieder zu ein paar Hochhäusern rund um das Einkaufszentrum kommt. SkyTrain ist ein sehr cooler Name für nichts anderes als eine SBahn, die aber vollkommen autonom zu fahren scheint.
Gestern waren die eingeladenen Kollegen zusammen unterwegs, um ein kleines Dankeschön für den Prof zu kaufen und dabei habe ich die verschiedenen Supermärkte, die es dann doch in direkter Nähe zur Uni bzw. meiner jetzigen Wohnung gibt, kennen gelernt. Man könnte fast von der Uni bis nach Downtown laufen (30 min Busfahrt) und würde nur Einkaufsläden links und rechts sehen. Man kann hier übrigens mit einem einfachen Ticket am Wochenende durch alle Zonen fahren. Sehr praktisch.
Ich dachte bis gestern, heute wäre schon der 24., weshalb ich auf einmal einen Tag geschenkt bekommen habe (Welch besseres Geschenk gibt es als Zeit?) und einen ganz gemütlichen Tage mache. Mit viel Tee, Keksen und einem Buch was ich mir vom Gutschein für den UBC Bookstore geholt habe, den ich bei der Weihnachtsfeier gewonnen habe. The Electrified Sheep. Über witzige und unsinnige Experimente.
In diesem Sinne, ruhige und erholsame Feiertage euch allen.
Freitag, 20. Dezember 2013
Schnee(-chaos?)
Es hat die ganze Nacht durchgeschneit. Schon als gestern bekannt wurde, dass es schneien wird, hat Bonnies Firma eine Mail an alle Mitarbeiter geschickt, dass es in der Verantwortung der Mitarbeiter läge bei Schnee pünktlich zur Arbeit zu erscheinen und dass sonst entsprechend weniger gezahlt werden würde. Scheinbar haben die schlechte Erfahrungen gemacht.
Heute Morgen konnte man noch nicht mal das Wasser hinter den Häusern, geschweige denn die Berge auf der anderen Seite der Bucht sehen. Ich habe sogar keinen einzigen Jogger gesehen. Skandalös. Aber immerhin ein paar hartgesottene Radfahrer haben sich durch den Schneematsch gequält.
Die Straßen sind so einigermaßen geräumt worden, solange man sich auf den Hauptverkehrswegen bewegt. Die Räumfahrzeuge sind auch ca. doppelt so groß wie in Berlin; eben an die breiten Straßen hier angepasst. Die Buslinien zur Uni werden alle über die 8. Straße umgeleitet, weil sie die Hügel an der 4. oder 10. bei dem rutschigen Wetter nicht schaffen würden.
An der Uni angekommen, räumt ein Bagger so gut es geht die Wege und einer der UBC-Campus-Service Pickups versucht mit durchdrehenden Reifen aus der Tiefgarage zu kommen.
Das Schneetreiben wird immer stärker und ich kann vom Büro aus gerade noch 2 Gebäude weit gucken.
Achja, wer genau hinschaut, kann auf diesem Bild das Haustier der Nachbarn schräg gegenüber entdecken.
Gestern war ich mittags mit Jason zusammen essen. Jason ist gebürtiger Kanadier mit chinesischen Eltern, die beide aus unterschiedlichen Teilen Chinas kommen und deswegen zuhause nur Englisch sprechen. Jason war letztes Jahr auf Platz 1 der kanadischen Tetrismeisterschaften und weltweit auf dem 8. Platz. Ansonsten spielt er Magic und geht einmal die Woche ins Casino.
Ich wünsche euch einen guten Ferienstart!
Heute Morgen konnte man noch nicht mal das Wasser hinter den Häusern, geschweige denn die Berge auf der anderen Seite der Bucht sehen. Ich habe sogar keinen einzigen Jogger gesehen. Skandalös. Aber immerhin ein paar hartgesottene Radfahrer haben sich durch den Schneematsch gequält.
Die Straßen sind so einigermaßen geräumt worden, solange man sich auf den Hauptverkehrswegen bewegt. Die Räumfahrzeuge sind auch ca. doppelt so groß wie in Berlin; eben an die breiten Straßen hier angepasst. Die Buslinien zur Uni werden alle über die 8. Straße umgeleitet, weil sie die Hügel an der 4. oder 10. bei dem rutschigen Wetter nicht schaffen würden.
An der Uni angekommen, räumt ein Bagger so gut es geht die Wege und einer der UBC-Campus-Service Pickups versucht mit durchdrehenden Reifen aus der Tiefgarage zu kommen.
Das Schneetreiben wird immer stärker und ich kann vom Büro aus gerade noch 2 Gebäude weit gucken.
Achja, wer genau hinschaut, kann auf diesem Bild das Haustier der Nachbarn schräg gegenüber entdecken.
Gestern war ich mittags mit Jason zusammen essen. Jason ist gebürtiger Kanadier mit chinesischen Eltern, die beide aus unterschiedlichen Teilen Chinas kommen und deswegen zuhause nur Englisch sprechen. Jason war letztes Jahr auf Platz 1 der kanadischen Tetrismeisterschaften und weltweit auf dem 8. Platz. Ansonsten spielt er Magic und geht einmal die Woche ins Casino.
Ich wünsche euch einen guten Ferienstart!
Donnerstag, 19. Dezember 2013
Immer ein Stück größer
Cola gibt es hier im Supermarkt nur in kleinen Dosen oder im 2-Liter-Fass.
Die kleinste Packung Hackfleisch - egal ob frisch verpackt oder eingeschweißt - enthält 800 g.
Morgen ist letzter Schultag und an Mayas Schule wird nach der 3. Stunde nicht etwa ein Luftgitarrenwettbewerb gestartet, sondern ein Luft-BAND-Wettbewerb. Die ganze Schule geht hin und wer will nimmt dran teil.
Eben beim Kochen sind 5 Waschbären auf der anderen Straßenseite plündernd durch die Mülltonnen gezogen und Bonnie hat erzählt, dass sie bei ihren Eltern früher oft Bären direkt hinterm Haus im Garten hatten.
Mein Vortrag heute kam gut an und ab Januar wird es mit den Experimenten losgehen. Also wieder zurück ans Zeichenbrett. Experimente entwerfen :)
Die kleinste Packung Hackfleisch - egal ob frisch verpackt oder eingeschweißt - enthält 800 g.
Morgen ist letzter Schultag und an Mayas Schule wird nach der 3. Stunde nicht etwa ein Luftgitarrenwettbewerb gestartet, sondern ein Luft-BAND-Wettbewerb. Die ganze Schule geht hin und wer will nimmt dran teil.
Eben beim Kochen sind 5 Waschbären auf der anderen Straßenseite plündernd durch die Mülltonnen gezogen und Bonnie hat erzählt, dass sie bei ihren Eltern früher oft Bären direkt hinterm Haus im Garten hatten.
Mein Vortrag heute kam gut an und ab Januar wird es mit den Experimenten losgehen. Also wieder zurück ans Zeichenbrett. Experimente entwerfen :)
Montag, 16. Dezember 2013
Brennende Himmel
Die Sonne geht hier schon früher unter. Ist ja auch kalt da draußen. Da sollte man früh ins Bett gehen. Dafür siehts aber immer wieder atemberaubend aus.
Abstract ist eingereicht. Vielleicht geht's also auf Unikosten an die Niagarafälle.
Morgen ist Laborputz (vllt sogar als Heinzelmännchen verkleidet, wer weiß) und Group Lunch. Danach hab ich im Labor dann sogar einen mir zugeordneten Arbeitsplatz.
USA liegt bei den Zugriffen übrigens wieder deutlich vorne.. tz tz tz ...
Nachschlag: Photomerge aus 7 Bildern mit mehreren künstlichen Monden dank der Treppenhausbeleuchtung.
Abstract ist eingereicht. Vielleicht geht's also auf Unikosten an die Niagarafälle.
Morgen ist Laborputz (vllt sogar als Heinzelmännchen verkleidet, wer weiß) und Group Lunch. Danach hab ich im Labor dann sogar einen mir zugeordneten Arbeitsplatz.
USA liegt bei den Zugriffen übrigens wieder deutlich vorne.. tz tz tz ...
Nachschlag: Photomerge aus 7 Bildern mit mehreren künstlichen Monden dank der Treppenhausbeleuchtung.
Vorurteile
Angesprochen auf meine Kopfhörer:
"So what music do you listen to?"
"Well, mostly rock and metal."
"Oh, that's very german of you." ;)
"So what music do you listen to?"
"Well, mostly rock and metal."
"Oh, that's very german of you." ;)
Sonntag, 15. Dezember 2013
Kommt Post? Post kommt, morgen um 17:00
Stehe im 7/11 in der Schlange am Postschalter, der auch Sonntags bis 18:00 Uhr geöffnet hat.
Vor mir ein Pärchen mittleren Alters, das ca. 80 Briefe und 1 Paket verschicken möchte. In die USA und nach Hause - die beiden sind ursprünglich irgendwo aus dem asiatischen Raum. Der freundliche Mitarbeiter erklärt ihnen, dass eine Lieferung auch per AirMail nur innerhalb von 2 Wochen garantiert werde und damit nicht zwingend alle Sendungen vor Weihnachten ausgeliefert werden.
Sie fragt ihn, ob es schneller geht, wenn sie die Sachen direkt im Hauptpostamt abgeben. Er verneint und reicht ihnen die 80 Briefmarken zum Bekleben der Briefe.
Ich bin an der Reihe und reiche ihm meine Briefe für Deutschland.
Sie unterbricht ihn und fragt nochmal nach, ob sie es nicht lieber zum Hauptpostamt bringen sollten.
Er erklärt ihr, dass es auch von dort nicht wirklich schneller verschickt wird.
Wendet sich wieder mir zu und reicht mir die Briefmarken. Beginne zu kleben, während die nächste Dame an den Schalter gerufen wird. Bevor sie abgefertigt wird, wendet sich die asiatische Dame wieder an den Mitarbeiter und fragt - na was wohl? Er verneint.
Bin fast fertig mit kleben, das Pärchen auch. Sie redet mit ihrem Freund/Mann, ob sie die Sendungen nun hier abgeben sollen (nachdem sie schon $ 104.00 für Marken und Sendung gezahlt haben). Sie entscheiden sich für die Abgabe und drängen mich dafür zur Seite. Sie fragt dabei nochmal nach und bekommt die Antwort: "Ihr seid sowieso schon zu spät dran, es wird von überall genauso lange dauern." Das Pärchen verlässt den Schalter.
Bin fertig mit kleben und gebe meine Briefe ab, da kommt das Pärchen zurück. Sie fragt, wann denn die Post morgen von hier abgeholt werde.
"Um 17:00 Uhr."
"17:00 Uhr?"
"17:00 Uhr."
Daraufhin möchte sie das Päckchen doch lieber wieder haben und es persönlich bei der Hauptpost abgeben. Der immernoch erstaunlich freundlich und gleichmütig wirkende Mitarbeiter reicht ihr das Päckchen.
"Und die Briefe, die da jetzt in dem großen Postkasten hinter ihnen stecken, können wir die auch wieder haben?"
"Ernsthaft?"
Er verdreht die Augen als, sie bejaht.
"Dann müssen Sie aber warten bis alle Kunden bedient wurden."
Mit diesen Worten lässt er das Pärchen an der Seite des Schalters stehen und ruft den nächsten Kunden aus der Schlange.
Vor mir ein Pärchen mittleren Alters, das ca. 80 Briefe und 1 Paket verschicken möchte. In die USA und nach Hause - die beiden sind ursprünglich irgendwo aus dem asiatischen Raum. Der freundliche Mitarbeiter erklärt ihnen, dass eine Lieferung auch per AirMail nur innerhalb von 2 Wochen garantiert werde und damit nicht zwingend alle Sendungen vor Weihnachten ausgeliefert werden.
Sie fragt ihn, ob es schneller geht, wenn sie die Sachen direkt im Hauptpostamt abgeben. Er verneint und reicht ihnen die 80 Briefmarken zum Bekleben der Briefe.
Ich bin an der Reihe und reiche ihm meine Briefe für Deutschland.
Sie unterbricht ihn und fragt nochmal nach, ob sie es nicht lieber zum Hauptpostamt bringen sollten.
Er erklärt ihr, dass es auch von dort nicht wirklich schneller verschickt wird.
Wendet sich wieder mir zu und reicht mir die Briefmarken. Beginne zu kleben, während die nächste Dame an den Schalter gerufen wird. Bevor sie abgefertigt wird, wendet sich die asiatische Dame wieder an den Mitarbeiter und fragt - na was wohl? Er verneint.
Bin fast fertig mit kleben, das Pärchen auch. Sie redet mit ihrem Freund/Mann, ob sie die Sendungen nun hier abgeben sollen (nachdem sie schon $ 104.00 für Marken und Sendung gezahlt haben). Sie entscheiden sich für die Abgabe und drängen mich dafür zur Seite. Sie fragt dabei nochmal nach und bekommt die Antwort: "Ihr seid sowieso schon zu spät dran, es wird von überall genauso lange dauern." Das Pärchen verlässt den Schalter.
Bin fertig mit kleben und gebe meine Briefe ab, da kommt das Pärchen zurück. Sie fragt, wann denn die Post morgen von hier abgeholt werde.
"Um 17:00 Uhr."
"17:00 Uhr?"
"17:00 Uhr."
Daraufhin möchte sie das Päckchen doch lieber wieder haben und es persönlich bei der Hauptpost abgeben. Der immernoch erstaunlich freundlich und gleichmütig wirkende Mitarbeiter reicht ihr das Päckchen.
"Und die Briefe, die da jetzt in dem großen Postkasten hinter ihnen stecken, können wir die auch wieder haben?"
"Ernsthaft?"
Er verdreht die Augen als, sie bejaht.
"Dann müssen Sie aber warten bis alle Kunden bedient wurden."
Mit diesen Worten lässt er das Pärchen an der Seite des Schalters stehen und ruft den nächsten Kunden aus der Schlange.
Samstag, 14. Dezember 2013
Stadtleben
Habe die den Tag in Downtown verbracht.
Shopping Malls sind wirklich nichts für mich und wenn die dann auch noch mit Leuten jeden Alters im Kaufrausch überfüllt sind, sollte man eher aus dem Weg gehen.
Ich war dann stattdessen am Vancouver Convention Center direkt in an der Bucht gegenüber vom Frachthafen.
Dort gibt es eine kleine ständige Ausstellung zur Geschichte und man kann mit kleinen Wasserflugzeugen von der Größe einer Cessna Rundflüge über die Stadt unternehmen. Direkt unten am Convention Center ist neben Cafés, Cafés und Starbucks auch "Waterfront Nails & Waxing". Da kann man sich also die schönsten Schmerzen zufügen lassen, während man den Cessnas beim Starten und Landen zusieht und sich fragt, warum die kleine Halbinsel dahinter Dead Man's Island heißt. Das finde ich noch heraus. Ohne Waxing.
Wenn man nicht gerade teure Markenklamotten kaufen möchte, gibt es vor allem Cafés, Burger Kings, McDonalds' usw. Beim nächsten Mal also in den kleineren Straßen umsehen.
Im Murchie's Teeladen gibt es verschiedene Sorten zum probieren. Eine Familie mit zwei Kindern ist auch dort und testet die vorgebrühten Sorten durch. Bei der Dritten brüllt der kleine durch den Laden "Mama, der hier schmeckt nur nach Wasser!"
Trinke noch einen Tee bei einer größeren Kette, während ich darauf warte, dass einige Fotos beim London Drugstore gedruckt werden. Die Auszubildende von Staples, wo ich zuerst war, hat mich netterweise dorthin geschickt, weil es da billiger und schneller geht.
Hier in der Innenstadt gibt es weniger Jogger, sie tauchen ab und zu trotzdem auf. Vorhin beim Frühstück habe ich 7 gezählt. Aber es regnet ja auch.
Auf dem Weg zum Bus begegnen mir ca. 30-40 Santa Clause und Clausinnen, was mir Bonnie bei meiner Rückkehr mit der alljährlichen SantaCon erklärt.
Jetzt bin ich zuhause und schreibe einen Abstract über meine Masterarbeit, den ich dann bis Montag einreichen muss. Peter hat gestern vorgeschlagen, dass ich Ende April zum ISE Meeting an den Niagara-Fällen fahren könnte. Super Idee, klingt klasse. Muss die Deadline schon jetzt sein?
Achja, als Nachschlag noch ein Foto der Theologischen Fakultät der UBC mit eigenen Wohnheimen. Dort bin ich nach der Christmasparty am Mittwoch vorbeigekommen, als ich zum Bus wollte und es roch verdächtig stark nach Gras. Irgendwie muss das ja klappen mit der spirituellen Erfahrung.
Shopping Malls sind wirklich nichts für mich und wenn die dann auch noch mit Leuten jeden Alters im Kaufrausch überfüllt sind, sollte man eher aus dem Weg gehen.
Ich war dann stattdessen am Vancouver Convention Center direkt in an der Bucht gegenüber vom Frachthafen.
Dort gibt es eine kleine ständige Ausstellung zur Geschichte und man kann mit kleinen Wasserflugzeugen von der Größe einer Cessna Rundflüge über die Stadt unternehmen. Direkt unten am Convention Center ist neben Cafés, Cafés und Starbucks auch "Waterfront Nails & Waxing". Da kann man sich also die schönsten Schmerzen zufügen lassen, während man den Cessnas beim Starten und Landen zusieht und sich fragt, warum die kleine Halbinsel dahinter Dead Man's Island heißt. Das finde ich noch heraus. Ohne Waxing.
Wenn man nicht gerade teure Markenklamotten kaufen möchte, gibt es vor allem Cafés, Burger Kings, McDonalds' usw. Beim nächsten Mal also in den kleineren Straßen umsehen.
Im Murchie's Teeladen gibt es verschiedene Sorten zum probieren. Eine Familie mit zwei Kindern ist auch dort und testet die vorgebrühten Sorten durch. Bei der Dritten brüllt der kleine durch den Laden "Mama, der hier schmeckt nur nach Wasser!"
Trinke noch einen Tee bei einer größeren Kette, während ich darauf warte, dass einige Fotos beim London Drugstore gedruckt werden. Die Auszubildende von Staples, wo ich zuerst war, hat mich netterweise dorthin geschickt, weil es da billiger und schneller geht.
Hier in der Innenstadt gibt es weniger Jogger, sie tauchen ab und zu trotzdem auf. Vorhin beim Frühstück habe ich 7 gezählt. Aber es regnet ja auch.
Auf dem Weg zum Bus begegnen mir ca. 30-40 Santa Clause und Clausinnen, was mir Bonnie bei meiner Rückkehr mit der alljährlichen SantaCon erklärt.
Jetzt bin ich zuhause und schreibe einen Abstract über meine Masterarbeit, den ich dann bis Montag einreichen muss. Peter hat gestern vorgeschlagen, dass ich Ende April zum ISE Meeting an den Niagara-Fällen fahren könnte. Super Idee, klingt klasse. Muss die Deadline schon jetzt sein?
Achja, als Nachschlag noch ein Foto der Theologischen Fakultät der UBC mit eigenen Wohnheimen. Dort bin ich nach der Christmasparty am Mittwoch vorbeigekommen, als ich zum Bus wollte und es roch verdächtig stark nach Gras. Irgendwie muss das ja klappen mit der spirituellen Erfahrung.
Überhaupt, scheint sich hier weniger jemand um sowas zu scheren. An der Bushaltestelle in Downtown, mitten auf der Haupteinkaufsstraße standen schon mehrfach kiffende Leute neben mir und haben auf den Bus gewartet und als ich vorhin nach Hause lief, saßen 4 junge Männer auf der Veranda zur Straße hin und hatten die gleiche Beschäftigung. Na wenns hilft.
Ich trinke jetzt frisch erworbenen Darjeeling und schreibe.
Freitag, 13. Dezember 2013
Öffentlicher Nahverkehr
Sämtliche Busse sind hier mit GPS ausgestattet und die Daten sind anders als in Berlin für alle jederzeit abrufbar. Deswegen gibt es Apps, die dir auf einer Karte direkt anzeigen, wo dein Bus gerade im Stau steht. Sehr praktisch.
Nachteil für die Busfahrer ist die ständige Kontrolle, die dazu führt, dass man in Stoßzeiten schnell durchgewinkt wird, damit der Fahrer nicht auf den Deckel bekommt. Mein gerade eingelöstes ticket wollte ich schon gestern Morgen und gestern Abend benutzen :)
Die meisten Busse fahren übrigens elektrisch per Oberleitung. Haben aber keinen zusätzlichen Motor falls die Leitung mal streikt.
Die Macht des Einzelnen
Ich habe gerade erfahren, dass der kleine Kasten über dem Lichtschalter im Büro - an dem ich die letzten Tage immer wieder rumgespielt habe, weil mir zu kalt war - die Temperatur für alle Büros auf dieser Etage regelt. ^^
Kaum einer kennt mich hier, aber ich entscheide, ob sie schwitzen oder frieren :)
Rundumblick durchs Büro: links mein Schreibtisch, rechts am Fenster Robs (der noch genau eine Woche hier ist) und rechts direkt an der Tür Zakis. Eventuell kriege ich Robs Schreibtisch, dann könnte ich sogar den Drucker benutzen und müsste zum telefonieren nicht stehen.
Habe ein neues Mittagslokal gefunden. Das Essen ist etwas besser und es gibt Salat dazu!
Updates
Gestern gab es ein spontanes Meeting mit dem Prof. Nächsten Donnerstag treffen wir uns, um zu besprechen, was exakt ich machen werde. Dabei soll ich auch einen kurzen Vortrag als Einleitung halten. Aber nicht so viel über das was ich schon gemacht habe, sondern eher kurz über das Stipendium und wie meine Pläne jetzt sind. Im Januar soll ich dann vor einer größeren Gruppe einen Vortrag über meine Masterarbeit halten..
Aus "komm doch mal kurz in mein Büro" wurde schnell fast eine Stunde, ich weiß jetzt dass mein Prof den schwarzen Gürtel im Tae-Kwan-Do hat und bin am 25.12 zu ihm nach Hause eingeladen.
Ich habe auch endlich Zugang zum Labor und zu den Analyseräumen und eigentlich kann es jetzt losgehen.
Ansonsten herrscht jetzt "endlich wieder normales Wetter" für Vancouver. Seit gestern haben wir um die 5 °C, dichte Wolken am Himmel und es regnet die meiste Zeit.
Nächsten Dienstag ist Laborputz und gemeinsames Mittagessen und Mittwoch treffen ich mich mit den anderen Deutschen zum Lunch.
Das kommende Wochenende steht vor allem im Zeichen der Weihnachtspost. Ich hoffe ihr bekommt sie noch rechtzeitig.
Aus "komm doch mal kurz in mein Büro" wurde schnell fast eine Stunde, ich weiß jetzt dass mein Prof den schwarzen Gürtel im Tae-Kwan-Do hat und bin am 25.12 zu ihm nach Hause eingeladen.
Ich habe auch endlich Zugang zum Labor und zu den Analyseräumen und eigentlich kann es jetzt losgehen.
Ansonsten herrscht jetzt "endlich wieder normales Wetter" für Vancouver. Seit gestern haben wir um die 5 °C, dichte Wolken am Himmel und es regnet die meiste Zeit.
Nächsten Dienstag ist Laborputz und gemeinsames Mittagessen und Mittwoch treffen ich mich mit den anderen Deutschen zum Lunch.
Das kommende Wochenende steht vor allem im Zeichen der Weihnachtspost. Ich hoffe ihr bekommt sie noch rechtzeitig.
Donnerstag, 12. Dezember 2013
Christmas party
Die Weihnachtssfeier des Instituts war nett. Einige neue Leute kennen gelernt. Es gibt mindestens 3 andere Deutsche am Institut und nächsten Monat kommt noch einer aus Freiburg. Gleichzeitig wurde der 90. Geburtstag von Norman Epstein einem emeritierten Prof. des Instituts gefeiert, der dort und an der UBC generell noch viele Aufgaben übernimmt. Von dem, was ich so mitbekommen habe, ein wirklich interessanter Mann. Nachdem wir mit Essen vollgestopft waren wurden noch 20 Gutscheine für den UBC-Shop verlost, von denen ich einen gewonnen habe. Yay :)
Ansonsten war das ganze eher ein Dinner mit festem Programm und nach Ablauf des letzten Programmpunkts auch direkt beendet. Ich hoffe die Kanadier feiern nicht immer nach Stechuhr ;)
BTW: Deutschland führt inzwischen mit 157 zu 114 Zugriffen auf diesen Blog. Macht weiter so!
Ansonsten war das ganze eher ein Dinner mit festem Programm und nach Ablauf des letzten Programmpunkts auch direkt beendet. Ich hoffe die Kanadier feiern nicht immer nach Stechuhr ;)
BTW: Deutschland führt inzwischen mit 157 zu 114 Zugriffen auf diesen Blog. Macht weiter so!
Dienstag, 10. Dezember 2013
Interessanterweise
wird dieser Blog häufiger aus den USA aufgerufen, als aus Deutschland..
Gute Nacht. Oder eben einen wundervollen Tag euch da drüben :)
Gute Nacht. Oder eben einen wundervollen Tag euch da drüben :)
Montag, 9. Dezember 2013
Dinge, an die man sich als Berliner/Deutscher gewöhnen muss II
Ich komme mit dem Berichten nicht hinterher.
- du stehst irgendwo an der Straße (ohne Zebrastreifen oder Ampel) und die Autos halten an, um dich rüber zu lassen
- der Döner im International Food House (ein Keller mit Fastfoodläden) auf dem Campus heißt "Donair"
- die Bus.. ach lassen wir das
- richtiges Brot zu finden ist schwer (aber immerhin nicht unmöglich)
- die Wasserhähne für kaltes Wasser gehen in die falsche Richtung auf.. (habe mir aber versichern lassen, dass das eine Eigenart von Bonnies Haus ist und nicht typisch kanadisch)
Vorortleben III
Nachdem ich gestern endlich los bin, war ich dann geschätzte 3,5 h unterwegs. Vergleicht man die Routen von Samstag und Sonntag war ich Sonntag doch deutlich aktiver. Was auch an den etwas milderen Temperaturen gelegen haben mag. Jedenfalls bin ich statt ca. 3 km am Samstag 6,5 km gewandert.
Musste dabei festellen, dass die Häuser am Samstag noch nichts gegen das, was in Richtung Downtown gelegen auf der Wasserseite steht, waren. Dabei giebt es ein natürliches Gefälle von der Stadt- zur Wasserseite. Die Häuser auf der Stadtseite sind meist alle eher schmal bzw. schmaler als auf der gegenüberliegenden Seite. So kommt es vor, dass in einer Wasser-Einfahrt Hummer, S-Klasse und Audi Q5 einem Golf IV auf der Stadtseite gegenüberstehen, der auf der Straße parken muss.
Aber auch auf der Wasserseite gibt es wirklich schöne, nicht aufdringliche Häuschen.
An praktisch jeder Kreuzung ist ein kleiner Park angelegt, von dem aus man bis zum Strand hinuntergehen kann. Der Blick auf die Bucht ist unverändert schön, immernoch Hochseefrachter, immernoch Skyline und Berge. Laut Infotafel leben hier direkt am Rand der Stadt sogar Weißkopfseeadler. Habe keinen gesehen. Kann also nicht stimmen.
Theoretisch kann man auch am Strand entlang bis runter zum Museum laufen, allerdings nur wenn Ebbe ist und ich wollte mir ja auch die Straßen oben anschauen. Habe bisher 35 Jogger gezählt.
Kurz hinter dem Kitsiliano Yacht Club liegt - ja genau - der Kitsiliano Pool. Ein Schwimmbad am Strand. Direkt davor, mit Blick auf Pool und Bucht ist eine der Bühnen, die ich jetzt mal für die Sommertournee des JE vorschlage. Oder Karo, Philipp?
Von dort aus geht es weiter den Strand entlang, vorbei an Spielplätzen, Basketball courts, Grillstationen und dem Boathouse, einem bestimmt minimal touristischen Restaurant in dem natürlich gerade Eishockey über die Flachbildschirme flimmert.
Bis ich schließlich am Hayden Park und dem Vancouver Museum (was am Sonntag um 18:00 Uhr natürlich schon geschlossen ist) ankomme. Hayden Park ist eines der wenigen off-leash Gebiete, wo man seine Hunde ohne Leine laufen lassen darf. Dementsprechend sehe ich dort noch mehr Hunde und etwas weniger Jogger. Das Planetarium ist auch irgendwo dort, aber es wird doch langsam kalt und verdammt dunkel, sodass ich nur noch ein paar Fotos mache und dann zurück laufe.
Auf dem Rückweg begegnen mir dann noch eine winterlich geschmückte Parkbank, die Installation "Photograph und Pylone" und eine wild aufgehängte Schaukel.
Zuhause lese ich noch einen halben Terry Pratchett und gehe dann schlafen.
![]() |
| Vorortspaziergang Samstag |
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| Vorortspaziergang Sonntag |
Musste dabei festellen, dass die Häuser am Samstag noch nichts gegen das, was in Richtung Downtown gelegen auf der Wasserseite steht, waren. Dabei giebt es ein natürliches Gefälle von der Stadt- zur Wasserseite. Die Häuser auf der Stadtseite sind meist alle eher schmal bzw. schmaler als auf der gegenüberliegenden Seite. So kommt es vor, dass in einer Wasser-Einfahrt Hummer, S-Klasse und Audi Q5 einem Golf IV auf der Stadtseite gegenüberstehen, der auf der Straße parken muss.
Aber auch auf der Wasserseite gibt es wirklich schöne, nicht aufdringliche Häuschen.
An praktisch jeder Kreuzung ist ein kleiner Park angelegt, von dem aus man bis zum Strand hinuntergehen kann. Der Blick auf die Bucht ist unverändert schön, immernoch Hochseefrachter, immernoch Skyline und Berge. Laut Infotafel leben hier direkt am Rand der Stadt sogar Weißkopfseeadler. Habe keinen gesehen. Kann also nicht stimmen.
Theoretisch kann man auch am Strand entlang bis runter zum Museum laufen, allerdings nur wenn Ebbe ist und ich wollte mir ja auch die Straßen oben anschauen. Habe bisher 35 Jogger gezählt.
Kurz hinter dem Kitsiliano Yacht Club liegt - ja genau - der Kitsiliano Pool. Ein Schwimmbad am Strand. Direkt davor, mit Blick auf Pool und Bucht ist eine der Bühnen, die ich jetzt mal für die Sommertournee des JE vorschlage. Oder Karo, Philipp?
Von dort aus geht es weiter den Strand entlang, vorbei an Spielplätzen, Basketball courts, Grillstationen und dem Boathouse, einem bestimmt minimal touristischen Restaurant in dem natürlich gerade Eishockey über die Flachbildschirme flimmert.
Bis ich schließlich am Hayden Park und dem Vancouver Museum (was am Sonntag um 18:00 Uhr natürlich schon geschlossen ist) ankomme. Hayden Park ist eines der wenigen off-leash Gebiete, wo man seine Hunde ohne Leine laufen lassen darf. Dementsprechend sehe ich dort noch mehr Hunde und etwas weniger Jogger. Das Planetarium ist auch irgendwo dort, aber es wird doch langsam kalt und verdammt dunkel, sodass ich nur noch ein paar Fotos mache und dann zurück laufe.
Auf dem Rückweg begegnen mir dann noch eine winterlich geschmückte Parkbank, die Installation "Photograph und Pylone" und eine wild aufgehängte Schaukel.
Zuhause lese ich noch einen halben Terry Pratchett und gehe dann schlafen.
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