Freitag, 29. Mai 2015

Road trip mit die Eltern - revisited part 1

In Reminiszenz an diesen Post folgt nun endlich die Aufarbeitung von einer Woche Auto, Mutti und Vati Spöri sowie jeder Menge Berge und klarer Seen - alles ohne Emailleschüssel. Aber der Reihe nach.

Ein Roadtrip durch die kanadischen Rocky Mountains bestimmt Woche 2 von 3 der spörischen Heimsuchung Kanadas. Von Samstag bis Freitag soll es von Vancouver aus gut 1900 km über Clearwater und Jasper bis Banff und anschließend über Revelstoke zurück nach Vancouver gehen.

Dazu mietet man beim örtlichen Postkutschenverein ein "medium size car" und ist pünktlich zur Ladenöffnung vor der Tür. Vielleicht überpünktlich, was sich in dem Fall als gut herausstellen soll. Nach einem kurzen Spaziergang um den Block ist der Laden geöffnet und es warten 3-4 Parteien vor uns. Der Filialgröße geschuldet ist kein medium mehr vorhanden und man erhält ein kostenloses Upgrade auf well done. Bedeutet BMW 320i xDrive anstatt Ford Focus.


Man kämpft sich zuerst durch den Stadtverkehr und bis ca. Chilliwack auch auf dem Trans-Canada-Highway (Hwy 1) durch den Stau und dann geht es flott vorwärts bis ins verschlafene Nest Clearwater. Es gibt dort den Clearwater Gebirgssee, Wells Gray Provincial Park und ein Motel. Daneben Diner und Tankstelle, evtl. irgendwo noch Anwohner. Willkommen im amerikanischen Roadmovie.


Abends geht es noch ein bisschen nach draußen, weil Nordlichter angekündigt waren, Clearwater ist allerdings noch zu südlich oder es ist einfach zu viel Licht rundherum.



Am nächsten Morgen geht es abseits der Reiseroute über Schotterpisten hoch zum Provincial Park und Clearwater See.
Man trifft - wie sollte es anders sein - falsch parkende Pickups, kleineres Getier sowie Ausflügler, die ihr sehr schönes Alukayak mit ein wenig Proviant, Schlafsäcken und mindestens ihrem Körpergewicht an Wein beladen und für einige Tage davonpaddeln.
Am nördlichsten Ende des Pfades ist der Zugang zum Clearwater See, hier wird das Auto erstmal auf einem halbvollen Parkplatz abgestellt. Viele Geländewagen, teils mit interessanten Aufbauten.


Kuckuck!


Vorbei an verschiedenen Gewächsen und Pilzen..



..gibt es eine Pause mit Füße ins Wasser baumeln lassen..


..und Schmetterlingen..


..bevor es zurück zum Auto geht.



Auf dem Rückweg wird am am häufigsten fotografierten See des Parks halt gemacht und auch die Ray Farm (Überreste der ehemaligen Durchgangsstadt bzw. deren letzten Einwohner) mit ihrer eisenhaltigen Mineralquelle.



Am Ende wird neben einem Schrottplatz/Antiquitätenhandel im Café bei Kaffee, Kuchen und Krähe ausgeruht bevor es weiter geht. Jasper National Park steht auf dem Plan.



Achja, habe ich die Fettsammeltonnen hinter dem Diner erwähnt?


Montag, 25. Mai 2015

Die Eltern, zwei (kurzzeitig drei) Berliner in Vancouver

Zeit für ein Flashback, weitere werden folgen.

Blitz & Donner, Gewittersturm. Der Wind klopft an die Fenster, ein Jogger fliegt vorbei. Plötzlich spielt die Küchenuhr verrückt, ein Fenster fliegt auf und abgerissene Kalenderblätter springen zurück an ihre Platz.
Etwas später klart der Himmel auf. Die Uhr zeigt 17:50 Uhr, der Kalender den 06.09.2014

Philip, ein Berliner in Vancouver und dann geschieht kurz vor Abreise das. Noch zwei Berliner! Ist das ein neuer Trend?
Vielleicht. Viele Deutsche gibt es hier immerhin eh schon.

Jedenfalls toll. Unglaublich toll und schön, das alles, was man hier so erlebt und entdeckt hat, zeigen zu können. Außerdem Hut ab für den Mut die Reise zu machen, ich glaube, es hat sich gelohnt.

Die ersten Tage verlaufen wie - nunja - die ersten Tage verlaufen sollten und müssen. Jetlag, ankommen, Vancouver erkunden. Wirklich wahrhaftig erkennen, dass man Urlaub hat.

Erste Unterkunft ist ein schönes, kleines Apartment an der West 3rd Avenue zwischen Pine und Fir Street. Inklusive Dachterrasse mit großem Grill und großartiger Aussicht auf Downtown Vancouver.


Nach ausgiebigem (und für sehr gut befundenen) Testen des Blue Moon Cafés gleich um die Ecke, geht es an einem der ersten Tage mit Kollege Zaki nach Chilliwack zum Angeln.
Naja fast mit, es ist eher ein hinterher. Zaki ist ab 6:00 Uhr dort, wir kommen gegen 11:00 an und empfangen Zaki beim Abbauen mit 6 ausgewachsenen (und inzwischen auch -geweideten) Lachsen.

 
Es gibt noch eine kurze Tour über den deutlich überfüllten Strand (zu viel Alkohol und andere Konsumgüter lassen das ganze eher nach Familienfest und Schlachtfeld aussehen) und dann geht es zu einer etwas versteckter liegenden Stelle, die evtl. auch gute Fische bringt.
Tut sie nicht, aber Zaki gibt uns onehin einen der Lachse - wunderbar. Abendessen? Check.

Zaki,


Maki,


und Paki.


in der Ferne sieht man die Anfänge des nächsten Wasserfahrrads (Merkt euch meine Worte! noch 15 Jahre..)


Mit dem Lachs im Kofferraum geht es schnellstmöglich zurück zum heimischen Dachterrassengrill, wo auch schon die Möven warten.

Zuerst schaut man nur vorsichtig über die Dachkante,


wagt sich weiter vor..


..lässt sich aber zum Glück gut verschrecken.


Während der Fisch bruzzelt bleibt nur die Seele baumeln lassen und den immer wieder fantastischen Abendhimmel zu betrachten.


Es wartet eine Woche voller Spannung und tollen Ausflügen, Besuch an der UBC, die Spitze von Grouse Mountain uvm auf die alten Spöris. Der Junge geht arbeiten und Philip wird nach Hause geschickt.

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