Nun lebt man schon fast eine Woche in Richmond. Das ist irgendwie ein Stadtteil von Vancouver aber eigentlich auch ne eigene Stadt, es gibt außer der offiziellen Grenze nur keine Unterschiede zwischen Vancouver und Richmond.
Naja, in der Adresse steht dann auf jeden Fall Richmond, ganz wichtig.
Hier wohnen hauptsächlich Chinesen und deswegen auch mein Kollege Jason, dessen zweites Zimmer jetzt von Rumpelkammer zu meinem Zuhause wurde.
Nach 5 Nächten Feldbett hat sich auf dem hiesigen eBay-Kleinanzeigen namens Craigslist eine IKEA Lycksele Schlafcouch aufgetan, die sogar in dieses Zimmer reinpasst. Inkl. Cargo Van mieten und abholen für unter 100 €.
vorher
nachher tagsüber
nachher nachtsüber (bitte dunkel vorstellen)
Auf dem Weg zur Budget-Vermietung passiert man so wundersame Läden wie den Alu-Zaunverkauf "Andre Aluminium" oder die Zoofachhandlung "Petcetera".
Leider findet zeitgleich zum Sofa abholen im Stanley Park die alljährliche Wasserschlacht statt, von der hier sonst berichtet werden würde. Außerdem gibt es vor der Kunstgallerie in Downtown eine große Demo wegen des Kriegs im Gazastreifen.
Jason hat gestern in unsere beiden Zimmertüren Schlösser einbauen lassen, damit man sein Zimmer während der Abwesenheit abschließen kann. Wer's braucht.
In der Küche muss man einen Ventilator vor den Rauchmelder stellen, wenn man kocht, weil die Dunstabzugshaube nicht mehr genug zieht und der Staubsauger ist nur noch Staub und nicht mehr Sauger. Dafür wird das Wohnzimmer vom 55" TV samt 5 Spielekonsolen dominiert. Irgendwo ist es eben doch eine Studentenbude. ;)
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Samstag, 9. August 2014
Montag, 4. August 2014
Berlin - Es war wie immer ein Fest.
Um mal Till Lindemann zu zitieren.
Die letzten zwei Monate gingen vorbei wie im Fluge und ich habe mich lange nicht bei allen gemeldet, die es verdient hätten. Wird alles nachgeholt.
Highlights der letzten acht Wochen.
Geburtstage in allen Formen und Farben mit großen und kleinen Geschenken.
Teufelsberg am Morgen (bzw. Blick vom)
Keine NSA mehr zu finden.
Immer wieder schöne Wohnungsausblicke
Race 61 in Finowfurt mit leider nicht startendem Rennkäfer vom OSZ KfZ Berlin
Spreewaldpaddeltour mit dem Arbeitskreis sowie Fußballturnier des Instituts für Chemie
Ein Kurzbesuch in München und Sommer- sowie Abschiedsfest in Kladow
So viel schöner Sommer - so viele tolle Leute.
Im Dezember gehts weiter und bis dahin berichtet hier wieder die Außenstelle Kanada.
Die letzten zwei Monate gingen vorbei wie im Fluge und ich habe mich lange nicht bei allen gemeldet, die es verdient hätten. Wird alles nachgeholt.
Highlights der letzten acht Wochen.
Geburtstage in allen Formen und Farben mit großen und kleinen Geschenken.
Teufelsberg am Morgen (bzw. Blick vom)
Keine NSA mehr zu finden.
Immer wieder schöne Wohnungsausblicke
Race 61 in Finowfurt mit leider nicht startendem Rennkäfer vom OSZ KfZ Berlin
Spreewaldpaddeltour mit dem Arbeitskreis sowie Fußballturnier des Instituts für Chemie
Ein Kurzbesuch in München und Sommer- sowie Abschiedsfest in Kladow
So viel schöner Sommer - so viele tolle Leute.
Im Dezember gehts weiter und bis dahin berichtet hier wieder die Außenstelle Kanada.
Dienstag, 29. April 2014
Toronto I
6:30 Ankunft in Toronto. Für je $5 dürfen die Koffer bis zur Weiterfahrt eingeschlossen werden.
Die Frühstückssuche ergibt dank Sonntag und der frühen Uhrzeit McDonalds. Hat man ja auch nicht alle Tage.
Der Bus nach Niagara Falls fährt in 4 h Stunden, also nehmen wir uns einen Car2Go Smart und fahren Richtung Hafen, da der St. Lawrence Market leider auch geschlossen ist.
Hier präsentieren sich die beiden Lebensaspekte Arbeit und Vergnügen in direktem Einklang.
Das gesamte Gebiet befindet sich im Bau und wird in ein paar Jahren sicherlich neureiche Unternehmer beherbergen, die dann von der Wohnung auf den Strand stolpern und ihr Gelato serviert bekommen, während nebenan die Kinder ruhig gestellt werden.
Geht man einmal um den Block sieht man in der Ferne den kanadischen Bankensektor (BMO, Scotiabank, TD, CIBC, RBC) in Schieflage.
Weitere Fotos: CN Tower und..
..Zeichen
Dann geht es zurück zum Busbahnhof und auf die zweistündige Fahrt. Dies ist die billigste Verbindung weil der Bus bis zum Casino an den Niagarafällen fährt.
Der Busfahrer erklärt allen Passagieren sehr direkt, dass man ohne Ausweis und nur über 19 Jahren aussteigen darf, wenn wir erstmal da sind, weil die Haltestelle auf dem Casinogelände ist. Alle Familien müssen schon vorher aussteigen und den Rest per Taxi oder zu Fuß zurücklegen.
Angekommen sagt der Busfahrer nochmals an, dass bitte alle sitzen bleiben sollen. Es komme jemand vom Casino durch und kontrolliere die Ausweise, danach dürfe man aussteigen.
Die Tür geht auf.
Alles greift seine Sachen und stürmt zur Treppe.
Kommunikation braucht halt immer Sender und Empfänger.
Als es endlich alle ordnungsgemäß kontrolliert wurden, bekommt man beim Aussteigen noch einen $15-Gutschein vom Casino geschenkt. Auf Nachfrage wird bestätigt, dass man dafür nur Spielcredits bekommt und sich das Geld nicht direkt auszahlen lassen kann.
Willkommen in Niagara Falls.
Die Frühstückssuche ergibt dank Sonntag und der frühen Uhrzeit McDonalds. Hat man ja auch nicht alle Tage.
Der Bus nach Niagara Falls fährt in 4 h Stunden, also nehmen wir uns einen Car2Go Smart und fahren Richtung Hafen, da der St. Lawrence Market leider auch geschlossen ist.
Hier präsentieren sich die beiden Lebensaspekte Arbeit und Vergnügen in direktem Einklang.
Das gesamte Gebiet befindet sich im Bau und wird in ein paar Jahren sicherlich neureiche Unternehmer beherbergen, die dann von der Wohnung auf den Strand stolpern und ihr Gelato serviert bekommen, während nebenan die Kinder ruhig gestellt werden.
Geht man einmal um den Block sieht man in der Ferne den kanadischen Bankensektor (BMO, Scotiabank, TD, CIBC, RBC) in Schieflage.
Weitere Fotos: CN Tower und..
..Zeichen
Dann geht es zurück zum Busbahnhof und auf die zweistündige Fahrt. Dies ist die billigste Verbindung weil der Bus bis zum Casino an den Niagarafällen fährt.
Der Busfahrer erklärt allen Passagieren sehr direkt, dass man ohne Ausweis und nur über 19 Jahren aussteigen darf, wenn wir erstmal da sind, weil die Haltestelle auf dem Casinogelände ist. Alle Familien müssen schon vorher aussteigen und den Rest per Taxi oder zu Fuß zurücklegen.
Angekommen sagt der Busfahrer nochmals an, dass bitte alle sitzen bleiben sollen. Es komme jemand vom Casino durch und kontrolliere die Ausweise, danach dürfe man aussteigen.
Die Tür geht auf.
Alles greift seine Sachen und stürmt zur Treppe.
Kommunikation braucht halt immer Sender und Empfänger.
Als es endlich alle ordnungsgemäß kontrolliert wurden, bekommt man beim Aussteigen noch einen $15-Gutschein vom Casino geschenkt. Auf Nachfrage wird bestätigt, dass man dafür nur Spielcredits bekommt und sich das Geld nicht direkt auszahlen lassen kann.
Willkommen in Niagara Falls.
Mittwoch, 12. März 2014
Kindermund
Laufe vom Einkaufen nach Hause und kürze durch die Wohnsiedlung neben dem Wohnheim ab.
Auf einem Spielplatz spielen ca. 10 Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren.
Ein Mädchen muss scheinbar auf die Toilette, woraufhin ein anderes mit ihr auf ein nahegelegenes Haus zu rennt.
"This is my house.", erklärt sie stolz und öffnet ihr die Tür, damit das andere Mädchen auf die Toilette gehen kann.
"Oh, so you're the girl who stinks", antwortet das andere Mädchen und fügt auf den verdutzten Blick von Mädchen 1 noch "That's what my Dad says.." hinzu.
Sie gehen beide hinein.
Immerhin.
--------
Es gibt hier übrigens auch sehr interessante Müslisorten im Supermarkt.
Man beachte neben "Sexcereal" auch oben "Mary Jane"und "Holy Crap" neben denen rechts außerhalb des Bildes auch noch "Skinny B" angeboten wurde.
Auf einem Spielplatz spielen ca. 10 Kinder im Alter von 5 bis 10 Jahren.
Ein Mädchen muss scheinbar auf die Toilette, woraufhin ein anderes mit ihr auf ein nahegelegenes Haus zu rennt.
"This is my house.", erklärt sie stolz und öffnet ihr die Tür, damit das andere Mädchen auf die Toilette gehen kann.
"Oh, so you're the girl who stinks", antwortet das andere Mädchen und fügt auf den verdutzten Blick von Mädchen 1 noch "That's what my Dad says.." hinzu.
Sie gehen beide hinein.
Immerhin.
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Es gibt hier übrigens auch sehr interessante Müslisorten im Supermarkt.
Man beachte neben "Sexcereal" auch oben "Mary Jane"und "Holy Crap" neben denen rechts außerhalb des Bildes auch noch "Skinny B" angeboten wurde.
Samstag, 1. März 2014
Open mic
Mittwoch endete ein kurzes Feierabendbier mit Billard im Koerner's Pub erst Nachts um 3:30.
Der Vorsatz für Donnerstag war also ein wenig früher ins Bett zu kommen.
Abendplanung: Offene Bühne im Café Deux Soleils ca. 40 Busminuten vom Campus entfernt.
Glorias Schwester mitsamt Freund sind diese Woche zu Besuch, Anne und Louise sowie Joakim, Jonathan und weitere Schweden bilden an unserem Tisch dann den Endstand von 4 Deutschen, 5 Schweden und 2 Däninnen. Man beachte auch hier wieder, die für Vancouver Vintagekneipen üblichen Marmeladengläser anstatt von Bierkrügen.
Kanadier? Fehlanzeige.
Na gut. Im Café befinden sich eventuell auch ein paar Kanadier. Allerdings niemand, den wir kennen.
Das Café bietet eine größere Auswahl vegetarischer und veganer Speisen (50 % Burger, so wie es sich hier gehört) sowie ca. 10 Sorten Bier vom Fass. Es werden dann (über den Abend verteilt) Pitcher vom Russel Pale Ale, über Storm I.P.A. und Black Plague zum R+B Red Devil verkostet.
![]() |
| Quelle: http://cafedeuxsoleils.com/menu/#drinks |
Potentielle Teilnehmer für die offene Bühne dürfen ihre Namen ab 19:00 in die Lostrommel werfen. Gegen 21:00 werden dann 15 Namen gezogen, die je 2 Werke (Songs, Poesie, etc.) vortragen dürfen - und ja, es sind deutlich mehr als 15 Namen im Krug.
An dritter Stelle wird auch Joakim gezogen, der hier ist, obwohl er am nächsten Morgen 2 Prüfungen hat.
Abgesehen von 2 kurzen Gedichten wird hauptsächlich Musik gemacht und dass auf einem wirklich guten Niveau. So gut, dass eine Frau, die draußen mit Köpfhörern im Ohr vorbei läuft, plötzlich stehen bleibt, die Stöpsel aus dem Ohr nimmt und durchs Schaufenster starrt.
Sonntag, 19. Januar 2014
Darf ich Ihnen meine Karate geben?
Aikido hat sich endgültig disqualifiziert, dafür war ich heute Mittag beim Nihon Goju Karate einer sehr ans Kung Fu angelehnten Form von Karate, was mir dann naturgemäß gefallen hat. Einiges wird anders gemacht, ist aber doch immer sehr ähnlich und vertraut. Jetzt nur noch die $ 220.00 bezahlen und dann ist jeden Donnerstag Abend und Sonntag Mittag Training.
Trainiert wird im selben Raum wie beim Aikido, nur dass wir ca. doppelt so viele Teilnehmer hatten. Es ist also etwas kuschelig. Der Trainer hat während der deutschen Besatzung mit seinen Eltern für drei Jahre in Soest gelebt, weil sein Vater beim kanadischen Militär war und macht einen sehr netten Eindruck. Eigentlich braucht man fürs Karate auch einen speziellen Trainingsanzug, den ich aber für ein einziges Semester nicht kaufen brauche.
Samstag wurde das angesetzte Wandern mal wieder abgesagt, aber irgendwann bekommen wir das auch noch hin. Dafür war ich mit ein paar Kollegen (Chinesen, Iraner und Kanadier) und Israa, Informatikerin aus London, in einem von einer asiatischen Familie geführten, französischen Teehaus, das von der Einrichtung sehr englisch wirkte. So viel zur multikulturellen Identität Vancouvers.
Abends bin ich dann noch alleine durch Gastown spaziert, um nicht gleich wieder am Schreibtisch zu versacken. Gastown wirkt etwas europäischer als der Rest der Stadt und bietet einige Ecken, die ich mir noch genauer anschauen muss. Beispielsweise die Steambrew Brauerei direkt am Ufer, in deren Restaurant/Bar man sich entweder gemütlich hinsetzen kann, oder nebenan im Direktverkauf allerlei gute Getränke für den Hausgebrauch bekommt. Es gibt viele kleine Geschäfte, eine Eis- und Schokoladenfabrik und alles wirkt durch die Klinkerbauten sehr urig. Das ganze Viertel ist mit älteren Straßenlaternen beleuchtet und an diesem Samstagabend unglaublich gut besucht. Taxi reiht sich an Taxi.
Da ich meine Kamera nicht dabei habe, gibt es nur kurze Eindrücke per Handycam. Beim Fotografieren der Steam Clock (die nicht mehr wirklich mit Dampf betrieben wird) halte ich unfreiwillig auch fest, wie ein junges Pärchen seine halbe Pizza bei einem an der Ecke schlafenden Obdachlosen abstellt.
Trainiert wird im selben Raum wie beim Aikido, nur dass wir ca. doppelt so viele Teilnehmer hatten. Es ist also etwas kuschelig. Der Trainer hat während der deutschen Besatzung mit seinen Eltern für drei Jahre in Soest gelebt, weil sein Vater beim kanadischen Militär war und macht einen sehr netten Eindruck. Eigentlich braucht man fürs Karate auch einen speziellen Trainingsanzug, den ich aber für ein einziges Semester nicht kaufen brauche.
Samstag wurde das angesetzte Wandern mal wieder abgesagt, aber irgendwann bekommen wir das auch noch hin. Dafür war ich mit ein paar Kollegen (Chinesen, Iraner und Kanadier) und Israa, Informatikerin aus London, in einem von einer asiatischen Familie geführten, französischen Teehaus, das von der Einrichtung sehr englisch wirkte. So viel zur multikulturellen Identität Vancouvers.
Abends bin ich dann noch alleine durch Gastown spaziert, um nicht gleich wieder am Schreibtisch zu versacken. Gastown wirkt etwas europäischer als der Rest der Stadt und bietet einige Ecken, die ich mir noch genauer anschauen muss. Beispielsweise die Steambrew Brauerei direkt am Ufer, in deren Restaurant/Bar man sich entweder gemütlich hinsetzen kann, oder nebenan im Direktverkauf allerlei gute Getränke für den Hausgebrauch bekommt. Es gibt viele kleine Geschäfte, eine Eis- und Schokoladenfabrik und alles wirkt durch die Klinkerbauten sehr urig. Das ganze Viertel ist mit älteren Straßenlaternen beleuchtet und an diesem Samstagabend unglaublich gut besucht. Taxi reiht sich an Taxi.
Da ich meine Kamera nicht dabei habe, gibt es nur kurze Eindrücke per Handycam. Beim Fotografieren der Steam Clock (die nicht mehr wirklich mit Dampf betrieben wird) halte ich unfreiwillig auch fest, wie ein junges Pärchen seine halbe Pizza bei einem an der Ecke schlafenden Obdachlosen abstellt.
Gastown ist am östlichen Ende von Downtown und grenzt weiter im Osten direkt an den berüchtigten Stadtteil East Hastings, von dem ich glaube ich schonmal erzählt habe. Auf meiner Busfahrt vom Cafe nach Gastown habe ich auf jeden Fall einiges gesehen, was eher an stark verarmte Vororte erinnert und nicht den direkten Nachbarbezirk der großen Shopping Malls. . .
Auf meinem Rückweg mittels Skytrain treffe ich am Bahnsteig noch auf einen kollabierenden jungen Chinesen, der scheinbar mit zu viel Alkohol seinen Abschluss gefeiert hat. Glücklicherweise sind schon mehrere Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe vor Ort um zu helfen, auch wenn diese eher überfordert wirken. Die Ambulanz ist zum Glück nicht weit und so steige ich in den nächsten Geisterzug ein (an das Fahren ohne Fahrer, habe ich mich immernoch nicht ganz gewöhnt - zumindest nicht, wenn man ganz vorne steht und vorn aus der Bahn heraus gucken kann).
Morgen ist ein Elektrochemie-Seminar an der SFU (Simon Frazer University), der anderen großen Universität in Vancouver. Da diese aber am anderen Ende der Stadt ist, muss ich hier um 6:00 los, damit ich rechtzeitig um 9:00 den Seminarraum gefunden habe. Heißt auch, dass der Fotokurs dieses mal ausfällt.
Freitag ist das ungefähr monatliche Gruppenseminar, bei dem ich dann auch einen etwas ausführlicheren Vortrag über meine Masterarbeit halten darf. Bis dahin sollte ich sie also wieder verstanden haben ;)
Donnerstag früh, nach besagter Geburtstagsparty zeigten übrigens einige Überbleibsel auf dem Gehweg, dass man auch im Hause Lancelot (der arme Junge, was hat die Eltern nur geritten?) gut feiern kann.
Donnerstag, 26. Dezember 2013
Frohe Weihnachten!
Habe den hiesigen Weihnachtsabend bei chinesischen Kollegen aus dem Institut und deren Freunden verbracht. Dabei gleich gelernt wie man Baozi [bau-tze] macht. So eine Art chinesische Teigtasche mit entweder herzhafter Fleisch- oder süßer Bohnenfüllung. Sehr lustig fand ich auch das Hinweisschild am Fahrstuhl des Wohnheims.
War ein sehr netter Abend, aber wie die meisten Abende hier schon um 21:00 zu Ende. Ich frage mich, woran das liegt.
Auf dem Weg dahin habe ich noch ein bisschen Bier im Liquor Store gekauft. Es gibt ein riesiges Regal alleine mit kanadischem bzw. sogar British Columbia Bier, von denen ich auf jeden Fall eines noch probieren muss. Könnte allerdings ein ziemlicher Fehlgriff werden, mal sehen ;) Deutsches Bier gab es nur Becks und Warsteiner.
Die Chinesen sind alle schon sehr früh verheiratet und viele von ihnen haben Kinder. Beispiel James (die meisten Chinesen haben einen englischen Namen, damit es für uns einfacher ist): Er ist 27, für ein Jahr hier an der Sauder Business School of Mathematics und hat seinen fünfjährigen Sohn für die Zeit mitgebracht, damit dieser hier in den Kindergarten gehen kann. Seine Frau war die ersten zwei Monate mit und ist dann zurück nach China.
Ein weiteres Klischee: Während der Zubereitung und dem Essen, werden andauernd Fotos gemacht.
Den Abend des 25. verbrachte ich bei meinem hiesigen Supervisor, David, zuhause. Mit Arbeitskollegen, seiner Familie und engen Freunden aus der Nachbarschaft. Es gab einen riesigen Truthahn, großgezogen von David's ältestem Sohn, sowie einige andere Leckereien. Außerdem haben sie nicht nur eine Heizung in jedem Raum, sondern auch noch einen Kamin, der angefeuert wurde.
David's jüngerer Sohn Michael hat gerade seinen Doktor in Clean Engineering an der UBC gemacht und seine Tochter Lauren, die in den letzten Zügen ihres Biologie-Doktors ist. Beide haben für Kanada an den Olympischen Spielen in London als Ruderer (4er-Männer bzw. 8er-Frauen) teilgenommen. David selbst hat - wie schonmal erwähnt - nur einen schwarzen Gürtel im Tae-Kwan-Do und der hat ihn auch nicht daran gehindert vor dem Schwarzbären, den er vor einigen Tagen an der Mülltonne getroffen hat, wegzulaufen. Sie haben sich wohl kurz weniger als 1 m voneinander entfernt angeschaut und sind dann in entgegengesetzte Richtungen davon.
Die Wilkinsons leben am Berghang in North Vancouver, einer reicheren Gegend mit schönem Blick über die Stadt und wenige hundert Meter vom Wald entfernt. Abgesehen von Schwarzbären gibt es dort deswegen auch noch Stinktiere, Waschbären und Pumas.
Weitere Gäste waren Schwester und Bruder von Davids Frau Susan mit jeweiliger Familie und Susans Mutter sowie Nachbar Klaus Teufel (gegen 1975 aus Deutschland ausgewandert) mit seiner Frau Thereza (ursprünglich aus Indonesien). Insgesamt waren wir 14 + 5 Kinder.
Es gab reichlich zu essen, noch mehr zu trinken (zum Abschluss einen Glenlivet) und viel zu erzählen. Knallbonbons mit kleinen Geschenken für jeden und einer Krone, die während dem Essen aufgesetzt werden musste. Alles sehr schön und gemütlich. Habe mich sehr wohl gefühlt. Aber auch hier: gegen 22:00 (immerhin) haben sich alle verabschiedet und uns (alle Kollegen, die mit den öffentlichen da waren) wurde ein Taxi gerufen.
Dieses hat uns dann innerhalb von 35 min zurückgebracht. Einen Weg, der mit den Öffentlichen 1,5 h gedauert hat.
Auf dem Weg sind wir auch durch East Hastings (Man bemerkt oft den britischen Einfluss. Es gibt auch Trafalgar Street und mehrere Straßen sind nach britischen Königshäusern benannt) gekommen. East Hastings ist gefühlt einen Steinwurf vom sauberen Downtown mit seinem Weltstadtimage entfernt, allerdings eines der ärmsten Viertel der Stadt und direkt am Containerhafen gelegen. Es kann dir hier im Bus passieren, dass dein eben zugestiegener Sitznachbar sich erstmal einen Schuss setzt. Extreme Gegensätze.
Jetzt fängt es gerade wieder an sich hier einzuregnen und ich gehe bald mal ins Bett. Euch allen nochmals frohe Weihnachten.
War ein sehr netter Abend, aber wie die meisten Abende hier schon um 21:00 zu Ende. Ich frage mich, woran das liegt.
Auf dem Weg dahin habe ich noch ein bisschen Bier im Liquor Store gekauft. Es gibt ein riesiges Regal alleine mit kanadischem bzw. sogar British Columbia Bier, von denen ich auf jeden Fall eines noch probieren muss. Könnte allerdings ein ziemlicher Fehlgriff werden, mal sehen ;) Deutsches Bier gab es nur Becks und Warsteiner.
Die Chinesen sind alle schon sehr früh verheiratet und viele von ihnen haben Kinder. Beispiel James (die meisten Chinesen haben einen englischen Namen, damit es für uns einfacher ist): Er ist 27, für ein Jahr hier an der Sauder Business School of Mathematics und hat seinen fünfjährigen Sohn für die Zeit mitgebracht, damit dieser hier in den Kindergarten gehen kann. Seine Frau war die ersten zwei Monate mit und ist dann zurück nach China.
Ein weiteres Klischee: Während der Zubereitung und dem Essen, werden andauernd Fotos gemacht.
Den Abend des 25. verbrachte ich bei meinem hiesigen Supervisor, David, zuhause. Mit Arbeitskollegen, seiner Familie und engen Freunden aus der Nachbarschaft. Es gab einen riesigen Truthahn, großgezogen von David's ältestem Sohn, sowie einige andere Leckereien. Außerdem haben sie nicht nur eine Heizung in jedem Raum, sondern auch noch einen Kamin, der angefeuert wurde.
David's jüngerer Sohn Michael hat gerade seinen Doktor in Clean Engineering an der UBC gemacht und seine Tochter Lauren, die in den letzten Zügen ihres Biologie-Doktors ist. Beide haben für Kanada an den Olympischen Spielen in London als Ruderer (4er-Männer bzw. 8er-Frauen) teilgenommen. David selbst hat - wie schonmal erwähnt - nur einen schwarzen Gürtel im Tae-Kwan-Do und der hat ihn auch nicht daran gehindert vor dem Schwarzbären, den er vor einigen Tagen an der Mülltonne getroffen hat, wegzulaufen. Sie haben sich wohl kurz weniger als 1 m voneinander entfernt angeschaut und sind dann in entgegengesetzte Richtungen davon.
Die Wilkinsons leben am Berghang in North Vancouver, einer reicheren Gegend mit schönem Blick über die Stadt und wenige hundert Meter vom Wald entfernt. Abgesehen von Schwarzbären gibt es dort deswegen auch noch Stinktiere, Waschbären und Pumas.
Weitere Gäste waren Schwester und Bruder von Davids Frau Susan mit jeweiliger Familie und Susans Mutter sowie Nachbar Klaus Teufel (gegen 1975 aus Deutschland ausgewandert) mit seiner Frau Thereza (ursprünglich aus Indonesien). Insgesamt waren wir 14 + 5 Kinder.
Es gab reichlich zu essen, noch mehr zu trinken (zum Abschluss einen Glenlivet) und viel zu erzählen. Knallbonbons mit kleinen Geschenken für jeden und einer Krone, die während dem Essen aufgesetzt werden musste. Alles sehr schön und gemütlich. Habe mich sehr wohl gefühlt. Aber auch hier: gegen 22:00 (immerhin) haben sich alle verabschiedet und uns (alle Kollegen, die mit den öffentlichen da waren) wurde ein Taxi gerufen.
Dieses hat uns dann innerhalb von 35 min zurückgebracht. Einen Weg, der mit den Öffentlichen 1,5 h gedauert hat.
Auf dem Weg sind wir auch durch East Hastings (Man bemerkt oft den britischen Einfluss. Es gibt auch Trafalgar Street und mehrere Straßen sind nach britischen Königshäusern benannt) gekommen. East Hastings ist gefühlt einen Steinwurf vom sauberen Downtown mit seinem Weltstadtimage entfernt, allerdings eines der ärmsten Viertel der Stadt und direkt am Containerhafen gelegen. Es kann dir hier im Bus passieren, dass dein eben zugestiegener Sitznachbar sich erstmal einen Schuss setzt. Extreme Gegensätze.
Jetzt fängt es gerade wieder an sich hier einzuregnen und ich gehe bald mal ins Bett. Euch allen nochmals frohe Weihnachten.
Montag, 23. Dezember 2013
Impressionen vom Nachmittag
Von der Grünfläche aus an der Hastings Mill sieht man die weihnachtlich beleuchteten Containerschiffe.
Achja liebe Berliner: Man kann hier mit einem Busticket zwar nur 1,5 h fahren. Dafür aber in jede Richtung.
Neuigkeiten aus zum Glück nicht Toronto
Vancouver ist in vielerlei Hinsicht eine besondere Stadt in Kanada und nicht unbedingt typisch kanadisch zu sehen. Durch warme Strömungen von Japan aus und die umliegenden Berge ist das Gebiet Vancouver vor all zu kaltem Wetter geschützt und im Durchschnitt 2-8 °C wärmer als der Rest des Landes. Daher schneit es hier normalerweise erst im Januar und dann auch nur ab und zu, wohingegen es schon mal 20 Tage durchregnen kann. Es gibt nur wenige Tage im Winter die kälter als -10 °C sind und wie eine Kollegin neulich beim Mittagessen sagte, es gibt hier eigentlich nur Sommer und Winter, Frühling und Herbst werden übersprungen.
Anders als z.B. im gerade schneesturmgeplagten Toronto, wo es Winters üblicherweise bis zu -30 °C werden und die Leute daran gewöhnt sind durch kniehohe Schneewehen zur Arbeit zu gehen.
In den letzten Tagen war ich mit Kollegen den zweiten Teil vom Hobbit anschauen (werde hier nix dazu sagen, weil ihr den sicherlich auch noch sehen wollt) und habe dabei Vancouvers größtes Shoppingzentrum kennen gelernt. Mit eigenem Essensbereich in Größe einer kleinen Shoppingmall.
Jason erzählt mir noch, dass einige Leute aus der Gruppe regelmäßig Badminton spielen gehen und wir in den Feiertagen jetzt wahrscheinlich mal einen Spieleabend veranstalten werden.
Auf dem Weg dahin fährt man mit der SkyTrain von Downtown aus durch die Stadt und hat aber eher das Gefühl durch verschiedene Vororte zu fahren. Alles sehr klein und grau bis man dann wieder zu ein paar Hochhäusern rund um das Einkaufszentrum kommt. SkyTrain ist ein sehr cooler Name für nichts anderes als eine SBahn, die aber vollkommen autonom zu fahren scheint.
Gestern waren die eingeladenen Kollegen zusammen unterwegs, um ein kleines Dankeschön für den Prof zu kaufen und dabei habe ich die verschiedenen Supermärkte, die es dann doch in direkter Nähe zur Uni bzw. meiner jetzigen Wohnung gibt, kennen gelernt. Man könnte fast von der Uni bis nach Downtown laufen (30 min Busfahrt) und würde nur Einkaufsläden links und rechts sehen. Man kann hier übrigens mit einem einfachen Ticket am Wochenende durch alle Zonen fahren. Sehr praktisch.
Ich dachte bis gestern, heute wäre schon der 24., weshalb ich auf einmal einen Tag geschenkt bekommen habe (Welch besseres Geschenk gibt es als Zeit?) und einen ganz gemütlichen Tage mache. Mit viel Tee, Keksen und einem Buch was ich mir vom Gutschein für den UBC Bookstore geholt habe, den ich bei der Weihnachtsfeier gewonnen habe. The Electrified Sheep. Über witzige und unsinnige Experimente.
In diesem Sinne, ruhige und erholsame Feiertage euch allen.
Anders als z.B. im gerade schneesturmgeplagten Toronto, wo es Winters üblicherweise bis zu -30 °C werden und die Leute daran gewöhnt sind durch kniehohe Schneewehen zur Arbeit zu gehen.
In den letzten Tagen war ich mit Kollegen den zweiten Teil vom Hobbit anschauen (werde hier nix dazu sagen, weil ihr den sicherlich auch noch sehen wollt) und habe dabei Vancouvers größtes Shoppingzentrum kennen gelernt. Mit eigenem Essensbereich in Größe einer kleinen Shoppingmall.
Jason erzählt mir noch, dass einige Leute aus der Gruppe regelmäßig Badminton spielen gehen und wir in den Feiertagen jetzt wahrscheinlich mal einen Spieleabend veranstalten werden.
Auf dem Weg dahin fährt man mit der SkyTrain von Downtown aus durch die Stadt und hat aber eher das Gefühl durch verschiedene Vororte zu fahren. Alles sehr klein und grau bis man dann wieder zu ein paar Hochhäusern rund um das Einkaufszentrum kommt. SkyTrain ist ein sehr cooler Name für nichts anderes als eine SBahn, die aber vollkommen autonom zu fahren scheint.
Gestern waren die eingeladenen Kollegen zusammen unterwegs, um ein kleines Dankeschön für den Prof zu kaufen und dabei habe ich die verschiedenen Supermärkte, die es dann doch in direkter Nähe zur Uni bzw. meiner jetzigen Wohnung gibt, kennen gelernt. Man könnte fast von der Uni bis nach Downtown laufen (30 min Busfahrt) und würde nur Einkaufsläden links und rechts sehen. Man kann hier übrigens mit einem einfachen Ticket am Wochenende durch alle Zonen fahren. Sehr praktisch.
Ich dachte bis gestern, heute wäre schon der 24., weshalb ich auf einmal einen Tag geschenkt bekommen habe (Welch besseres Geschenk gibt es als Zeit?) und einen ganz gemütlichen Tage mache. Mit viel Tee, Keksen und einem Buch was ich mir vom Gutschein für den UBC Bookstore geholt habe, den ich bei der Weihnachtsfeier gewonnen habe. The Electrified Sheep. Über witzige und unsinnige Experimente.
In diesem Sinne, ruhige und erholsame Feiertage euch allen.
Freitag, 20. Dezember 2013
Schnee(-chaos?)
Es hat die ganze Nacht durchgeschneit. Schon als gestern bekannt wurde, dass es schneien wird, hat Bonnies Firma eine Mail an alle Mitarbeiter geschickt, dass es in der Verantwortung der Mitarbeiter läge bei Schnee pünktlich zur Arbeit zu erscheinen und dass sonst entsprechend weniger gezahlt werden würde. Scheinbar haben die schlechte Erfahrungen gemacht.
Heute Morgen konnte man noch nicht mal das Wasser hinter den Häusern, geschweige denn die Berge auf der anderen Seite der Bucht sehen. Ich habe sogar keinen einzigen Jogger gesehen. Skandalös. Aber immerhin ein paar hartgesottene Radfahrer haben sich durch den Schneematsch gequält.
Die Straßen sind so einigermaßen geräumt worden, solange man sich auf den Hauptverkehrswegen bewegt. Die Räumfahrzeuge sind auch ca. doppelt so groß wie in Berlin; eben an die breiten Straßen hier angepasst. Die Buslinien zur Uni werden alle über die 8. Straße umgeleitet, weil sie die Hügel an der 4. oder 10. bei dem rutschigen Wetter nicht schaffen würden.
An der Uni angekommen, räumt ein Bagger so gut es geht die Wege und einer der UBC-Campus-Service Pickups versucht mit durchdrehenden Reifen aus der Tiefgarage zu kommen.
Das Schneetreiben wird immer stärker und ich kann vom Büro aus gerade noch 2 Gebäude weit gucken.
Achja, wer genau hinschaut, kann auf diesem Bild das Haustier der Nachbarn schräg gegenüber entdecken.
Gestern war ich mittags mit Jason zusammen essen. Jason ist gebürtiger Kanadier mit chinesischen Eltern, die beide aus unterschiedlichen Teilen Chinas kommen und deswegen zuhause nur Englisch sprechen. Jason war letztes Jahr auf Platz 1 der kanadischen Tetrismeisterschaften und weltweit auf dem 8. Platz. Ansonsten spielt er Magic und geht einmal die Woche ins Casino.
Ich wünsche euch einen guten Ferienstart!
Heute Morgen konnte man noch nicht mal das Wasser hinter den Häusern, geschweige denn die Berge auf der anderen Seite der Bucht sehen. Ich habe sogar keinen einzigen Jogger gesehen. Skandalös. Aber immerhin ein paar hartgesottene Radfahrer haben sich durch den Schneematsch gequält.
Die Straßen sind so einigermaßen geräumt worden, solange man sich auf den Hauptverkehrswegen bewegt. Die Räumfahrzeuge sind auch ca. doppelt so groß wie in Berlin; eben an die breiten Straßen hier angepasst. Die Buslinien zur Uni werden alle über die 8. Straße umgeleitet, weil sie die Hügel an der 4. oder 10. bei dem rutschigen Wetter nicht schaffen würden.
An der Uni angekommen, räumt ein Bagger so gut es geht die Wege und einer der UBC-Campus-Service Pickups versucht mit durchdrehenden Reifen aus der Tiefgarage zu kommen.
Das Schneetreiben wird immer stärker und ich kann vom Büro aus gerade noch 2 Gebäude weit gucken.
Achja, wer genau hinschaut, kann auf diesem Bild das Haustier der Nachbarn schräg gegenüber entdecken.
Gestern war ich mittags mit Jason zusammen essen. Jason ist gebürtiger Kanadier mit chinesischen Eltern, die beide aus unterschiedlichen Teilen Chinas kommen und deswegen zuhause nur Englisch sprechen. Jason war letztes Jahr auf Platz 1 der kanadischen Tetrismeisterschaften und weltweit auf dem 8. Platz. Ansonsten spielt er Magic und geht einmal die Woche ins Casino.
Ich wünsche euch einen guten Ferienstart!
Sonntag, 15. Dezember 2013
Kommt Post? Post kommt, morgen um 17:00
Stehe im 7/11 in der Schlange am Postschalter, der auch Sonntags bis 18:00 Uhr geöffnet hat.
Vor mir ein Pärchen mittleren Alters, das ca. 80 Briefe und 1 Paket verschicken möchte. In die USA und nach Hause - die beiden sind ursprünglich irgendwo aus dem asiatischen Raum. Der freundliche Mitarbeiter erklärt ihnen, dass eine Lieferung auch per AirMail nur innerhalb von 2 Wochen garantiert werde und damit nicht zwingend alle Sendungen vor Weihnachten ausgeliefert werden.
Sie fragt ihn, ob es schneller geht, wenn sie die Sachen direkt im Hauptpostamt abgeben. Er verneint und reicht ihnen die 80 Briefmarken zum Bekleben der Briefe.
Ich bin an der Reihe und reiche ihm meine Briefe für Deutschland.
Sie unterbricht ihn und fragt nochmal nach, ob sie es nicht lieber zum Hauptpostamt bringen sollten.
Er erklärt ihr, dass es auch von dort nicht wirklich schneller verschickt wird.
Wendet sich wieder mir zu und reicht mir die Briefmarken. Beginne zu kleben, während die nächste Dame an den Schalter gerufen wird. Bevor sie abgefertigt wird, wendet sich die asiatische Dame wieder an den Mitarbeiter und fragt - na was wohl? Er verneint.
Bin fast fertig mit kleben, das Pärchen auch. Sie redet mit ihrem Freund/Mann, ob sie die Sendungen nun hier abgeben sollen (nachdem sie schon $ 104.00 für Marken und Sendung gezahlt haben). Sie entscheiden sich für die Abgabe und drängen mich dafür zur Seite. Sie fragt dabei nochmal nach und bekommt die Antwort: "Ihr seid sowieso schon zu spät dran, es wird von überall genauso lange dauern." Das Pärchen verlässt den Schalter.
Bin fertig mit kleben und gebe meine Briefe ab, da kommt das Pärchen zurück. Sie fragt, wann denn die Post morgen von hier abgeholt werde.
"Um 17:00 Uhr."
"17:00 Uhr?"
"17:00 Uhr."
Daraufhin möchte sie das Päckchen doch lieber wieder haben und es persönlich bei der Hauptpost abgeben. Der immernoch erstaunlich freundlich und gleichmütig wirkende Mitarbeiter reicht ihr das Päckchen.
"Und die Briefe, die da jetzt in dem großen Postkasten hinter ihnen stecken, können wir die auch wieder haben?"
"Ernsthaft?"
Er verdreht die Augen als, sie bejaht.
"Dann müssen Sie aber warten bis alle Kunden bedient wurden."
Mit diesen Worten lässt er das Pärchen an der Seite des Schalters stehen und ruft den nächsten Kunden aus der Schlange.
Vor mir ein Pärchen mittleren Alters, das ca. 80 Briefe und 1 Paket verschicken möchte. In die USA und nach Hause - die beiden sind ursprünglich irgendwo aus dem asiatischen Raum. Der freundliche Mitarbeiter erklärt ihnen, dass eine Lieferung auch per AirMail nur innerhalb von 2 Wochen garantiert werde und damit nicht zwingend alle Sendungen vor Weihnachten ausgeliefert werden.
Sie fragt ihn, ob es schneller geht, wenn sie die Sachen direkt im Hauptpostamt abgeben. Er verneint und reicht ihnen die 80 Briefmarken zum Bekleben der Briefe.
Ich bin an der Reihe und reiche ihm meine Briefe für Deutschland.
Sie unterbricht ihn und fragt nochmal nach, ob sie es nicht lieber zum Hauptpostamt bringen sollten.
Er erklärt ihr, dass es auch von dort nicht wirklich schneller verschickt wird.
Wendet sich wieder mir zu und reicht mir die Briefmarken. Beginne zu kleben, während die nächste Dame an den Schalter gerufen wird. Bevor sie abgefertigt wird, wendet sich die asiatische Dame wieder an den Mitarbeiter und fragt - na was wohl? Er verneint.
Bin fast fertig mit kleben, das Pärchen auch. Sie redet mit ihrem Freund/Mann, ob sie die Sendungen nun hier abgeben sollen (nachdem sie schon $ 104.00 für Marken und Sendung gezahlt haben). Sie entscheiden sich für die Abgabe und drängen mich dafür zur Seite. Sie fragt dabei nochmal nach und bekommt die Antwort: "Ihr seid sowieso schon zu spät dran, es wird von überall genauso lange dauern." Das Pärchen verlässt den Schalter.
Bin fertig mit kleben und gebe meine Briefe ab, da kommt das Pärchen zurück. Sie fragt, wann denn die Post morgen von hier abgeholt werde.
"Um 17:00 Uhr."
"17:00 Uhr?"
"17:00 Uhr."
Daraufhin möchte sie das Päckchen doch lieber wieder haben und es persönlich bei der Hauptpost abgeben. Der immernoch erstaunlich freundlich und gleichmütig wirkende Mitarbeiter reicht ihr das Päckchen.
"Und die Briefe, die da jetzt in dem großen Postkasten hinter ihnen stecken, können wir die auch wieder haben?"
"Ernsthaft?"
Er verdreht die Augen als, sie bejaht.
"Dann müssen Sie aber warten bis alle Kunden bedient wurden."
Mit diesen Worten lässt er das Pärchen an der Seite des Schalters stehen und ruft den nächsten Kunden aus der Schlange.
Samstag, 14. Dezember 2013
Stadtleben
Habe die den Tag in Downtown verbracht.
Shopping Malls sind wirklich nichts für mich und wenn die dann auch noch mit Leuten jeden Alters im Kaufrausch überfüllt sind, sollte man eher aus dem Weg gehen.
Ich war dann stattdessen am Vancouver Convention Center direkt in an der Bucht gegenüber vom Frachthafen.
Dort gibt es eine kleine ständige Ausstellung zur Geschichte und man kann mit kleinen Wasserflugzeugen von der Größe einer Cessna Rundflüge über die Stadt unternehmen. Direkt unten am Convention Center ist neben Cafés, Cafés und Starbucks auch "Waterfront Nails & Waxing". Da kann man sich also die schönsten Schmerzen zufügen lassen, während man den Cessnas beim Starten und Landen zusieht und sich fragt, warum die kleine Halbinsel dahinter Dead Man's Island heißt. Das finde ich noch heraus. Ohne Waxing.
Wenn man nicht gerade teure Markenklamotten kaufen möchte, gibt es vor allem Cafés, Burger Kings, McDonalds' usw. Beim nächsten Mal also in den kleineren Straßen umsehen.
Im Murchie's Teeladen gibt es verschiedene Sorten zum probieren. Eine Familie mit zwei Kindern ist auch dort und testet die vorgebrühten Sorten durch. Bei der Dritten brüllt der kleine durch den Laden "Mama, der hier schmeckt nur nach Wasser!"
Trinke noch einen Tee bei einer größeren Kette, während ich darauf warte, dass einige Fotos beim London Drugstore gedruckt werden. Die Auszubildende von Staples, wo ich zuerst war, hat mich netterweise dorthin geschickt, weil es da billiger und schneller geht.
Hier in der Innenstadt gibt es weniger Jogger, sie tauchen ab und zu trotzdem auf. Vorhin beim Frühstück habe ich 7 gezählt. Aber es regnet ja auch.
Auf dem Weg zum Bus begegnen mir ca. 30-40 Santa Clause und Clausinnen, was mir Bonnie bei meiner Rückkehr mit der alljährlichen SantaCon erklärt.
Jetzt bin ich zuhause und schreibe einen Abstract über meine Masterarbeit, den ich dann bis Montag einreichen muss. Peter hat gestern vorgeschlagen, dass ich Ende April zum ISE Meeting an den Niagara-Fällen fahren könnte. Super Idee, klingt klasse. Muss die Deadline schon jetzt sein?
Achja, als Nachschlag noch ein Foto der Theologischen Fakultät der UBC mit eigenen Wohnheimen. Dort bin ich nach der Christmasparty am Mittwoch vorbeigekommen, als ich zum Bus wollte und es roch verdächtig stark nach Gras. Irgendwie muss das ja klappen mit der spirituellen Erfahrung.
Shopping Malls sind wirklich nichts für mich und wenn die dann auch noch mit Leuten jeden Alters im Kaufrausch überfüllt sind, sollte man eher aus dem Weg gehen.
Ich war dann stattdessen am Vancouver Convention Center direkt in an der Bucht gegenüber vom Frachthafen.
Dort gibt es eine kleine ständige Ausstellung zur Geschichte und man kann mit kleinen Wasserflugzeugen von der Größe einer Cessna Rundflüge über die Stadt unternehmen. Direkt unten am Convention Center ist neben Cafés, Cafés und Starbucks auch "Waterfront Nails & Waxing". Da kann man sich also die schönsten Schmerzen zufügen lassen, während man den Cessnas beim Starten und Landen zusieht und sich fragt, warum die kleine Halbinsel dahinter Dead Man's Island heißt. Das finde ich noch heraus. Ohne Waxing.
Wenn man nicht gerade teure Markenklamotten kaufen möchte, gibt es vor allem Cafés, Burger Kings, McDonalds' usw. Beim nächsten Mal also in den kleineren Straßen umsehen.
Im Murchie's Teeladen gibt es verschiedene Sorten zum probieren. Eine Familie mit zwei Kindern ist auch dort und testet die vorgebrühten Sorten durch. Bei der Dritten brüllt der kleine durch den Laden "Mama, der hier schmeckt nur nach Wasser!"
Trinke noch einen Tee bei einer größeren Kette, während ich darauf warte, dass einige Fotos beim London Drugstore gedruckt werden. Die Auszubildende von Staples, wo ich zuerst war, hat mich netterweise dorthin geschickt, weil es da billiger und schneller geht.
Hier in der Innenstadt gibt es weniger Jogger, sie tauchen ab und zu trotzdem auf. Vorhin beim Frühstück habe ich 7 gezählt. Aber es regnet ja auch.
Auf dem Weg zum Bus begegnen mir ca. 30-40 Santa Clause und Clausinnen, was mir Bonnie bei meiner Rückkehr mit der alljährlichen SantaCon erklärt.
Jetzt bin ich zuhause und schreibe einen Abstract über meine Masterarbeit, den ich dann bis Montag einreichen muss. Peter hat gestern vorgeschlagen, dass ich Ende April zum ISE Meeting an den Niagara-Fällen fahren könnte. Super Idee, klingt klasse. Muss die Deadline schon jetzt sein?
Achja, als Nachschlag noch ein Foto der Theologischen Fakultät der UBC mit eigenen Wohnheimen. Dort bin ich nach der Christmasparty am Mittwoch vorbeigekommen, als ich zum Bus wollte und es roch verdächtig stark nach Gras. Irgendwie muss das ja klappen mit der spirituellen Erfahrung.
Überhaupt, scheint sich hier weniger jemand um sowas zu scheren. An der Bushaltestelle in Downtown, mitten auf der Haupteinkaufsstraße standen schon mehrfach kiffende Leute neben mir und haben auf den Bus gewartet und als ich vorhin nach Hause lief, saßen 4 junge Männer auf der Veranda zur Straße hin und hatten die gleiche Beschäftigung. Na wenns hilft.
Ich trinke jetzt frisch erworbenen Darjeeling und schreibe.
Montag, 9. Dezember 2013
Vorortleben III
Nachdem ich gestern endlich los bin, war ich dann geschätzte 3,5 h unterwegs. Vergleicht man die Routen von Samstag und Sonntag war ich Sonntag doch deutlich aktiver. Was auch an den etwas milderen Temperaturen gelegen haben mag. Jedenfalls bin ich statt ca. 3 km am Samstag 6,5 km gewandert.
Musste dabei festellen, dass die Häuser am Samstag noch nichts gegen das, was in Richtung Downtown gelegen auf der Wasserseite steht, waren. Dabei giebt es ein natürliches Gefälle von der Stadt- zur Wasserseite. Die Häuser auf der Stadtseite sind meist alle eher schmal bzw. schmaler als auf der gegenüberliegenden Seite. So kommt es vor, dass in einer Wasser-Einfahrt Hummer, S-Klasse und Audi Q5 einem Golf IV auf der Stadtseite gegenüberstehen, der auf der Straße parken muss.
Aber auch auf der Wasserseite gibt es wirklich schöne, nicht aufdringliche Häuschen.
An praktisch jeder Kreuzung ist ein kleiner Park angelegt, von dem aus man bis zum Strand hinuntergehen kann. Der Blick auf die Bucht ist unverändert schön, immernoch Hochseefrachter, immernoch Skyline und Berge. Laut Infotafel leben hier direkt am Rand der Stadt sogar Weißkopfseeadler. Habe keinen gesehen. Kann also nicht stimmen.
Theoretisch kann man auch am Strand entlang bis runter zum Museum laufen, allerdings nur wenn Ebbe ist und ich wollte mir ja auch die Straßen oben anschauen. Habe bisher 35 Jogger gezählt.
Kurz hinter dem Kitsiliano Yacht Club liegt - ja genau - der Kitsiliano Pool. Ein Schwimmbad am Strand. Direkt davor, mit Blick auf Pool und Bucht ist eine der Bühnen, die ich jetzt mal für die Sommertournee des JE vorschlage. Oder Karo, Philipp?
Von dort aus geht es weiter den Strand entlang, vorbei an Spielplätzen, Basketball courts, Grillstationen und dem Boathouse, einem bestimmt minimal touristischen Restaurant in dem natürlich gerade Eishockey über die Flachbildschirme flimmert.
Bis ich schließlich am Hayden Park und dem Vancouver Museum (was am Sonntag um 18:00 Uhr natürlich schon geschlossen ist) ankomme. Hayden Park ist eines der wenigen off-leash Gebiete, wo man seine Hunde ohne Leine laufen lassen darf. Dementsprechend sehe ich dort noch mehr Hunde und etwas weniger Jogger. Das Planetarium ist auch irgendwo dort, aber es wird doch langsam kalt und verdammt dunkel, sodass ich nur noch ein paar Fotos mache und dann zurück laufe.
Auf dem Rückweg begegnen mir dann noch eine winterlich geschmückte Parkbank, die Installation "Photograph und Pylone" und eine wild aufgehängte Schaukel.
Zuhause lese ich noch einen halben Terry Pratchett und gehe dann schlafen.
![]() |
| Vorortspaziergang Samstag |
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| Vorortspaziergang Sonntag |
Musste dabei festellen, dass die Häuser am Samstag noch nichts gegen das, was in Richtung Downtown gelegen auf der Wasserseite steht, waren. Dabei giebt es ein natürliches Gefälle von der Stadt- zur Wasserseite. Die Häuser auf der Stadtseite sind meist alle eher schmal bzw. schmaler als auf der gegenüberliegenden Seite. So kommt es vor, dass in einer Wasser-Einfahrt Hummer, S-Klasse und Audi Q5 einem Golf IV auf der Stadtseite gegenüberstehen, der auf der Straße parken muss.
Aber auch auf der Wasserseite gibt es wirklich schöne, nicht aufdringliche Häuschen.
An praktisch jeder Kreuzung ist ein kleiner Park angelegt, von dem aus man bis zum Strand hinuntergehen kann. Der Blick auf die Bucht ist unverändert schön, immernoch Hochseefrachter, immernoch Skyline und Berge. Laut Infotafel leben hier direkt am Rand der Stadt sogar Weißkopfseeadler. Habe keinen gesehen. Kann also nicht stimmen.
Theoretisch kann man auch am Strand entlang bis runter zum Museum laufen, allerdings nur wenn Ebbe ist und ich wollte mir ja auch die Straßen oben anschauen. Habe bisher 35 Jogger gezählt.
Kurz hinter dem Kitsiliano Yacht Club liegt - ja genau - der Kitsiliano Pool. Ein Schwimmbad am Strand. Direkt davor, mit Blick auf Pool und Bucht ist eine der Bühnen, die ich jetzt mal für die Sommertournee des JE vorschlage. Oder Karo, Philipp?
Von dort aus geht es weiter den Strand entlang, vorbei an Spielplätzen, Basketball courts, Grillstationen und dem Boathouse, einem bestimmt minimal touristischen Restaurant in dem natürlich gerade Eishockey über die Flachbildschirme flimmert.
Bis ich schließlich am Hayden Park und dem Vancouver Museum (was am Sonntag um 18:00 Uhr natürlich schon geschlossen ist) ankomme. Hayden Park ist eines der wenigen off-leash Gebiete, wo man seine Hunde ohne Leine laufen lassen darf. Dementsprechend sehe ich dort noch mehr Hunde und etwas weniger Jogger. Das Planetarium ist auch irgendwo dort, aber es wird doch langsam kalt und verdammt dunkel, sodass ich nur noch ein paar Fotos mache und dann zurück laufe.
Auf dem Rückweg begegnen mir dann noch eine winterlich geschmückte Parkbank, die Installation "Photograph und Pylone" und eine wild aufgehängte Schaukel.
Zuhause lese ich noch einen halben Terry Pratchett und gehe dann schlafen.
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