Montag, 9. Dezember 2013
Es schneit
aber bisher nur sehr human und eher Schneeregen. Maya, Bonnies Tochter war trotzdem außer sich. 15 Jogger, das angekündigte Verkehrschaos bleibt bisher aus.
Samstag, 7. Dezember 2013
Vorortleben II
Stehe am Küchenfenster und koche mir einen Tee zum Aufwärmen. In den 2:30 min, die mein Tee zieht, zähle ich 372 Jogger.
Der Strandspaziergang mit anschließender Einkaufstour war schön, aber doch ziemlich kalt ohne windschützende Häuser. Direkt hinter der nächsten Kreuzung liegt Hastings Mill, inzwischen ein Museum und nicht mehr am ursprünglichen Ort, aber eines der wenigen Gebäude, die das große Feuer überstanden haben.
Auf dem Weg zum Strand kommt man am Jericho Tennis Club und dem Royal Vancouver Yacht Club mit ebenfalls imposantem Gebäude vorbei. Direkt dahinter liegt Brock House, nach langjährigen Bewohnern benannt und inzwischen öffentlich als Seniorenclub und Restaurant genutzt.
Am Strand angekommen streiten ein paar Möwen um ein großes Stück Brot (fast ein halber Laib) während sich eine Krähe einfach das kleinere (immernoch krähenkopfgroße) Stück daneben schnappt und davon wackelt.
Mitten in der Bucht manövrieren ein paar Hochseefrachter, links ist der Yachtclub zu sehen und im Hintergrund die Berge.
Man könnte jetzt den Strand entlang bis zum Univiertel laufen. Ca 30 min sagt das Vancouver Book of Everything aus dem Regal in meinem Zimmer. Dafür ist es aber doch etwas zu kalt. Ich kehre bei den in ausreichendem Abstand gelegenen Public Tennis Courts des Jericho Clubs um und lauf quer durch den Jericho Beach Park zurück. Der Blick den Strand entlang (im Hintergrund Vancouver Downtown):
Hier wimmelt es von Tieren, die so regelmäßig von den Besuchern gefüttert werden müssen, dass sie nicht nur an Besucher gewöhnt sind, sondern die Hasen z.B. bis auf einen Meter an mich herangehüpft kommen, um zu sehen ob aus meiner Kamera Futter fällt. Das gleiche gilt für alle möglichen Vögel, die quer durch die Brombeersträucher schießen und das Laub durchsuchen.
Weiter hinten auf etwas kleineren Pfaden treffe ich dann doch noch ein normal schreckhaftes schwarzes Eichhörnchen, das ich deswegen auch nicht vor die Linse bekomme. Bin wieder etwas beruhigt.
Eine Biegung weiter macht ein Baumkletterer Selbstportraits im Baum mittels Fernauslöser und Stativ. Vielleicht für seine neuen Visitenkarten. Sieht auf jeden Fall lustig aus.
In den umliegenden Straßen stehen einige beeindruckende Häuschen.
Hoffentlich sind die nicht alle so gebaut, wie die beiden, die gerade gegenüber meiner Unterkunft entstehen. Immerhin feste Wände im Erdgeschoss, aber oben hat man dann nur noch ein Holzgerüst mit Isolierung und bessere Sperrholzplatten auf beiden Seiten.
An der Kreuzung, wo ich einkaufen gehe, fährt auch immer mein Bus zur UBC ab. (Siehe Bild im aktualisierten Post zu Unterschieden). Dort ist eine Filiale der BMO, wo ich mein Konto eröffnet habe, und gegenüber ist neben der Biobäckerei ein Muffincafé, das ich unbedingt ausprobieren muss. Neben der Bank ist "The Cove", die einzige Bar hier in der Nähe. Bonnie erzählte von einem Typ, der sich 3 Monate bei ihr eingemietet hat und immer dort hingegangen ist. Sein Hobby war es, sich mit den alten Männern am Tresen, die von 12:00 bis 24:00 Uhr dort sind, zu unterhalten. Das mache er in jeder Stadt so. Na mal sehen, ob ich den Schritt hier wage..
Morgen geht es dann in die andere Richtung den Strand entlang, dort soll es ein historisches Museum und ein Planetarium geben.
Der Strandspaziergang mit anschließender Einkaufstour war schön, aber doch ziemlich kalt ohne windschützende Häuser. Direkt hinter der nächsten Kreuzung liegt Hastings Mill, inzwischen ein Museum und nicht mehr am ursprünglichen Ort, aber eines der wenigen Gebäude, die das große Feuer überstanden haben.
Auf dem Weg zum Strand kommt man am Jericho Tennis Club und dem Royal Vancouver Yacht Club mit ebenfalls imposantem Gebäude vorbei. Direkt dahinter liegt Brock House, nach langjährigen Bewohnern benannt und inzwischen öffentlich als Seniorenclub und Restaurant genutzt.
Mitten in der Bucht manövrieren ein paar Hochseefrachter, links ist der Yachtclub zu sehen und im Hintergrund die Berge.
Man könnte jetzt den Strand entlang bis zum Univiertel laufen. Ca 30 min sagt das Vancouver Book of Everything aus dem Regal in meinem Zimmer. Dafür ist es aber doch etwas zu kalt. Ich kehre bei den in ausreichendem Abstand gelegenen Public Tennis Courts des Jericho Clubs um und lauf quer durch den Jericho Beach Park zurück. Der Blick den Strand entlang (im Hintergrund Vancouver Downtown):
Hier wimmelt es von Tieren, die so regelmäßig von den Besuchern gefüttert werden müssen, dass sie nicht nur an Besucher gewöhnt sind, sondern die Hasen z.B. bis auf einen Meter an mich herangehüpft kommen, um zu sehen ob aus meiner Kamera Futter fällt. Das gleiche gilt für alle möglichen Vögel, die quer durch die Brombeersträucher schießen und das Laub durchsuchen.
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| 3 x 1 Meister Lampe |
Weiter hinten auf etwas kleineren Pfaden treffe ich dann doch noch ein normal schreckhaftes schwarzes Eichhörnchen, das ich deswegen auch nicht vor die Linse bekomme. Bin wieder etwas beruhigt.
Eine Biegung weiter macht ein Baumkletterer Selbstportraits im Baum mittels Fernauslöser und Stativ. Vielleicht für seine neuen Visitenkarten. Sieht auf jeden Fall lustig aus.
In den umliegenden Straßen stehen einige beeindruckende Häuschen.
Hoffentlich sind die nicht alle so gebaut, wie die beiden, die gerade gegenüber meiner Unterkunft entstehen. Immerhin feste Wände im Erdgeschoss, aber oben hat man dann nur noch ein Holzgerüst mit Isolierung und bessere Sperrholzplatten auf beiden Seiten.
An der Kreuzung, wo ich einkaufen gehe, fährt auch immer mein Bus zur UBC ab. (Siehe Bild im aktualisierten Post zu Unterschieden). Dort ist eine Filiale der BMO, wo ich mein Konto eröffnet habe, und gegenüber ist neben der Biobäckerei ein Muffincafé, das ich unbedingt ausprobieren muss. Neben der Bank ist "The Cove", die einzige Bar hier in der Nähe. Bonnie erzählte von einem Typ, der sich 3 Monate bei ihr eingemietet hat und immer dort hingegangen ist. Sein Hobby war es, sich mit den alten Männern am Tresen, die von 12:00 bis 24:00 Uhr dort sind, zu unterhalten. Das mache er in jeder Stadt so. Na mal sehen, ob ich den Schritt hier wage..
Morgen geht es dann in die andere Richtung den Strand entlang, dort soll es ein historisches Museum und ein Planetarium geben.
Vorortleben
Samstagmittag:
Stehe am Küchenfenster und koche mir einen Tee, bevor ich losziehe, um mit Kamera die nähere Umgebung zu erkunden. Die Idylle wird für ein paar Sekunden unterbrochen, weil einer der vielen älteren Jogger, die sich hier am Wochenende zeigen, von seinem Hund die Straße entlang gezerrt wird. Danach ist wieder Ruhe. Die Sonne scheint, wir haben -2 °C.
Stehe am Küchenfenster und koche mir einen Tee, bevor ich losziehe, um mit Kamera die nähere Umgebung zu erkunden. Die Idylle wird für ein paar Sekunden unterbrochen, weil einer der vielen älteren Jogger, die sich hier am Wochenende zeigen, von seinem Hund die Straße entlang gezerrt wird. Danach ist wieder Ruhe. Die Sonne scheint, wir haben -2 °C.
Freitag, 6. Dezember 2013
Kurzupdate
Habe jetzt die Blogger-App auf meinem Handy.
Heute vor allem Literaturarbeit, sitze um 15h beim Kaffee mit einem Malaysier, einer Südafrikanerin, einem Russen und einem Iraner zusammen. Der Malaysier lädt mich zur Weihnachtsfeier nächste Woche ein.
Die Doktorverteidigung die ich mir angucken wollte wurde verlegt und ich habe den anderen Raum nicht vor Beginn gefunden.. Naja vllt. treff ich die Leute dann zur Feier wieder.
Donnerstag, 5. Dezember 2013
Organisation
In den letzten 3 Tagen habe ich hauptsächlich Organisatorisches abgeklappert. Ein Konto bei der Bank of Montreal eröffnet, einen Handyvertrag bei Fido abgeschlossen (ja ich habe jetzt sogar ein Android-Handy), mich von der Institutsverwaltung registrieren lassen und einen Schlüssel für mein Büro im 4. Stock bekommen.
Meine beiden Mitinsassen sind Rob und Zaki, die allerdings beide in einem anderen Arbeitskreis an der Trinkwasserreinigung forschen. Ein für die indigene Landbevölkerung von Kanada durchaus wichtiges Thema, was entsprechend gefördert wird. Rob ist allerdings nur noch bis zum 20.12. (Anfang der Ferien, dann wird das Institut über Weihnachten komplett dicht gemacht) hier. Zaki müsste eigentlich seine Doktorarbeit fertig schreiben, hat aber zu viele Experimente die er bearbeiten soll. Er hofft, in den Ferien Zeit zum Schreiben zu haben...
Vom Büro hat man übrigens auch einen schönen Blick auf die Berge im Landesinneren (Das Titelbild vom Blog ist der Blick aus der Küche bei Bonnie; hinter den Häusern liegt der Strand).
Die Institutsverwaltungsdame wollte mich dann nochmal kurz zur amerikanischen Grenze fahren lassen (dort sei das nächste Immigration Office), weil sie meinte, ich bräuchte doch ein Arbeitsvisum und kein Studentenvisum, aber das hat sich zum Glück noch geklärt. Einen Studentenausweis habe ich jetzt hier auch und wenn ich mich bis Januar für einen Kurs einschreibe, bekomme ich sogar das Busticket.
Heute habe ich ca 3 Stunden lang den Onlineteil der Sicherheitseinweisung (9 Lectures mit anschließenden Tests) gemacht und darf damit jetzt am Dienstag ins UBC-Krankenhaus in den praktischen Test (ausgekippte Chemikalie regelkonform aufwischen und sowas)..
NIEMALS mit unseren Sicherheitsunterweisungen vergleichbar.
Wenn ich den praktischen Test bestehen sollte, darf ich sogar im Labor arbeiten.
Arman hat mich heute trotzdem schonmal überall durchgeführt und wir sind mehrfach auf den Sicherheitsingenieur des Instituts getroffen. Er geht in unregelmäßigen Abständen durchs Labor und verteilt Lose an alle, die die richtige Sicherheitskleidung tragen. Einmal im Monat werden dann 3 $10-Gutscheine für Starbucks verlost. Auch eine Möglichkeit der Mitarbeitermotivation.
So weit dazu. Ich gehe jetzt einkaufen und dann nach Hause.
Meine beiden Mitinsassen sind Rob und Zaki, die allerdings beide in einem anderen Arbeitskreis an der Trinkwasserreinigung forschen. Ein für die indigene Landbevölkerung von Kanada durchaus wichtiges Thema, was entsprechend gefördert wird. Rob ist allerdings nur noch bis zum 20.12. (Anfang der Ferien, dann wird das Institut über Weihnachten komplett dicht gemacht) hier. Zaki müsste eigentlich seine Doktorarbeit fertig schreiben, hat aber zu viele Experimente die er bearbeiten soll. Er hofft, in den Ferien Zeit zum Schreiben zu haben...
Vom Büro hat man übrigens auch einen schönen Blick auf die Berge im Landesinneren (Das Titelbild vom Blog ist der Blick aus der Küche bei Bonnie; hinter den Häusern liegt der Strand).
Die Institutsverwaltungsdame wollte mich dann nochmal kurz zur amerikanischen Grenze fahren lassen (dort sei das nächste Immigration Office), weil sie meinte, ich bräuchte doch ein Arbeitsvisum und kein Studentenvisum, aber das hat sich zum Glück noch geklärt. Einen Studentenausweis habe ich jetzt hier auch und wenn ich mich bis Januar für einen Kurs einschreibe, bekomme ich sogar das Busticket.
Heute habe ich ca 3 Stunden lang den Onlineteil der Sicherheitseinweisung (9 Lectures mit anschließenden Tests) gemacht und darf damit jetzt am Dienstag ins UBC-Krankenhaus in den praktischen Test (ausgekippte Chemikalie regelkonform aufwischen und sowas)..
NIEMALS mit unseren Sicherheitsunterweisungen vergleichbar.
Wenn ich den praktischen Test bestehen sollte, darf ich sogar im Labor arbeiten.
Arman hat mich heute trotzdem schonmal überall durchgeführt und wir sind mehrfach auf den Sicherheitsingenieur des Instituts getroffen. Er geht in unregelmäßigen Abständen durchs Labor und verteilt Lose an alle, die die richtige Sicherheitskleidung tragen. Einmal im Monat werden dann 3 $10-Gutscheine für Starbucks verlost. Auch eine Möglichkeit der Mitarbeitermotivation.
So weit dazu. Ich gehe jetzt einkaufen und dann nach Hause.
Dinge, an die man sich als Berliner/Deutscher gewöhnen muss.
- freundliche Busfahrer
- Leute entschuldigen sich, wenn sie dich im Supermarkt anrempeln
- es gibt eine Warteschlange an der Bushaltestelle!
- freundliche Busfahrer
- die Benzinpreise (viel billiger)
- die Essenspreise (teurer)
- freundliche Busfahrer
- der Handymarkt ist ungefähr so wie bei uns vor 10 Jahren. Es gibt fast nur Handys mit Simlock von deinem jeweiligen Provider.
- freundliche Busfahrer
Mittwoch, 4. Dezember 2013
We will inform you 2h before your departure.. (nahezu live blog vom Flug nach Vancouver)
Sooo liebe Leute,
wie ihr hoffentlich alle mitbekommen habt, bin ich gut in Vancouver angekommen und habe nach 2 Tagen inzwischen auch Handyvertrag und Bankkonto. Morgen kann ich vielleicht endlich den Sicherheitstest für die Laborzulassung machen, aber das werden wir noch sehen.
Ich könnte schon so viel aus den letzten beiden Tagen erzählen, aber ich will von vorne beginnen. Deswegen bekommt ihr jetzt hier meine Erfahrungen vom Flug Berlin über London nach Vancouver mit British Airways.
11:40 (TXL, Gate A5): Beim Betreten des Gates und dem nötigen Sicherheitscheck beschwert sich der Securiteur, ob ich nicht weitere Hosen tragen könne, damit er besser fühlen kann, ob ich eine Waffe zwischen Körper und Gürtel verstecke.. Die Anforderungen an Flugreisende werden heutzutage auch immer komplexer.
12:10 (TXL, Gate A5): Komme gerade noch zwischen Premium-Ticket-Inhabern und der englischen Schulklasse ins Flugzeug, um mir ohne Gedränge meinen Platz suchen zu können.
12:56 (TXL, Rollfeld und darüber hinaus): Langsam steigt die Maschine und fliegt über Spandau hinaus Richtung England. Ganz Nord-Ostdeutschland ist von einer Wolkendecke bedeckt. Ganz? Nein, ein kleines Dorf direkt neben Kladow wehrt sich. Ich kann spielzeugversionen von Fernsehturm, Bhf Zoo, die Freifläche des Tempelhofer Flughafens, Olympiastadion, die Altstadt Spandau und sogar Kladow erkennen bevor wir zu hoch steigen. Irgendwo schreit ein Baby und meine Sitznachbarin holt aus ihrem Alibibuch ihr Handy, um irgendein Tower-Defense-Spiel zu spielen.
13:07 (westlich von Magdeburg): Noch 740 km und das Infotainmentsystem zeigt 25 km/h Gegenwind. Der soll nur kommen. Tower-Defense Level 8.
13:56 (Englands Küste): Ansage des Piloten: "Wir haben gutes Wetter über England ist kaum eine Wolke am Himmel" Kein Kommentar - siehe Bild. (Inzwischen muss meine Nachbarin schon den Chinesischen Kaiserpalast oder Fort Knox oder sowas verteidigen müssen. Normales Tower Defense hat doch nicht so viele Level, oder? )
14:45 (LHR, Rollfeld): Der Pilot setzt die Maschine einigermaßen sanft auf und die englische Schulklasse klatscht sich die Seele aus dem Leib. Meine Sitznachbarin beendet Tower-Defense und liest noch schnell eine Alibiseite.
14:52 (LHR, auf dem Weg zur Wartehalle): In Berlin im Duty-Free gekaufte Getränke darf man nicht mit in die Wartehalle nehmen, weil man vorher durch den Sicherheits-Check muss und dort wieder nur max. 100 mL Flüssigkeit bei sich haben darf. Geschickter Schachzug. Bis in 3 Stunden der nächste Flug startet habe ich bestimmt nochmal Durst.
15:00 (LHR, Wartehalle A): British Airways (BA) hat 3 Hallen in Heathrow. A, B und C. Die Hauptwartehalle ist A und dort werden wir nach dem Sicherheitscheck ausgespuckt. Die Infotafel zeigt, dass man bis B unc C ca 15 - 20 min einplanen sollte und dass für meinen Flug noch kein Gate feststeht. Aber keine Sorge: "We will inform you at least 2 hours before your departure if your flight goes from Terminal B or C" Na dann. Ich nutze die Zeit und die 45 min Free Wifi, um Mails abzurufen und mich auszuruhen.
16:10 (LHR, Wartehalle A): Unser Flug bekommt ein Gate zugewiesen - 50 min vor Abflug, nicht Abfertigungsschluss, sondern ABFLUG - Es ist Gate C57.
Nach 5 Schrecksekunden haste ich los Richtung Transfer zu Halle C, immer im Hinterkopf dass es ca 20 min dauert bis man überhaupt da ist. Nach 5 min stehe ich am Fahrstuhl, fahre hinunter und steige in die BA-U-Bahn, 20 Sekunden und wir sind in Halle B, weitere 30 Sekunden und wir sind in Halle C. Nach 2 min laufen stehe ich an Gate C57, habe die Adrenalinwerte eines Basejumpers und frage mich, ob die Leute von BA einen besonderen Sinn für Humor haben. Neben mir sitzt übrigens ein junger Mann der auf seinem Notebook Informatik-Folien der TU Berlin durchgeht.. Die Welt ist klein.
16:46 (LHR, Gate C57): Erste Sitzerfahrungen in einer Boing 747. Ergebnis: Der Airbus A320 für den kurzen Flug nach London hatte mehr Platz. Mein Rucksack ist fast zu groß, um ihn unter den Sitz zu schieben und nimmt mir noch etwas Beinfreiheit. Zum Glück bleibt der Platz direkt neben mir frei und ich kann ihn dort abstellen. Jeder Gast bekommt Kopfhörer, Decke und Kissen.
16:49 (LHR, Gate C57): auf den dritten Platz in meiner Fensterreihe setzt sich ein älterer Inder. Er guckt ziemlich verstört und macht den Eindruck als ob er Flugangst hat oder noch überlegt, wann genau er die Bombe zündet. Zusätzlich scheint er kein Freund von Mundhygiene zu sein, jedenfalls strömt ab und zu ein sehr unangenehmer Geruch durch die Sitzreihe.
17:35 (LHR, immernoch C57): *Knack* Durchsage: "We've now relocate all of your bags and are loading them onto the plane. Once we're airborne we'll try to make up for the lost time but expect us to have a 30 min delay." Na das ist doch schonmal ein guter Anfang.
17:40 (LHR, Rollfeld): Anmerkung für Dirk: Zwei Reihen hinter mir sitzt ein - dem Aussehen nach - Brite mit John Deere Traktoren Cap.
18:46 (Flug BA085, irgendwo auf 10000 m Höhe): Erste Runde Softdrinks. Der Inder neben mir bestellt sich zwei Shots Whiskey und ein Wasser. Der dritte Whiskey wird von der Stewardess abgelehnt. Vielleicht hat er weder Flugangst noch vor das Flugzeug zu sprengen, sondern ist einfach nur Alkoholiker? - Achja, einen Tee kann ich erst später bekommen, also bestelle ich eine Cola.
21:04 (Flug BA085): Mittag- oder Wasauchimmeressen. Ich bekomme meinen Tee, der Inder den dritten Whiskey.
22:05 (Flug BA085): Es gibt nochmal Kaffee und Tee, dem Inder wird Whiskey no. 4 verwehrt, aber er scheint sich auch schon etwas beruhigt zu haben.
22:55 (Flug BA085, irgendwo über Grönland): Die 7 Alben umfassende Musikliste "Essential Albums" des Infotainmentsystems listet an zweiter Stelle das "Best of Black Sabbath". Sonst nur blabla.
03:46 (Flug BA085, kurz vor Vancouver): Wir befinden uns im Landeanflug, haben knapp 30 min Verspätung. Bisher nicht geschlafen.
03:58 (Flug BA085, Rollfeld): Die Maschine setzt gefühlte hundert Mal leichter auf als in London. Keiner klatscht.
04:15 (YVR, Terminal M): Der erste Kontakt mit kanadischen Offiziellen verläuft problemlos. Ich darf weiter und meinen Koffer abholen, bevor ich mich ins Immigration Office begeben muss.
05:05 (YVR, Terminal M): Mein Koffer war gefühlt der Letzte, aber dafür ist das direkt angeschlossene Immigration Office jetzt auch schon geschlossen. Ich darf den weiteren Weg laufen.
05:10 (YVR, Immigration Office): Für die späte Stunde (hier ist es jetzt 20:10) ist noch viel los und ich stehe mal wieder in einer Schlange.
05:30 (YVR, Immigration Office): "Next Please!" holt mich aus meinen Tagträumen. Nachdem ich Rucksack, Koffer, Reisepass und Visabestätigung vorgezeigt habe, bekomme ich einen Stempel in den Pass und das eigentliche Visum in die Hand gedrückt. Die Salami für meine Gastgeberin wird weggeschmissen, weil man kein Fleisch o.ä. einführen darf.
05:40 (YVR, Eingangshalle): Während ich aus der Tür in den Eingangsbereich laufe, fällt mir auf, dass ich meine Dokumentenmappe mit Impfpass, Internationalem Führerschein usw, auf dem Pult beim ersten Officer (siehe 04:15) habe liegen lassen. Zurück zu den netten Zollbeamten - und wieder zurück in die Eingangshalle. Ich habe die Grenze schon überschritten, ich darf jetzt nicht mehr zurück in den Einreisebereich. Ich soll mir doch bitte jemanden von BA suchen, der dann mit mir zusammen da hin gehen darf.
05:45 (YVR Eingangshalle): Die Dame an der Information hat mir eine Telefonnummer von BA gegeben, die genau für diesen Zweck gedacht ist. Nachdem ich 5 min in der Warteschleife hänge, lege ich auf und gehe in den Abflugbereich, um einen besetzten BA-Schalter zu finden.
06:00 (YVR, Abflughalle): Im Hinterzimmer eines schon fast geschlossenen Schalters habe ich sie auftreiben können, die BA-Mitarbeiter. Dort sitzen sie und trinken Kaffee. Verständlich. So lange kein Flug geht, muss ja keiner draußen sein.
Eine Mitarbeiterin schnappt sich ihre Karte und geht mit mir zurück auf Los. Ohne 4000 Mark einzuziehen. Aber immerhin bekomme ich meine Mappe wieder und darf endlich gehen.
06:10 (YVR, SkyTrain Station): Löse eine 2-Zonen-Fahrt für $ 7.75 und schlafe in der Bahn fast jede Station ein. Olympic Village, Olympic Village, Olympic Village.. da muss ich umsteigen.
06:38 (Olympic Village): Bin rechtzeitig hochgeschreckt. Bin nun fast 24h wach und mein Koffer ist schwer. Also warte ich auf den Aufzug. Als ich endlich mit dem Aufzug oben ankomme, sehe ich meinen Bus davon fahren. Naja, ist ja noch nicht so spät hier. Das wird schon nicht so lange dauern.
07:08 (Olympic Village): Nach 30 min kommt der nächste Bus. Dafür habe ich mich mit einem Mann Ende 40 unterhalten, der zufällig von 2000 bis 2003 für ein Telekomunternehmen in Deutschland gearbeitet hat.
07:40 (Point Grey Road): Bin dreimal die Straße hoch und runter gelaufen, da schreibt mir Bonnie (meine Gastgeberin), ob ich das mit dem Koffer da unten wäre. Ihre Hausnummernbeleuchtung geht nicht.
07:55 (Point Grey Road): Bonnie ist super nett, ihre Tochter schläft schon, aber wir trinken noch ein kühles, kanadisches Bier (sehr mild, angenehm) und dann falle ich ins Bett. (Hier ist es 22:55 und ich muss am nächsten Tag um 10:00 in der UBC sein. Bonnie gibt mir noch ein Busticket für den nächsten Morgen (im Bus muss man passend zahlen) und dann gehen die Zimmertüren zu.
wie ihr hoffentlich alle mitbekommen habt, bin ich gut in Vancouver angekommen und habe nach 2 Tagen inzwischen auch Handyvertrag und Bankkonto. Morgen kann ich vielleicht endlich den Sicherheitstest für die Laborzulassung machen, aber das werden wir noch sehen.
Ich könnte schon so viel aus den letzten beiden Tagen erzählen, aber ich will von vorne beginnen. Deswegen bekommt ihr jetzt hier meine Erfahrungen vom Flug Berlin über London nach Vancouver mit British Airways.
11:40 (TXL, Gate A5): Beim Betreten des Gates und dem nötigen Sicherheitscheck beschwert sich der Securiteur, ob ich nicht weitere Hosen tragen könne, damit er besser fühlen kann, ob ich eine Waffe zwischen Körper und Gürtel verstecke.. Die Anforderungen an Flugreisende werden heutzutage auch immer komplexer.
12:10 (TXL, Gate A5): Komme gerade noch zwischen Premium-Ticket-Inhabern und der englischen Schulklasse ins Flugzeug, um mir ohne Gedränge meinen Platz suchen zu können.
12:56 (TXL, Rollfeld und darüber hinaus): Langsam steigt die Maschine und fliegt über Spandau hinaus Richtung England. Ganz Nord-Ostdeutschland ist von einer Wolkendecke bedeckt. Ganz? Nein, ein kleines Dorf direkt neben Kladow wehrt sich. Ich kann spielzeugversionen von Fernsehturm, Bhf Zoo, die Freifläche des Tempelhofer Flughafens, Olympiastadion, die Altstadt Spandau und sogar Kladow erkennen bevor wir zu hoch steigen. Irgendwo schreit ein Baby und meine Sitznachbarin holt aus ihrem Alibibuch ihr Handy, um irgendein Tower-Defense-Spiel zu spielen.
13:07 (westlich von Magdeburg): Noch 740 km und das Infotainmentsystem zeigt 25 km/h Gegenwind. Der soll nur kommen. Tower-Defense Level 8.
13:56 (Englands Küste): Ansage des Piloten: "Wir haben gutes Wetter über England ist kaum eine Wolke am Himmel" Kein Kommentar - siehe Bild. (Inzwischen muss meine Nachbarin schon den Chinesischen Kaiserpalast oder Fort Knox oder sowas verteidigen müssen. Normales Tower Defense hat doch nicht so viele Level, oder? )
14:45 (LHR, Rollfeld): Der Pilot setzt die Maschine einigermaßen sanft auf und die englische Schulklasse klatscht sich die Seele aus dem Leib. Meine Sitznachbarin beendet Tower-Defense und liest noch schnell eine Alibiseite.
14:52 (LHR, auf dem Weg zur Wartehalle): In Berlin im Duty-Free gekaufte Getränke darf man nicht mit in die Wartehalle nehmen, weil man vorher durch den Sicherheits-Check muss und dort wieder nur max. 100 mL Flüssigkeit bei sich haben darf. Geschickter Schachzug. Bis in 3 Stunden der nächste Flug startet habe ich bestimmt nochmal Durst.
15:00 (LHR, Wartehalle A): British Airways (BA) hat 3 Hallen in Heathrow. A, B und C. Die Hauptwartehalle ist A und dort werden wir nach dem Sicherheitscheck ausgespuckt. Die Infotafel zeigt, dass man bis B unc C ca 15 - 20 min einplanen sollte und dass für meinen Flug noch kein Gate feststeht. Aber keine Sorge: "We will inform you at least 2 hours before your departure if your flight goes from Terminal B or C" Na dann. Ich nutze die Zeit und die 45 min Free Wifi, um Mails abzurufen und mich auszuruhen.
16:10 (LHR, Wartehalle A): Unser Flug bekommt ein Gate zugewiesen - 50 min vor Abflug, nicht Abfertigungsschluss, sondern ABFLUG - Es ist Gate C57.
Nach 5 Schrecksekunden haste ich los Richtung Transfer zu Halle C, immer im Hinterkopf dass es ca 20 min dauert bis man überhaupt da ist. Nach 5 min stehe ich am Fahrstuhl, fahre hinunter und steige in die BA-U-Bahn, 20 Sekunden und wir sind in Halle B, weitere 30 Sekunden und wir sind in Halle C. Nach 2 min laufen stehe ich an Gate C57, habe die Adrenalinwerte eines Basejumpers und frage mich, ob die Leute von BA einen besonderen Sinn für Humor haben. Neben mir sitzt übrigens ein junger Mann der auf seinem Notebook Informatik-Folien der TU Berlin durchgeht.. Die Welt ist klein.
16:46 (LHR, Gate C57): Erste Sitzerfahrungen in einer Boing 747. Ergebnis: Der Airbus A320 für den kurzen Flug nach London hatte mehr Platz. Mein Rucksack ist fast zu groß, um ihn unter den Sitz zu schieben und nimmt mir noch etwas Beinfreiheit. Zum Glück bleibt der Platz direkt neben mir frei und ich kann ihn dort abstellen. Jeder Gast bekommt Kopfhörer, Decke und Kissen.
16:49 (LHR, Gate C57): auf den dritten Platz in meiner Fensterreihe setzt sich ein älterer Inder. Er guckt ziemlich verstört und macht den Eindruck als ob er Flugangst hat oder noch überlegt, wann genau er die Bombe zündet. Zusätzlich scheint er kein Freund von Mundhygiene zu sein, jedenfalls strömt ab und zu ein sehr unangenehmer Geruch durch die Sitzreihe.
17:35 (LHR, immernoch C57): *Knack* Durchsage: "We've now relocate all of your bags and are loading them onto the plane. Once we're airborne we'll try to make up for the lost time but expect us to have a 30 min delay." Na das ist doch schonmal ein guter Anfang.
17:40 (LHR, Rollfeld): Anmerkung für Dirk: Zwei Reihen hinter mir sitzt ein - dem Aussehen nach - Brite mit John Deere Traktoren Cap.
18:46 (Flug BA085, irgendwo auf 10000 m Höhe): Erste Runde Softdrinks. Der Inder neben mir bestellt sich zwei Shots Whiskey und ein Wasser. Der dritte Whiskey wird von der Stewardess abgelehnt. Vielleicht hat er weder Flugangst noch vor das Flugzeug zu sprengen, sondern ist einfach nur Alkoholiker? - Achja, einen Tee kann ich erst später bekommen, also bestelle ich eine Cola.
21:04 (Flug BA085): Mittag- oder Wasauchimmeressen. Ich bekomme meinen Tee, der Inder den dritten Whiskey.
22:05 (Flug BA085): Es gibt nochmal Kaffee und Tee, dem Inder wird Whiskey no. 4 verwehrt, aber er scheint sich auch schon etwas beruhigt zu haben.
22:55 (Flug BA085, irgendwo über Grönland): Die 7 Alben umfassende Musikliste "Essential Albums" des Infotainmentsystems listet an zweiter Stelle das "Best of Black Sabbath". Sonst nur blabla.
03:46 (Flug BA085, kurz vor Vancouver): Wir befinden uns im Landeanflug, haben knapp 30 min Verspätung. Bisher nicht geschlafen.
03:58 (Flug BA085, Rollfeld): Die Maschine setzt gefühlte hundert Mal leichter auf als in London. Keiner klatscht.
04:15 (YVR, Terminal M): Der erste Kontakt mit kanadischen Offiziellen verläuft problemlos. Ich darf weiter und meinen Koffer abholen, bevor ich mich ins Immigration Office begeben muss.
05:05 (YVR, Terminal M): Mein Koffer war gefühlt der Letzte, aber dafür ist das direkt angeschlossene Immigration Office jetzt auch schon geschlossen. Ich darf den weiteren Weg laufen.
05:10 (YVR, Immigration Office): Für die späte Stunde (hier ist es jetzt 20:10) ist noch viel los und ich stehe mal wieder in einer Schlange.
05:30 (YVR, Immigration Office): "Next Please!" holt mich aus meinen Tagträumen. Nachdem ich Rucksack, Koffer, Reisepass und Visabestätigung vorgezeigt habe, bekomme ich einen Stempel in den Pass und das eigentliche Visum in die Hand gedrückt. Die Salami für meine Gastgeberin wird weggeschmissen, weil man kein Fleisch o.ä. einführen darf.
05:40 (YVR, Eingangshalle): Während ich aus der Tür in den Eingangsbereich laufe, fällt mir auf, dass ich meine Dokumentenmappe mit Impfpass, Internationalem Führerschein usw, auf dem Pult beim ersten Officer (siehe 04:15) habe liegen lassen. Zurück zu den netten Zollbeamten - und wieder zurück in die Eingangshalle. Ich habe die Grenze schon überschritten, ich darf jetzt nicht mehr zurück in den Einreisebereich. Ich soll mir doch bitte jemanden von BA suchen, der dann mit mir zusammen da hin gehen darf.
05:45 (YVR Eingangshalle): Die Dame an der Information hat mir eine Telefonnummer von BA gegeben, die genau für diesen Zweck gedacht ist. Nachdem ich 5 min in der Warteschleife hänge, lege ich auf und gehe in den Abflugbereich, um einen besetzten BA-Schalter zu finden.
06:00 (YVR, Abflughalle): Im Hinterzimmer eines schon fast geschlossenen Schalters habe ich sie auftreiben können, die BA-Mitarbeiter. Dort sitzen sie und trinken Kaffee. Verständlich. So lange kein Flug geht, muss ja keiner draußen sein.
Eine Mitarbeiterin schnappt sich ihre Karte und geht mit mir zurück auf Los. Ohne 4000 Mark einzuziehen. Aber immerhin bekomme ich meine Mappe wieder und darf endlich gehen.
06:10 (YVR, SkyTrain Station): Löse eine 2-Zonen-Fahrt für $ 7.75 und schlafe in der Bahn fast jede Station ein. Olympic Village, Olympic Village, Olympic Village.. da muss ich umsteigen.
06:38 (Olympic Village): Bin rechtzeitig hochgeschreckt. Bin nun fast 24h wach und mein Koffer ist schwer. Also warte ich auf den Aufzug. Als ich endlich mit dem Aufzug oben ankomme, sehe ich meinen Bus davon fahren. Naja, ist ja noch nicht so spät hier. Das wird schon nicht so lange dauern.
07:08 (Olympic Village): Nach 30 min kommt der nächste Bus. Dafür habe ich mich mit einem Mann Ende 40 unterhalten, der zufällig von 2000 bis 2003 für ein Telekomunternehmen in Deutschland gearbeitet hat.
07:40 (Point Grey Road): Bin dreimal die Straße hoch und runter gelaufen, da schreibt mir Bonnie (meine Gastgeberin), ob ich das mit dem Koffer da unten wäre. Ihre Hausnummernbeleuchtung geht nicht.
07:55 (Point Grey Road): Bonnie ist super nett, ihre Tochter schläft schon, aber wir trinken noch ein kühles, kanadisches Bier (sehr mild, angenehm) und dann falle ich ins Bett. (Hier ist es 22:55 und ich muss am nächsten Tag um 10:00 in der UBC sein. Bonnie gibt mir noch ein Busticket für den nächsten Morgen (im Bus muss man passend zahlen) und dann gehen die Zimmertüren zu.
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