Jug Island ist eine winzige Insel im Indian Arm östlich von North Vancouver. Die Insel selbst ist ziemlich klein und unbegehbar. Es gibt aber eine nette Strecke durch den nördlichsten Teil des Belcarra Regional Park, die an einem kleinen Strand mit Blick auf Jug Island endet.
Da man ca. 2,5 h mit drei oder mehr Bussen dorthin unterwegs ist, dezimiert sich die Teilnehmerzahl dann schnell auf 2 Personen. Immerhin müssen Anne und ich uns so nicht hetzen lassen, weil die Nichtfotografen schneller sind.
Wir fahren Samstag um 8:30 von der Uni aus los und können so die Stadt beim Aufwachen beobachten. Auf dem Rückweg werden die Straßen und Busse belebt sein, im Moment ist alles ruhig und friedlich.
Auf dem Weg fährt man unter anderem auch mal wieder durch East Hastings und wird dank der vielen Obdachlosen daran erinnert, dass Downtown nur einen kleinen Ausschnitt von Vancouver zeigt. Diese Busfahrt endet in Port Moody, was irgendwie noch zur Greater Vancouver Area gehört, sodass unsere Semestertickets hier noch gelten. Eigentlich ist es aber schon eher ein eigenes kleines Nest und wirkt ziemlich verschlafen und langweilig.
Die letzte Strecke wird mit einer C-Linie zurückgelegt, was kleinere Busse, so in etwa dem N35 entsprechend, sind. Dafür bekommt man die volle Dröhnung Superhits aus dem Busradio und einen sehr fröhlichen Busfahrer mit Irokesen.
Auf den ersten 2,5 km des Weges begegnet uns niemand und der dichte, völlig sich selbst überlassene Wald bietet einige sehr schöne Motive. Alles ist mit Generationen von Moos und Farn bewachsen und immer wieder sieht man neue Bäume aus Alten wachsen, sowie faszinierende Formen.
Völlig sich selbst überlassen ist vielleicht übertrieben, der Weg wird gepflegt und es gibt an schwierigen Stellen auch Treppen, aber links und rechts vom Weg darf sich die Natur noch selbst zwischen Autobahn und Kleingartenkolonie entscheiden.
Nach ca. 1,5 Stunden erreichet man den Strand mit Blick auf das winzige Jug Island. Es gibt eine Toilette und bärensichere Mülleimer, etliche Muscheln und Seetang. Direkt vor der Insel ist eine Familie Enten unterwegs, während aus dem Wald eine Familie Menschen mit zwei Hunden (Schäferhund und Labrador. Der Labrador überquert den Strand innerhalb einer Millisekunde und lässt sich erstmal nicht mehr aus dem Wasser bringen) bricht. Ganz alleine ist man hier also doch nicht unterwegs.
Nach einer Mittagspause am Strand machen wir uns wieder auf den Weg Richtung Bus, während über uns, aber leider zu weit Weg, ein Adler kreist.
Ungefähr auf der Hälfte des Rückwegs begegnet uns eine asiatische Busreisegruppe mit ca. 30 Personen und 95 Kameras, die unsere Pause am Strand sicherlich weniger idyllisch gemacht hätten. Timing ist manchmal alles.













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