Samstag, 1. Februar 2014

UCB Strand I

Samstag früh. Um 5:30 klingelt der Wecker, ich steige aus dem Bett, schnappe mir den Rucksack mit Digital-, sowie Filmkamera und Stativ und mache mich auf den Weg an den UBC-eigenen Strand direkt hinter dem Botanischen Garten. Noch ist es dunkel, aber bald geht die Sonne auf und den Moment möchte ich nicht verpassen...

... als ich aufwache ist es 7:58 Uhr und der Himmel so verhangen, dass jegliche Chance auf Sonne eh vertan scheint. Also erstmal in Ruhe duschen und dann trotzdem los. Vllt ergibt sich ja das ein oder andere Foto.

Laut Karte kann man vom Parkplatz des Botanischen Gartens direkt auf die dahintergelegene Straße und von dort über einen kleinen Pfad an die Küste. 
Wenn da nicht dieses Gittertor wäre. Der nächste Pfad ist ein ganzes Stück weiter nördlich, aber gut also dahin.



Auf dem Weg entdecke ich aber doch noch einen Zugang zu besagter Straße und komme schließlich am Pfad an. Das ist übrigens alles noch Universitätsgelände.



Über den sehr gut gepflegten Pfad geht es an einen Strand mit kleinem Steinbächlein und vielen angespülten Holzresten, die scheinbar regelmäßig zu neuen Konstrukten zusammengenagelt werden. Dabei gibt es viele alte Ketten, Schiffsnägel oder ähnliches, die eine schöne Atmosphäre schaffen, aber nicht gerade dazu einladen barfuss an den Strand zu gehen.





 Ob hier mal der Bademeister saß, den es laut hinreichend platzierten Hinweisschildern nicht mehr gibt?


Viele interessante von Wasser und Mensch geformte Gebilde.





Auf dem Rückweg gab es in der Bäckerei sogar noch ein richtiges "Old World Bread" mit mehr als Weißmehl und Luft.


Freitag, 31. Januar 2014

Gladiator! Oder doch ein Bier?

Gestern abend war im Student Recreation Center (also die billigere der beiden Sporthallen) Gladiator-Wettkampf. Es sind 8 studentische Teams in 5 Disziplinen gegeneinander angetreten; darunter auch ein Team der Austauschstudenten.
Also nichts wie hin und zugeschaut. Leider hat das Rec Center keine Tribünen, sodass die Hälfte der Wettkämpfe nicht wirklich ersichtlich waren, aber unser Team hat sich ganz gut geschlagen.

Die Disziplinen:

Hüpfburg-Staffellauf. Eine riesige Jahrmarktshüpfburg mit etlichen Hindernissen musste möglichst schnell durchquert werden. Leider keine Fotos, da zu dunkel. Unser Team erreichte einen Gleichsstand und musste nochmals antreten, wo wir dann mit ca. 1/2 Sekunde vorsprung gewannen.

Tennis-Dodgeball - die mit Abstand härteste Disziplin. Es wusste übrigens keiner der Teilnehmer vorher um was es gehen würde. Es treten zwei Teams auf einem Hallendrittel gegeneinander an. Im Hallendrittel sind einige Hindernisse aufgebaut und überall sind blaue und rote Staffelstäbe verteilt. Ein Team muss versuchen so viele Stäbe wie möglich in einen von zwei Containern zu bringen. Dabei dürfen immer nur 2 Spieler auf dem Feld sein, die mit einem Vollschutzhelm ausgestattet sind. Das zweite Team versucht die Spieler nämlich währenddessen mit einer Ballwurfmaschine voller Tennisbälle abzuschießen. Wer getroffen wird, muss den Stab fallen lassen, zurück zum Start und den Helm an den nächsten weitergeben.


Was bei unserem Team ganz gut klappte, hat bei anderen Durchgängen doch einige Schmerzen verursacht.

Danach gab es noch einen komplett abgedunkelten Raum in dem innerhalb eines Zeitlimits möglichst viele Tischtennisbälle gefunden werden mussten, ein Labyrinth zu durchqueren und zum Schluss mussten sich zwei der beiden konkurrierenden Teams mit großen Gummischlägern von einer Plattform schubsen. Das haben wir uns aber nur erzählen lassen, da es ohne gute Sicht und Licht zum Fotografieren nicht so spannend war wie erhofft.

Stattdessen sind wir zum Koerner's Pub auf dem Campus gelaufen. Bis letztes Jahr noch studentisch geführt, aufgrund eines Missgeschicks zwischenzeitlich ohne Schanklizenz und nun mit neuer Geschäftsführung ein sehr angenehmer Pub mit selbstgebrautem bzw. lokalen Bier, gutem Essen, Billard sowie einer Tischvariante von Curling.
Als wir ankommen läuft über die Monitore an der Decke die Banksy-Doku "Exit through the gift shop" und es sind kaum Plätze frei. Aus einem kleinen Feierabendbier wird dann ein Pitcher Scottish Dark Ale, weil es eben das Bier des Monats ist. Serviert wird in schicken Flaschen und Marmeladengläsern.

Später kommt das Gladiatorteam noch dazu und als ich zuhause bin, zeigt die Uhr 2:00.

Film Camera

Ah du hast also eine Videokamera gekauft?
Nein, eine analoge, 35mm Filmkamera.
Hä?

Na sowas hier:


Sieht aus wie jede andere DSLR, aber man muss sie regelmäßig mit diesen komischen Döschen füttern. Diese Nikon F80 (oder N80 weil die Amerikaner natürlich ein eigenes Produkt brauchen) mit 28-80 mm Objektiv, Tasche, Sonnenblende, 4 ungenutzten und wahrscheinlich viel zu alten Filmen sowie einem kleinen Fotografieratgeber aus einem Land vor meiner Zeit hatte Ron aus Richmond abzugeben. Der gute Mann ist um die 65, zieht mit seiner Frau in ein kleineres Haus, weil die Kinder ausgezogen sind und verkauft nach und nach seinen gesamten Dachboden über Craigslist, was man sich als das hiesige eBay-Kleinanzeigen vorstellen kann. Nur nicht so aufgeräumt und übersichtlich.

Wo ich bei anderen Angeboten $ 80 nur für das Gehäuse ohne Funktionsgarantie gezahlt und für den geringen Aufpreis von $ 150 ein 300 mm Zoomobjektiv dazubekommen hätte, habe ich gestern abend Rons Paket für $ 100 erstanden und bin bisher ganz zufrieden. Alles ist gut gepflegt und funktioniert bisher sehr gut.

Mal sehen was der erste Film dann so bringt.

Warum mache ich das? Habe doch eine gute digitale Kamera?

Wie gesagt, wir brauchen für den Fotokurs eine eigene Filmkamera und man könnte zwar eine einfache, gebrauchte Kamera für $ 20 oder so bekommen, aber die lässt dann auch deutlich an Einstellungen zu wünschen übrig. Nach oben sind wie immer keine Grenzen gesetzt und daher denke ich, habe ich einen ganz guten Fang gemacht.
Die Idee, sich mit analoger Fotografie zu beschäftigen, schwirrt jedenfalls auch schon etwas länger durch meinen Kopf und jetzt gab es die Gelegenheit.
Besonders freue ich mich, die Bilder dann selbst entwickeln zu können, weil wir den Darkroom des Fotostudios jederzeit benutzen dürfen.

Montag, 27. Januar 2014

Freizeitsport

Gestern auf dem Rückweg vom Karate habe ich übrigens das Quidditch-Team der UBC beim trainieren gesehen.
 

Sonntag, 26. Januar 2014

Lynn Canyon und mehr

Nachdem es sich schon seit Mittwoch immer wieder in Auszügen angekündigt hatte,

 
war heute (Sa. 25.01.) extrem gutes Wetter. Keine Wolke am Himmel, ca. 12 (gefühlte 16) °C. Perfekt also um wieder wandern zu gehen. Doch dazu gleich.

Diese Woche wechselten sich Labor- und Schreibtischarbeit ab - endlich wieder experimentieren! Zuerst mal alle Systeme checken und die Grundlagen vorbereiten. Beim Kalibrieren der Elektroden fällt auf, dass gerade die Neue zu starke Abweichungen hat und man sich erstmal mit dem Hersteller auseinandersetzen muss.
Das Labor ist sehr gut organisiert und mit einem einzigen - dafür 8-Kanal-fähigen - Potentiostaten ausgestattet, der die gesamte Laborbank mit Messplätzen versorgt. Sehr gut durchdacht. Leider versagt das gute Stück seit Donnerstag Abend den Dienst mit einer unbekannten Fehlermeldung. Aber der Support arbeitet schon dran.
Büroarbeit war vor allem Vorbereitung einer Präsentation über Deutschland, mein Stipendium (10 min) und meine Masterarbeit (20 min), die ich diesen Freitag im Zuge des ersten Gruppenmeetings des Jahres halten durfte.
Dank diesem Gruppenmeeting, habe ich dann wenigstens auch mal die andere Hälfte der Gruppe kennen gelernt, die hauptsächlich in anderen Laboren und an anderen Projekten arbeitet. Der Vortrag kam gut an und meine Schlussfolgerungen erscheinen auch anderen Leuten logisch - Yay! Anschließend ging es gemeinsam zum Group Lunch ins campuseigene Restaurant Mahoneys. Als Geschäftsessen natürlich. Auf zwei Tische aufgeteilt warteten alle gespannt auf die Bestellung des Chefs, um herauszufinden, ob man sich ein Bier gönnen darf oder nicht. Schließlich zahlt er ja.
Vom 17. Januar bis 02. Februar ist übrigens "Vancouver Dine Out Festival", wo viele Restaurants spezielle Menüs zu kleinen Preisen anbieten. Ein wenig ähnlich dem Berliner Hotelwochenende. Daher gab es ein Drei Gänge Menü mit Kürbissuppe, Shepherd's Pie und geröstetem Brot sowie einem Apfelkuchen mit Eis als Nachtisch für $ 18.00. Da kann sich keiner beschweren. Lecker war's dann auch noch. Sowas.

Auf dem Rückweg hat mir neu kennengelerntes Gruppenmitglied Isaac die Labore und das Equipment im nebenan gelegenen "Advanced Materials and Process Engineering Laboratory" (AMPEL) Gebäude gezeigt. Das, was die da drüben haben, ist "amazing" wie Arman jetzt sagen würde. Alles ist amazing oder awesome.
Aber durch das zweite Labor wird die Arbeit hier erst richtig spannend. Rasterkraftmikroskope mit angeschlossener Elektrochemie erlauben das Beobachten von Oberflächenveränderungen während der Elektrochemie. Die dringend benötigte Poliermaschine für die Iridiumelektrode steht da schon bereit und wird so gut wie nie benutzt, ich kann also einfach hingehen und loslegen. Grandios!
Es gibt sämtliche Formen der Spektroskopie und mehr. Eine weitere E-Chemie-Station, falls der Ausfall bei uns drüben länger dauern sollte. Und. Es wird nämlich noch besser. Jahaa!
Für die Elektronenmikroskope gibt es kostenlose Trainings, sodass ich dann selber mikroskopieren darf.
Das wird alles deutlich entspannter gehandhabt als in Deutschland. :) Ich freue mich auf die nächsten Wochen.

Zurück zum Wandern.

Nach meinem Einstieg mit Chief Mountain sollte es etwas entspannter weiter gehen und ein Treffen mit Kollege Sean (macht gerade seinen Master in der Gruppe) wurde für 13:00 verabredet. Ziel ist Lynn Canyon am nord-östlichen Ende von North Vancouver. Ziemlich nah am Wohnhaus vom Prof. (David). 
Seans Freundin Maja und sein Highschoolkumpel Danner haben sich noch spontan dazu entschieden mitzukommen. 
Da es von der UBC aus ein etwas weiterer Weg ist, holt Sean mich mit dem Auto an der Seabus-Station in North Van ab. Bis dahin nehme ich den Bus nach Downtown und dann eben den, alle 15 min verkehrenden, Seabus. Sehr komfortabel, sehr schnell und bei diesem Wetter eine wunderbare Aussicht auf Vancouver. Auf dem Weg zum Dock begrüßt einen übrigens der indianische Panflötenspieler aus der Altstadt Spandau. Da ist der also, wenns in Berlin zu kalt ist.
Neben der Seabushaltestelle ist an beiden Ufern auch ein Heliport, der zu meinem Erstaunen stark frequentiert wird. Auf Hin- und Rückweg kann ich an beiden Seiten jeweils Helikopter beim Starten oder Landen beobachten.



Direkt von der Seabus-Haltestelle aus hat man einen grandiosen Blick auf die Skyline von Downtown und die östlich liegenden Docks. Man sieht noch den Seabus zurückfahren, der mich hier ausgespuckt hat.



Selbst hier in der von Frachtschiffen genutzen Bucht des Burrard Inlets ist das Wasser extrem klar.



Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte an dieser Stelle auch den Lonsdale Quay Market besuchen, der neben einer großen Bäckerei, frischem Fischverkauf (z.B. 2 Meter Heilbutt am Stück o.ä.) und einem großen Teeladen noch mehrere andere Spezialitäten beherbergt. Ich werde auf jeden Fall nochmal wiederkommen. 



Erstmal schreibt Sean, dass er am Taxistand wartet und nachdem auch seine Freundin mit dem nächsten Seabus angekommen ist, starten wir Richtung Lynn Valley, wo dann auch der Canyon liegt. Kurz vorher zieht noch eine Trachtengruppe an uns vorbei in den Quay Market ein, um dort aufzuspielen.

Nachdem wir Danner eingesammelt und einen Parkplatz gefunden haben geht es los auf einen der vielen Trails im Lynn Canyon Park. Zuerst mal über die Hängebrücke und dann weiter. Auch hier wieder klares Wasser.



V.l.n.r Danner, Sean, Maja und was wird beobachtet?


 Viele sehr alte Bäume, die entsprechend hoch gewachsen sind.


Der gesamte Park ist extrem gut gepflegt (kaum jemand schmeißt seinen Müll in die Gegend usw) und der Tag wirkt perfekt, um hier zu sein. Wir laufen ca. 1 h einen kürzeren Trail, kommen wieder am Parkplatz an und entscheiden noch einen Trail auszuprobieren. 
Leider kommt es immer wieder vor, dass sich hier Leute zu Tode stürzen, weil sie die Wassertiefe beim Sprung in den Fluß überschätzen. Man sollte hier überhaupt nicht ins Wasser springen.  Deswegen hängen überall entsprechende Hinweisschilder, wobei das vor dem Hinweisschild angebrachte Stahltor an dieser Stelle offen stand. Beunruhigender Weise liefen auch gerade ein paar Jugendliche vorbei, die überlegten ob sie den Pfad hier verlassen sollten, um dort zu chillen. . .



Auf dem zweiten Trail kommen wir noch an eine flachere Stelle mit einer kleinen Lagune und vielen rundgewaschenen Steinen zum Flippen. 





Als wir dann ca. gegen 16:30 wieder zurück sind, wird es auch schon dunkel. Ich kaufe auf dem Rückweg noch 8x10 inch Schwarz-Weiß Photopapier für den Photokurs, was auch nur läppische $ 35.00 kostet. 
Gegen Abend gibt es noch eine spontane Runde Billard mit Anne und Luise aus Dänemark im Wohnheimscafe und nun sitze ich hier und schreibe.

Als Abschluss noch ein paar Eindrücke vom Lynn Canyon. Mehr wenn wir uns sehen.


Aus Alt wächst Neu


Zwergenhaus oder böse Maske?




Einzelner Sitzplatz auf dem ersten Pfad

Die Einschnitte im Baumstumpf sind von den Baumkletterern, die den Baum nach und nach gefällt haben. Dafür werden richtige Stufen in den Stamm geschnitten.







Mittwoch, 22. Januar 2014

Auf nach Niagara Falls!

Mein Abstract "Comparative exploration of the surface electrochemistry of Ir-IrO2 (111 / 110) and Ru-RuO2 (0001) single crystal model catalysts for the oxygen evolution reaction (OER)" für die ISE-Konferenz an den Niagarafällen wurde angenommen!

Sonntag, 19. Januar 2014

Darf ich Ihnen meine Karate geben?

Aikido hat sich endgültig disqualifiziert, dafür war ich heute Mittag beim Nihon Goju Karate einer sehr ans Kung Fu angelehnten Form von Karate, was mir dann naturgemäß gefallen hat. Einiges wird anders gemacht, ist aber doch immer sehr ähnlich und vertraut. Jetzt nur noch die $ 220.00 bezahlen und dann ist jeden Donnerstag Abend und Sonntag Mittag Training.
Trainiert wird im selben Raum wie beim Aikido, nur dass wir ca. doppelt so viele Teilnehmer hatten. Es ist also etwas kuschelig. Der Trainer hat während der deutschen Besatzung mit seinen Eltern für drei Jahre in Soest gelebt, weil sein Vater beim kanadischen Militär war und macht einen sehr netten Eindruck. Eigentlich braucht man fürs Karate auch einen speziellen Trainingsanzug, den ich aber für ein einziges Semester nicht kaufen brauche.

Samstag wurde das angesetzte Wandern mal wieder abgesagt, aber irgendwann bekommen wir das auch noch hin. Dafür war ich mit ein paar Kollegen (Chinesen, Iraner und Kanadier) und Israa, Informatikerin aus London, in einem von einer asiatischen Familie geführten, französischen Teehaus, das von der Einrichtung sehr englisch wirkte. So viel zur multikulturellen Identität Vancouvers.
Abends bin ich dann noch alleine durch Gastown spaziert, um nicht gleich wieder am Schreibtisch zu versacken. Gastown wirkt etwas europäischer als der Rest der Stadt und bietet einige Ecken, die ich mir noch genauer anschauen muss. Beispielsweise die Steambrew Brauerei direkt am Ufer, in deren Restaurant/Bar man sich entweder gemütlich hinsetzen kann, oder nebenan im Direktverkauf allerlei gute Getränke für den Hausgebrauch bekommt. Es gibt viele kleine Geschäfte, eine Eis- und Schokoladenfabrik und alles wirkt durch die Klinkerbauten sehr urig. Das ganze Viertel ist mit älteren Straßenlaternen beleuchtet und an diesem Samstagabend unglaublich gut besucht. Taxi reiht sich an Taxi.
Da ich meine Kamera nicht dabei habe, gibt es nur kurze Eindrücke per Handycam. Beim Fotografieren der Steam Clock (die nicht mehr wirklich mit Dampf betrieben wird) halte ich unfreiwillig auch fest, wie ein junges Pärchen seine halbe Pizza bei einem an der Ecke schlafenden Obdachlosen abstellt.


Gastown ist am östlichen Ende von Downtown und grenzt weiter im Osten direkt an den berüchtigten Stadtteil East Hastings, von dem ich glaube ich schonmal erzählt habe. Auf meiner Busfahrt vom Cafe nach Gastown habe ich auf jeden Fall einiges gesehen, was eher an stark verarmte Vororte erinnert und nicht den direkten Nachbarbezirk der großen Shopping Malls. . .

Auf meinem Rückweg mittels Skytrain treffe ich am Bahnsteig noch auf einen kollabierenden jungen Chinesen, der scheinbar mit zu viel Alkohol seinen Abschluss gefeiert hat. Glücklicherweise sind schon mehrere Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe vor Ort um zu helfen, auch wenn diese eher überfordert wirken. Die Ambulanz ist zum Glück nicht weit und so steige ich in den nächsten Geisterzug ein (an das Fahren ohne Fahrer, habe ich mich immernoch nicht ganz gewöhnt - zumindest nicht, wenn man ganz vorne steht und vorn aus der Bahn heraus gucken kann).

Morgen ist ein Elektrochemie-Seminar an der SFU (Simon Frazer University), der anderen großen Universität in Vancouver. Da diese aber am anderen Ende der Stadt ist, muss ich hier um 6:00 los, damit ich rechtzeitig um 9:00 den Seminarraum gefunden habe. Heißt auch, dass der Fotokurs dieses mal ausfällt.

Freitag ist das ungefähr monatliche Gruppenseminar, bei dem ich dann auch einen etwas ausführlicheren Vortrag über meine Masterarbeit halten darf. Bis dahin sollte ich sie also wieder verstanden haben ;)

Donnerstag früh, nach besagter Geburtstagsparty zeigten übrigens einige Überbleibsel auf dem Gehweg, dass man auch im Hause Lancelot (der arme Junge, was hat die Eltern nur geritten?) gut feiern kann.